
Dresden siegt in Nürnberg und verschafft sich Luft im Abstiegskampf
SG Dynamo Dresden hat mit 2:0 (0:0) beim 1. FC Nürnberg gewonnen. Henri Koudossou (55., Eigentor) und Ben Bobzien (83.) sorgten für die Tore der Gäste. Für Dresden waren es wichtige Punkte im Abstiegskampf, während Nürnberg trotz mehr Ballbesitz und besseren Expected-Goals-Werten keine Antwort auf die effiziente Spielweise der Gäste fand.
Für SG Dynamo Dresden stand in Nürnberg viel auf dem Spiel. Die Sachsen befanden sich vor dem Spieltag nur dank der besseren Tordifferenz auf dem rettenden 15. Tabellenplatz und hatten die letzten beiden Partien verloren. Bei den Gastgebern lief es hingegen besser - der Club hatte aus den vergangenen drei Spielen sieben Punkte geholt und entsprechend Selbstvertrauen getankt. Auch die Historie sprach für Nürnberg, das nur eines von 17 Pflichtspielen gegen Dresden verloren hat (zehn Siege, sechs Remis) und seit sieben Partien gegen die SGD ungeschlagen war.
Miroslav Klose vertraute auf seine bewährte Startelf, während Dynamo-Coach Thomas Stamm aufgrund von Sperren und Verletzungen umstellen musste - die arrivierte Mittelfeldzentrale mit Amoako und Wagner fehlte gelbgesperrt, zudem waren Hauptmann und Keller angeschlagen.

Torlose erste Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten
Dresden startete aktiv in die Partie und setzte die ersten offensiven Akzente. Bereits in der dritten Minute kam Jason Ceka rechts im Strafraum zum Abschluss, traf aber nur ein Nürnberger Abwehrbein. Die Hausherren antworteten in der 5. Minute, als Julian Justvan einen Schuss abgab, der ebenfalls geblockt wurde. In der 10. Minute hatte der FCN die erste große Chance: Mohamed Alì Zoma setzte sich stark auf der rechten Seite durch und legte quer, doch Berkay Yilmaz jagte den Ball ans Außennetz.
Auch die Gäste kamen zu guten Gelegenheiten - in der 18. Minute köpfte Friedrich Müller nach einer Ecke knapp am Tor vorbei. Luca Herrmann versuchte es zweimal für Dresden (20., 21.), verfehlte aber ebenfalls das Ziel. In der 23. Minute war es wieder Justvan, der eine technisch anspruchsvolle Direktabnahme über das Tor setzte. Auffällig: In den ersten 25 Minuten gab es auf beiden Seiten mehrere Abschlüsse, aber keiner davon ging auf das Tor - es fehlte an Präzision.

Koudossou-Eigentor bringt Dresden in Führung
Nach der Pause erhöhte Nürnberg den Druck. In der 52. Minute war Tim Schreiber im Dresdner Tor erstmals gefordert, als er einen Versuch von Adam Markhiev stark parierte. Doch dann schlug Dresden zu: Tony Menzel trieb den Ball über die rechte Seite und bediente Vincent Vermeij, dessen scharfe Hereingabe Henri Koudossou beim Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor lenkte (55.).
In der 64. Minute verpasste Piet Scobel per Kopf nur knapp, als er von Pauli entscheidend gestört wurde. Auch weitere Wechsel von Klose brachten nicht den gewünschten Erfolg. Stattdessen machte Dresden in der 83. Minute alles klar: Nach einer Ecke für Nürnberg konterten die Gäste eiskalt, Jakob Lemmer schickte Ben Bobzien auf die Reise, der sich locker gegen die Restverteidigung durchsetzte und zum 0:2 vollstreckte.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Nürnberg 1,55 - Dresden 0,85
Schnellster Spieler: Mohamed Alì Zoma (FCN), 34,54 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:2 von Ben Bobzien (SGD), 22,36 Prozent
Most Pressed Player: Mohamed Alì Zoma (FCN), 24 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Tim Schreiber (SGD), 4,58
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