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23:45 Uhr: Arjen Robben und die Niederlande haben sich im Spiel um Platz 3 die WM-Bronzemedaille gesichert. In einer einseitigen Partie lag die Elftal gegen Gastgeber Brasilien schon nach drei Minuten vorne, nachdem Robben einen Elfmeter herausgeholt hatte und Robin van Persie diesen verwandelte. Daley Blind besorgte in der 16. Minute das 2:0. Georginio Wijnaldum legte kurz vor Schluss nach. Brasilien enttäuschte wie schon beim 1:7 im Halbfinale gegen Deutschland (Spielbericht).

23:13 Uhr: Der Einsatz von Argentiniens Offensivspieler Angel Di Maria am Sonntag im WM-Finale gegen Deutschland ist weiter fraglich. "Wir müssen das Training abwarten. Erst dann haben wir ein klares Panorama", sagte Nationaltrainer Alejandro Sabella am Samstag kurz vor der letzten Übungseinheit der Seleccion, die am späten Nachmittag Ortszeit hinter verschlossenen Toren stattfand. Di Maria hatte nach seiner Muskelverletzung im Viertelfinale gegen Belgien bereits am Donnerstag wieder mit dem Lauftraining begonnen. Auch am Freitag absolvierte der 26 Jahre alte Offensivspieler von Real Madrid seine Übungen noch getrennt von der Mannschaft. Er trainierte jedoch erstmals mit Ball und legte kurze Sprints ein.

22:48 Uhr: Zur Pause steht es bei Brasilien gegen die Niederlande 0:2. Robin Van Persie und Daley Blind treffen, Arjen Robben holt einen Elfmeter heraus.

22:37 Uhr: Der deutsche WM-Held von 1990, Andreas Brehme, hat keine Zweifel, dass Deutschland im WM-Finale seinen vierten Weltmeistertitel erringen wird. "Wenn wir es jetzt nicht schaffen, verstehe ich die Welt nicht mehr. Die Mannschaft wird den Schwung aus dem Halbfinale gegen Brasilien mitnehmen. Wir sind klarer Favorit", sagte der Weltmeister von Rom im ZDF-Interview. Vor 24 Jahren hatte Brehme die DFB-Auswahl mit seinem Elfmetertreffer zum 1:0-Sieg im Finale gegen Argentinien geführt. Vor dem viermaligen Weltfußballer Lionel Messi in den Reihen der Argentinier hat Brehme keine Angst. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Messi alleine reicht, um unser Kollektiv ins Wanken zu bringen. Er hat keine richtige Form, genau wie der Rest der Mannschaft. Man kann insgesamt nicht von einer Übermannschaft sprechen, überhaupt nicht", betonte Brehme.

22:21 Uhr: Brasiliens Galionsfigur Pele glaubt fest an einen deutschen Sieg im WM-Finale am Sonntag gegen Argentinien. "Von Anfang an habe ich immer gesagt, Deutschland ist der Favorit", sagte der 73-Jährige am Samstag auf einer Sponsoren-Veranstaltung in Rio de Janeiro. Der dreimalige Weltmeister zeigte sich dennoch überrascht, wie gut die DFB-Elf im Turnierverlauf ihre Favoritenrolle auch auf dem Platz umsetzen konnte. Für das 1:7-Debakel der Brasilianer im Halbfinale gegen Deutschland hatte Pele dennoch keine Erklärung. "Da müssen wir mit Gott reden, um Gründe für diese große Überraschung zu bekommen", meinte der FIFA-Jahrhundertfußballer und ergänzte: "Ich habe bei vier WM-Turnieren gespielt, weitere zehn von außen gesehen. So etwas ist nie zuvor mit Brasilien passiert. Es war ein Desaster. " Dennoch sprach sich der einstige Weltklasse-Stürmer für den Verbleib von Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari aus. "Wenn er bis 2018 gesund bleibt, sollte er weitermachen. Es sehe nicht, warum man jetzt wechseln soll. Je mehr man verändert, desto schlimmer wird es", betonte Pele, der mehr als 50 Prozent des aktuellen Selecao auch bei der WM in vier Jahren in Russland dabei sieht.

