
Magdeburg entscheidet enges Duell
Der 1. FC Magdeburg hat Hertha BSC mit 1:0 (0:0) besiegt. Laurin Ulrich (61.) hat den entscheidenden Treffer erzielt. Wie der FCM im Abstiegskampf drei wichtige Punkte sicherte, lest ihr hier.
Am 32. Spieltag der 2. Bundesliga empfing der 1. FC Magdeburg Hertha BSC in einem richtungsweisenden Duell im Abstiegskampf. FCM-Trainer Petrik Sander konnte auf Topstürmer Mateusz Zukowski zurückgreifen, der nach einer Gelbsperre zurückkehrte und Alexander Ahl-Holmström ersetzte. Bei Hertha BSC fehlte Paul Seguin gesperrt – Kevin Sessa rückte für ihn in die Startelf. Zudem erhielt Jean Hugonet erstmals seit dem 25. Spieltag eine Chance von Beginn an. Hertha-Trainer Stefan Leitl erwartete eine hochmotivierte Magdeburger Mannschaft.
Hertha dominant, FCM hält dagegen
Hertha BSC bestimmte die Anfangsphase und kam früh zu Chancen. Bereits in der 3. Minute flankte Josip Brekalo von rechts, Luca Schuler köpfte knapp daneben, und Sessa scheiterte aus kurzer Distanz. Baris Atik antwortete für den FCM in der 6. Minute, sein Schuss ging jedoch am Tor vorbei. In der 8. Minute köpfte Marten Winkler nach einer Brekalo-Flanke über die Latte. Die Gäste hatten in der Anfangsphase rund 65 Prozent Ballbesitz, doch Dominik Reimann im FCM-Tor und die Abwehr um Marcus Mathisen und Hugonet blieben ruhig.
Ulrich trifft den Pfosten
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte übernahm Magdeburg mehr Spielkontrolle. In der 29. Minute schoss Laurin Ulrich aus gut 26 Metern mit dem rechten Fuß an den rechten Pfosten. Falko Michel schoss kurz darauf aus über 20 Metern knapp am Pfosten vorbei (39.). Herbert Bockhorn sah in der 37. Minute die Gelbe Karte für ein Foul an Fabian Reese, Deyovaisio Zeefuik folgte ihm in der 42. Minute nach einem Foul an Lubambo Musonda. Kurz vor der Pause prüfte Reese Reimann mit einem Distanzschuss (45.+2). Es blieb beim torlosen Unentschieden zur Halbzeit.
Ulrich trifft zum entscheidenden 1:0
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hertha gefährlich. In der 52. Minute wurde Zukowski auf die Reise geschickt, doch Zeefuik klärte im eigenen Strafraum – verletzte sich dabei jedoch und musste in der 54. Minute durch Julian Eitschberger ersetzt werden. In der 61. Minute fiel dann die Entscheidung: Alexander Nollenberger setzte sich rechts im Strafraum gegen Michal Karbownik durch und flankte flach in die Mitte. Tjark Ernst konnte den Ball nur nach vorne abwehren, und Ulrich drückte aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung ein. Kurz darauf schien Zukowski auf 2:0 zu erhöhen, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt (65.).
FCM verteidigt den Vorsprung
Hertha BSC reagierte mit einem Dreifachwechsel in der 68. Minute: Sebastian Grönning ersetzte Schuler, Diego Demme kam für Sessa – der zuvor noch die Gelbe Karte gesehen hatte – und Maurice Krattenmacher ersetzte Reese. Demme sah in der 72. Minute ebenfalls Gelb für ein hartes Einsteigen gegen Atik. Brekalo erhielt in der 78. Minute wegen Meckerns die Gelbe Karte, Hugonet folgte in der 81. Minute. Der FCM brachte in der 73. Minute Philipp Hercher für Nollenberger und ersetzte Ulrich in der 82. Minute durch Dariusz Stalmach. In der 88. Minute wechselte Magdeburg dreifach: Richmond Tachie und Ahl-Holmström kamen für Atik und Zukowski, Noah Pesch ersetzte Musonda. Trotz sieben Minuten Nachspielzeit und weiterer Versuche von Michaël Cuisance und Jeremy Dudziak hielt Magdeburgs Defensive das Ergebnis.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Magdeburg 0,84 - Hertha BSC 1,22
Schnellster Spieler: Richmond Tachie (FCM), 34,37 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Laurin Ulrich (FCM), 61 Prozent
Most Pressed Player: Michaël Cuisance (BSC), 23 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Mateusz Zukowski (FCM), +2,56










