Anzeige
bundesliga

Die unberechenbaren Leipziger – zwischen Offensivwucht und offenem Potenzial

xwhatsappmailcopy-link

56 Tore, 15 Torschützen und ein Angriffsspiel, das konsequent durch die Mitte rollt: RB Leipzig gehört offensiv zu den auffälligsten Teams der Liga. Doch hinter den starken Zahlen verbirgt sich mehr als nur Effizienz – es ist die Mischung aus Variabilität, klarer Rollenverteilung und ungenutztem Potenzial, die Leipzig so schwer berechenbar macht. Warum genau darin die größte Stärke liegt und weshalb noch mehr möglich ist, zeigt ein Blick in die Zahlen und Strukturen dieser Saison.

Schon jetzt hat RB Leipzig die eigene Torquote der Vorsaison übertroffen: 56 Treffer bedeuten fast zwei Tore pro Spiel – und mehr als die 51 aus der kompletten vergangenen Spielzeit. Die Zahlen zeigen, wie konstant sich das Team Chancen erarbeitet: Ligaweit gehören die Sachsen zu den Topteams bei Torschüssen (455) und Großchancen (48).

Und doch: Die Chancenverwertung bremst das volle Potenzial. Eine leicht negative Abschluss-Effizienz sowie 18 Alu-Treffer deuten darauf hin, dass die Offensive sogar noch gefährlicher sein könnte. Die RBL-Stürmer um Yan Diomande & Co. glänzen zwar schon, sind aber noch lange nicht am Limit.

Diomande trifft immer weiter: Leipzig hat einen Lauf! - IMAGO/Michael Taeger

Viele Torschützen und klare Leistungsträger

15 verschiedene Torschützen unterstreichen die Variabilität im Leipziger Angriffsspiel. Die Gefahr kommt aus vielen Richtungen, was die Mannschaft schwer ausrechenbar macht. Gleichzeitig gibt es aber auch klare "Fixpunkte", die für Tore sorgen: Christoph Baumgartner (zwölf Tore), Yan Diomande (Tore) und Rômulo (Tore).

Somit sind es drei Spieler mit je mindestens acht Treffern – das schafft sonst nur ein weiteres BL-Topteam, nämlich der Liga-Primus FC Bayern München.

Durch die goldene Mitte

Ein weiteres Muster, das nicht zu übersehen ist: Leipzig kommt bevorzugt durch die Mitte: 62 Prozent der Treffer entstehen aus zentralen Angriffen – zusammen mit Bayern, Leverkusen und Wolfsburg einer von vier Topwerten in der Bundesliga. Wenn die Gegner sich kompakt positionieren, öffnen sich Räume auf den Außen, wo die Sachsen auch nicht allzu schlecht aufgestellt sind...

Genau diese Mischung macht Leipzig unberechenbar. Wenn die Effizienz, gerade jetzt zum Saisonfinale noch mehr steigt, könnte aus einem ohnehin gefährlichen Angriff eine kaum aufzuhaltende Offensivmaschine werden. Am Samstag könnten sie ihre Stärke im Topspiel gegen Eintracht Frankfurt erneut unter Beweis stellen.