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FC Bayern München gegen den FC Schalke 04: Wiedersehen für Sané

Die Bundesligasaison startet mit einem großen Wiedersehen: Leroy Sané trifft mit dem FC Bayern auf Ex-Klub Schalke. Das letzte Aufeinandertreffen ist den Königsblauen in schmerzhafter Erinnerung ...

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Das war den Spielplan-Entwicklern dann wohl doch zu kitschig. Star-Neuzugang Leroy Sané trifft mit dem FC Bayern München im ersten Spiel seiner Rückkehr in die Bundesliga zwar auf seinen Ex-Verein. Er kehrt, 1588 Tage nach seinem letzten Bundesligaspiel, aber eben nicht gleich nach Gelsenkirchen zurück, sondern empfängt die Ex-Kollegen an seiner neuen Wirkungsstätte, in der Allianz Arena. Am Freitag um 20:30 Uhr eröffnen Meister FC Bayern und der FC Schalke 04 die 58. Bundesliga-Saison.

Auf Schalke dürfte man dem Wiedersehen mit dem "kleinen Leroy" aus der Knappenschmiede mit Freude, aber auch einiger Sorge entgegensehen. Seit der gebürtige Essener Schalke 2016 nach acht Jahren in Nachwuchs- und Profibereich in Richtung Manchester City verließ, hat er sich zu einem Flügelspieler internationaler Top-Klasse entwickelt. Bei seinem ersten Wiedersehen mit dem "Ex" im Champions League-Achtelfinale 2018/19 traf er für "City" per direktem Freistoß beim 3:2-Sieg auf Schalke. Drei Wochen später war er mit einem weiteren Treffer und drei Vorlagen Mann des Abends beim furiosen 7:0 im Rückspiel.

Schöne Erinnerungen also, die Bayerns neuer Nummer 10 aber sicher keinen Platz in der Startelf von Hansi Flick garantieren. Mit Serge Gnabry und Kingsley Coman hat die mannschaftsinterne Flügelkonkurrenz immerhin gerade in Schlüsselrollen zum Gewinn des Triples beigetragen. Alle drei Kandidaten können links wie rechts spielen, was per sé keine der drei wahrscheinlichsten Außenstürmer-Paarungen ausschließt oder favorisiert. Klarer ist die Situation der drei weiteren Ex-Schalker im Münchner Kader: Manuel Neuer wird im Tor stehen, Alexander Nübel bei seinem schnellen Wiedersehen mit den ehemaligen Kollegen wohl auf der Bank platznehmen. Leon Goretzka streitet sich mit Thiago und Corentin Tolisso um den Part neben Joshua Kimmich, der nach seinem glänzend absolvierten Aushilfsjob als Rechtsverteidiger in der Champions League wohl auf die Doppelsechs zurückkehren wird.

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Auf Schalker Seite geht es weiter mit den Wiedersehen: Sebastian Rudy - in der Saison 2017/18 insgesamt 35 Mal für den FC Bayern im Einsatz und von seiner Leihe nach Hoffenheim zurückgekehrt - gilt als Top-Kandidat für die Position rechts in der Viererkette. Eine Stammplatz-Zusage nach Leihe erhielt Keeper Ralf Fährmann, der nach einem Jahr bei Norwich City und SK Brann (Norwegen) erneut Schalkes Nummer 1 ist. Auf Ähnliches hofft Mark Uth, der nach einer halben Saison in Köln seinen zweiten Versuch auf Schalke startet. Konkurrent und potenzieller Sturmpartner ist Routinier Vedad Ibisevic. Bei seinem ersten Tor wäre er nach Bachirou Salou erst der zweite Ausländer, der für fünf Bundesliga-Klubs Tore erzielte. Und mit der Leihe von Frankfurts Goncalo Paciencia wollen die im letzten Jahr in der Offensive so harmlosen Knappen nun den Schalter endgültig umlegen.  

Unabhängig von den potenziellen Torschützen hofft Schalke auf den ersten Sieg seit Januar. Die aktuell 16 Spiele ohne Dreier sind Vereins-Negativrekord. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Bayern, die ihre letzten 21 Pflichtspiele gewonnen und im Jahr 2020 noch nicht verloren haben. So trifft der Führende der "Geistertabelle" der Bundesliga ohne Zuschauer (neun Spiele, neun Siege) auf den Letzten (zwei Punkte aus neun Spielen). Die Vorzeichen könnten deutlicher also kaum sein. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass die Spieler auf dem Rasen die Statistiker Lügen strafen. Am späten Freitagabend sind alle Fußballfans schlauer.