21:20 Uhr: Weltmeister Guido Buchwald glaubt an die deutsche Elf, tippt 2:0 und sieht im Interview viele Parallelen zum Finale 1990, als er Diego Maradona ausschaltete.

21:07 Uhr: "Bereit wie nie" - der Weltmeister kann nur Deutschland heißen. Joachim Löw und sein Team sind top fokussiert und gehen hochkonzentriert ins Endspiel am Sonntag - der Situationsbericht nach der Pressekonferenz und dem Abschlusstraining.

19:48 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw sieht für die deutsche Nationalmannschaft auch im Falle einer Final-Niederlage glänzende Perspektiven. "Wir haben einen sehr guten Weg beschritten. Selbst bei einer Niederlage wird nicht alles in Schutt und Asche liegen. Diese Mannschaft hat Zukunft", sagte Löw vor dem Endspiel. Man habe Spieler, "die auf ihrem Zenit spielen. Wir haben aber auch viele junge Spieler, die eine große Zukunft vor sich haben", sagte der 54-Jährige. Er nannte Marco Reus und Ilkay Gündogan, die nicht bei der WM dabei sind, sowie die WM-Starter Mesut Özil, Mario Götze, Sami Khedira, Andre Schürrle und Manuel Neuer. Die DFB-Auswahl habe auch künftig "das Potenzial, weltspitze zu sein".

Auf dem Weg nach Rio: Angela Merkel

17:38 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist durchaus optimistisch zum WM-Endspiel nach Rio de Janeiro. Sie verwies zwar darauf, dass noch nie eine europäische Mannschaft eine Fußball-WM in Amerika gewonnen hat: "Aber ich glaube, die Möglichkeit ist da." Einen konkreten Tipp gab sie aber nicht ab: "Hauptsache gewonnen."

Dennoch warnte Merkel auch davor, das Spiel als Selbstläufer zu betrachten. Nach dem 7:1-Triumph im Halbfinale gegen WM-Gastgeber Brasilien "denkt jeder, es ist schon fast geschafft", sagte die Kanzlerin. Das Spiel werde aber "sicherlich nicht ganz einfach. Deshalb werden wir alle noch mal sehr die Daumen drücken müssen."

Merkel fliegt gemeinsam mit Bundespräsident Joachim Gauck nach Brasilien. "Wenn eine so tolle Mannschaft es geschafft hat, ins Endspiel zu kommen" sei es auch richtig, dass die führenden Politiker ihres Landes zur dieser Gelegenheit anreisten, sagte sie.

17:26 Uhr: Der WM-Torrekord wackelt!! 167 Tore sind bei dieser Endrunde bisher gefallen, damit müssen in den beiden ausstehenden Partien noch genau fünf Treffer erzielt werden, um den Torrekord von 1998 in Frankreich (171 Tore) zu brechen. Die Marken der letzten beiden Weltmeisterschaften in Deutschland (2006/164 Tore) und Südafrika (2010/157 Tore) wurden bereits überboten.

Deutschland ist dabei mit Abstand das Team mit dem größten Torhunger (17 Treffer). Der Finalgegner Argentinien kommt auf gerade acht Tore, in den K.o.-Spielen erzielten die Südamerikaner in der regulären Spielzeit gar nur einen einzigen Treffer. Allein vier der acht argentinischen Tore erzielte Superstar Lionel Messi.

Geht man nach dem Schnitt der erzielten Tore, so steht allerdings die Endrunde 1954 in der Schweiz an erster Stelle. Damals fielen in 26 Spielen (heute sind es 64) durchschnittlich 5,38 Tore. Bei der diesjährigen WM liegt der Schnitt bislang bei 2,69 Treffern.

Dritter Auftritt bei einer WM: Shakira.

17:06 Uhr: Die Superstars Shakira, Wyclef Jean und Carlos Santana werden die musikalischen Hauptrollen bei der Schlussfeier der Fußball-Weltmeisterschaft am Sonntag spielen. Die kolumbianische Sängerin Shakira, Lebensgefährtin des spanischen Nationalspielers Gerard Piqué vom FC Barcelona, wird zusammen mit dem brasilianischen Musiker Carlinhos Brown den Song "La la la (Brazil 2014)" singen.

