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Lukas Nmecha startet beim VfL Wolfsburg durch

Seit Mitte 2020 kennt die Formkurve von Lukas Nmecha nur noch eine Richtung: es geht steil bergauf. Der Angreifer ist inzwischen Stammspieler und Torjäger beim VfL Wolfsburg und wurde nun erstmals für die Nationalmannschaft nominiert. Doch sein Potenzial ist noch immer nicht ausgeschöpft.

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Er musste ein wenig Anlauf nehmen, um so richtig durchzustarten: Dass Lukas Nmecha an den Punkt gekommen ist, an dem er sich heute befindet, ist das Ergebnis harter Arbeit und einer stetigen Entwicklung. Mit 22 Jahren ist der Mittelstürmer des VfL Wolfsburg nun eine der großen Sturmhoffnungen Deutschlands.

Angefangen hat die Karriere Nmechas bei einem der größtmöglichen Clubs: Bereits mit neun Jahren spielte der Junge, dessen Familie aus Hamburg nach England ausgewandert war, in der Jugendabteilung von Manchester City. 2017 debütierte er mit 19 Jahren im Profiteam unter Trainer Pep Guardiola. So richtig Fahrt nahm die Karriere aber weder dort noch bei den Leihstationen auf, die er in den kommenden Jahren absolvierte. 2019 lief Nmecha zum Beispiel schon einmal für ein halbes Jahr im Wolfsburg-Dress auf, wurde aber nicht zum Stammspieler und erzielte keinen Treffer.

Nmecha gelingt der Durchbruch unter Kompany

Zur Saison 2020/21 sollte dann alles besser werden. Nmecha wurde an den belgischen Topclub RSC Anderlecht verliehen, wo er von seinem ehemaligen Mitspieler Vincent Kompany trainiert wurde. Hier gelang dem Angreifer der Durchbruch. In 37 Pflichtspielen erzielte Nmecha 18 Tore und war zugleich auch in der U21-Nationalmannschaft ein Leistungsträger.

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Unter Nationaltrainer Stefan Kuntz wurde Nmecha zu einem der wichtigsten Spieler des Nachwuchs-Nationalteams. Mit sieben Toren in acht Spielen schoss er sein Team zur Qualifikation für die U21-Europameisterschaft, wo er sich mit vier Treffern dann auch zum Torschützenkönig krönte und das entscheidende 1:0 im Finale gegen Portugal schoss. Es war der krönende Abschluss seiner persönlich bislang besten Saison.

Lukas Nmecha bejubelt den Titel bei der U21-EM im Sommer 2021 - Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de/imago images/Sven Simon

Nmecha ist Wolfsburgs Top-Torjäger

Im Sommer hatten dann auch die Leihen endlich ein Ende, Nmecha wechselte fest zum VfL Wolfsburg und unterschrieb einen Vertrag bis 2025. "Ich freue mich darauf, viele bekannte Gesichter wiederzusehen und vor allem darauf, jetzt endlich zeigen zu können, was in mir steckt", sagte der 22-Jährige selbstbewusst zum Start. Und genau das hat er bereits im ersten Drittel der Saison getan. Nmecha erzielte schon vier Tore in der Bundesliga, ist damit Wolfsburgs Top-Torschütze. Zudem war er bereits zweimal in der Champions League erfolgreich.

Besonders gut läuft es für den Stürmer, seit Florian Kohfeldt das Traineramt bei den Wölfen übernommen hat. In allen drei Pflichtspielen unter Kohfeldt traf Nmecha ins Schwarze, verpasste zudem keine einzige Minute. Zudem konnte er seine Zweikampfquote noch einmal steigern. Er entschied für einen Offensivspieler starke 53 Prozent seiner Duelle für sich, in den Spielen unter Kohfeldt waren es sogar 58 Prozent. "Er sieht meine Stärken und stellt uns sehr gut auf", sagte Nmecha schlicht, warum es für ihn unter dem neuen Trainer so gut läuft.

Sportdirektor Marcel Schäfer hat sogar noch eine weitere Erklärung. "Lukas ist zum zweiten Mal hier, er ist deutlich reifer, hat sich sehr gut entwickelt. Er ist sehr selbstbewusst, weiß um seine Stärke, das bringt er auch auf den Platz. Wir wissen um seine Torgefährlichkeit und seine Abschlussqualitäten", sagte der Ex-Profi dem Sportmagazin "Kicker".

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Um diese Qualitäten weiß offensichtlich auch Hansi Flick. Der Bundestrainer nominierte Nmecha jüngst erstmals für die A-Nationalmannschaft. Erwartet habe er diese Nominierung nicht, bekannte Nmecha. Erfreut darüber ist er umso mehr. Schließlich ist es die Bestätigung für seine Entwicklung der vergangenen Jahre. Nmecha hat den Durchbruch geschafft. Er gilt als Sturmhoffnung der deutschen Nationalmannschaft, die zwar auf vielen Positionen stark besetzt ist, der es aber an klassischen Mittelstürmern mangelt. Nun ist es für Nmecha wieder Zeit, ein wenig Anlauf zu nehmen, um bald auch im DFB-Trikot so richtig durchzustarten.