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Er brachte den Betzenberg mit seinem späten Treffer zum Beben: Semih Şahin
Er brachte den Betzenberg mit seinem späten Treffer zum Beben: Semih Şahin - © IMAGO/osnapix / Steven Mohr
Er brachte den Betzenberg mit seinem späten Treffer zum Beben: Semih Şahin - © IMAGO/osnapix / Steven Mohr
2. Bundesliga

Dramatische Schlussphase: Şahin lässt den Betze beben

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Der 1. FC Kaiserslautern hat einen dramatischen 3:1-Heimsieg gegen Hannover 96 gefeiert. Nach einem torlosen ersten Durchgang gingen die Gäste zunächst durch Leopold in Führung, doch der eingewechselte Prtajin konnte ausgleichen. Nach Gelb-Rot für Taibi drehte der FCK das Spiel in der Nachspielzeit dank Treffern von Şahin und Skyttä komplett.

Hannover 96 übernahm von Beginn an die Kontrolle und hatte durch Benedikt Pichler gleich zwei gute Kopfballmöglichkeiten (5., 7.). Auch Noah Weißhaupt und Daisuke Yokota prüften ihr Glück, zielten aber zu ungenau.

Erst nach einer halben Stunde fand der 1. FC Kaiserslautern besser ins Spiel. Naatan Skyttä tauchte zweimal gefährlich vor dem Hannoveraner Tor auf (28., 32.), scheiterte aber am stark parierenden Nahuel Noll. Trotz der intensiven ersten Hälfte ging es torlos in die Kabinen - ein insgesamt gerechtes Ergebnis.

Jubel bei Hannover: Enzo Leopold (Mitte) brachte die Gäste in der 67. Minute in Führung - ein Vorsprung, den 96 nicht über die Zeit bringen konnte - IMAGO/osnapix / Steven Mohr

Taibi-Platzverweis als Wendepunkt

Auch im zweiten Durchgang waren die 96er zunächst die aktivere Mannschaft. In der 67. Minute belohnten sich die Gäste: Nach einem schnellen Konter legte der erst kurz zuvor eingewechselte Waniss Taibi für Enzo Leopold auf, der zur Führung einschob.

Doch die Antwort des FCK ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer präzisen Flanke von Luca Sirch köpfte der eingewechselte Ivan Prtajin sehenswert per Flugkopfball zum 1:1 ein (74.). Nur zwei Minuten später sah Taibi nach einem Foul an Semih Şahin die Gelb-Rote Karte - ein folgenschwerer Moment für die Gäste, die fortan in Unterzahl agieren mussten.

FCK nutzt Überzahl in der Nachspielzeit eiskalt aus

Mit einem Mann mehr drängte der FCK auf die Führung, während die Gäste auf Konter lauerten. Als das Spiel bereits auf ein Unentschieden hinauszulaufen schien, schlug die Stunde der Roten Teufel: In der zweiten Minute der Nachspielzeit war es Şahin, der nach einem abgeblockten Schuss von Prtajin goldrichtig stand und zum 2:1 einschoss. 

Der Betzenberg bebte, und die Hausherren legten sogar noch nach: In der letzten Aktion des Spiels erhöhte Skyttä nach einem Konter auf 3:1 (90.+5), nachdem Noll bei einer Ecke mit aufgerückt war. Ein dramatischer Schlusspunkt unter ein packendes Zweitligaspiel.

Nach den beiden Treffern in der Nachspielzeit kannte der Jubel beim FCK keine Grenzen - IMAGO/osnapix / Steven Mohr

Bundesliga Match Facts
xGoals: Kaiserslautern 2,22 - Hannover 1,32
Schnellster Spieler: Maxwell Gyamfi (FCK), 33,3 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Ivan Prtajin (FCK), 5 Prozent
Most Pressed Player: Daisuke Yokota (H96), 25 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Semih Şahin (FCK), 1,99