Jean und Santana präsentieren zusammen mit Avicii und Alexandre Pires die offizielle WM-Hymne "Dar um Jeito (We Will Find a Way)". Für Shakira ist es nach 2006 und 2010 bereits der dritte Auftritt bei einer Weltmeisterschaft. Die Schlussfeier findet um 14.20 Uhr Ortszeit, 100 Minuten vor Anpfiff des Endspiels, im Maracana statt.

16:40 Uhr: Roman Weidenfeller, Mats Hummels, Kevin Großkreutz und Mario Götze haben gestern Abend Besuch von zwei alten Bekannten aus der Bundesliga bekommen: Lincoln und Dede!

16:06 Uhr: Der Final-Einzug bei der WM hat einen Run auf die Trikots der der deutschen Nationalmannschaft ausgelöst. "Wir haben bereits über zwei Millionen Trikots verkauft. Das ist Rekord", berichtete Vorstandschef Herbert Hainer vom deutschen Ausrüster adidas: "Ich musste vergangene Woche eines für einen Bekannten besorgen, und es war selbst für mich schwierig. Und so wie ich gehört habe, sind auch die Geschäfte ziemlich leer gekauft."

Im Falle eines Endspiels-Sieges am Sonntag gegen Argentinien werde adidas "dafür sorgen, dass es sehr schnell Trikots mit dem vierten Stern gibt". Den Stern für den vierten Titel auf den bisherigen Trikots "nachrüsten" zu können, ist aktuell nicht geplant. "Die mit den drei Sternen werden dann wahrscheinlich zum Sammlerstück", sagte Hainer: "Insofern sollte man sie gut aufheben - und sich natürlich auch das mit dem vierten Stern zulegen."

15:10 Uhr: Der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann hat seinen Nachfolger Manuel Neuer (28) in den höchsten Tönen gelobt. "Manuel Neuer kann der beste deutsche Torwart aller Zeiten werden", sagte Lehmann, "besonders wenn er am Sonntag Weltmeister wird und weiter an sich arbeitet." Lehmann sieht beim Torhüter des deutschen Rekordmeisters Bayern München zudem noch Entwicklungspotenzial: "Das Tolle bei Manuel: Seine besten Jahre kommen erst noch."

14:42 Uhr: Für Kolumbiens Starspieler James Rodriguez ist Toni Kroos ein Fußballer, der den Unterschied bei einem Spiel ausmachen kann. "Ich habe Kroos 2007 bei der U17-WM in Südkorea kennengelernt und erinnere mich, dass er schon damals den Unterschied ausmachen konnte", sagte der 23-Jährige der spanischen Zeitung Marca vor dem WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien am Sonntag in Rio de Janeiro.

Der Kaiser glaubt an den Titel!

14:17 Uhr: Franz Beckenbauer sieht die deutsche Nationalmannschaft im WM-Finale am Sonntag (21.00 MESZ) gegen Argentinien in der Favoritenrolle. In seiner Kolumne in der Bild-Zeitung schrieb Beckenbauer: "Wir gewinnen 2:0 und werden Weltmeister."

Im Vergleich zu Deutschlands letztem WM-Triumph von 1990 sieht der 68-Jährige viele Parallelen: "Mich erinnert der ganze Turnierverlauf in Brasilien sehr an Italien 1990. Damals sind wir mit dem 4:1 gegen Jugoslawien super ins Turnier gestartet, diesmal 4:0 über Portugal. Damals wie heute folgten dann aber nicht so überzeugende Vorstellungen. Trotzdem hatte man nie das Gefühl, dass da was passieren kann."

13:30 Uhr: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach glaubt an einen Verbleib von Bundestrainer Joachim Löw über das WM-Finale am Sonntag hinaus. "Wir haben einen klaren Vertrag. Die Kontinuität auf dieser Position hat sich absolut ausgezahlt", sagte Niersbach dem ARD-Hörfunk. In diesem Punkt wisse er "das DFB-Präsidium und auch die Bundesliga" hinter sich. Löws aktueller Vertrag beim DFB läuft bis 2016.

11:51 Uhr: Die Nationalspielerinnen Anja Mittag und Lena Goeßling lassen sich nicht lumpen und drücken ihren männlichen Kollegen für das morgige Endspiel fest die Daumen.

11:00 Uhr: Noch 34 Stunden bis zum Anpfiff im Maracana-Stadion. So sieht der Fahrplan der Nationalmannschaft am Sonntag aus:

- 8.00 bis 10.00: Wecken und Frühstückbrunch mit Obst, Müsli, Aufschnitt, diversen Brotsorten und warmen Gerichten.
Anschließend individuell kurze Gymnastik- und Aufwärm-Übungen.

- 12.30: Mittagessen mit Fleisch, Fisch, Salaten oder Kaffeetafel.

- 14.00: Abfahrt mit Polizeieskorte zum Stadion Maracana (30 Minuten Fahrzeit).

- 15.00: Abschluss-Ansprache von Löw in der Kabine und anschließend Aufwärmen im Stadion.

- 15.45: Einlaufen und anschließend Absingen der Nationalhymnen.

- 16.00: Anstoß Deutschland - Argentinien.

- 18.15: Pressekonferenz mit den Trainern und Mixed Zone.

- 20.45: Fahrt mit Polizeieskorte zum Teamhotel Sheraton Rio Hotel&Resort.

- bei Titelgewinn: Große WM-Party - Ende offen (Ort noch unbekannt).

- bei Niederlage: Zusammenkunft der Mannschaft ohne großes Tamtam (voraussichtlich im Teamhotel)

08:15 Uhr: Für den ehemaligen niederländischen Bondscoach Bert van Marwijk steht fest: Deutschland wird am Sonntag Weltmeister. In seiner Kolumne in der Tageszeitung "NRCHandelsblad" äußerte sich der frühere Bundesliga-Trainer des Hamburger SV und von Borussia Dortmund folgendermaßen: "Lionel Messi, Gonzalo Higuaín, Sergio Agüero und Ezequiel Lavezzi sind schnell auf den ersten zehn Metern. Von der Mittellinie an werden sie von Jérome Boateng eingeholt. Für mich steht fest, dass die Deutschen Weltmeister werden. Ihre Stürmer spielen die argentinische Verteidigung entschlossen aus."

08:12 Uhr: Jeweils 13.000 Fans aus Deutschland und Argentinien werden am Sonntag (21.00 Uhr MESZ) das WM-Endspiel zwischen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und der argentinischen im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro verfolgen.

DFB-Elf spielt in weißen Trikots

Das Fassungsvermögen des brasilianischen Fußballtempels beträgt rund 74.000 Besucher. Die deutsche Mannschaft wird in weißen Trikots, die argentinische in blauen antreten. Dies gab die FIFA am Freitag in Rio de Janeiro bekannt.

8.05 Uhr: Der brasilianische Fußball-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat über seine Pläne für die Zukunft auch einen Tag vor dem Spiel um Platz drei nichts verraten. "Mit dem Verband gab es noch kein Gespräch. Ich werde erst mit meiner Familie über die Situation sprechen", sagte der 65-Jährige vor der Begegnung am heutigen Samstag (22.00 Uhr MESZ) in Brasília gegen die Niederlande.

Der Weltmeister-Coach von 2002 bat darum, seine Arbeit nicht am 1:7-Debakels im WM-Halbfinale gegen Deutschland zu messen. "Wir hatten in den vergangenen Jahren viele gute Situationen. Daher kann ich nicht verstehen, dass viele Leute nur das Ergebnis von einem Spiel sehen. Man kann nicht sagen, dass alles schlecht ist, nur weil man ein Spiel verloren hat", sagte Scolari.

Rückendeckung bekommt Scolari dabei von Marco Polo Del Nero, designierter Nachfolger des brasilianischen Verbandspräsidenten José Maria Marin: "Wir machen alle Fehler. Das kann jedem passieren. Das Wichtigste ist, dass er ansonsten einen guten Job gemacht hat. Für mich bleibt er", sagte Del Nero, der Marin im Januar ablösen soll.

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