
Historisch führt Ermedin Demirović den VfB zum Champions-League-Sieg
Der VfB Stuttgart ist mit einem verdienten Heimsieg in die Champions-League-Saison gestartet. Mit 3:1 (3:1) setzten sich die Schwaben gegen Viking Stavanger durch. Mit einem Dreierpack avancierte Ermedin Demirović zum absoluten Matchwinner. Der Stürmer traf innerhalb von 13 Minuten drei Mal (20., 26., 32.). Den lupenreinen Hattrick verhinderte Zlatko Tripić (22.) mit dem zwischenzeitlichen 1:1.
Gegenüber dem 4:1-Erfolg über den 1. FC Köln am vergangenen Wochenende veränderte Sebastian Hoeneß die Anfangsformation auf zwei Positionen. Für Josha Vagnoman und Dženan Pejčinović liefen gegen den norwegischen Meister zunächst Jamie Leweling und Ermedin Demirović auf.
In der Anfangsphase passierte recht wenig, der VfB übernahm die Spielkontrolle, wurde aber nicht gefährlich. So gehörte der erste Schuss aufs Tor auch tatsächlich den Gästen. Nach einer Flanke brachte Henrik Bjørdal den Ball aufs Tor, aber Fabian Bredlow war zur Stelle (11.). Den zwischenzeitlichen Torreigen eröffnete dann eben Demirović. Nach einem Pass von Angelo Stiller von der Grundlinie brauchte der Stürmer nur den Fuß hinzuhalten (20.).
Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Stuttgart verlor im Angriff den Ball, den Konter leitete Bjørdal mit einem Pass auf Zlatko Tripić, der Ex-Fürther setzte sich gegen Finn Jeltsch durch und schob die Kugel ins lange Eck (22.). Demirović hatte aber die passende Antwort parat. Mit seinen Treffern zwei und drei (26., 32.) sorgte der Angreifer für den Halbzeitstand und einen Eintrag in den VfB-Geschichtsbüchern. Denn noch nie hatte zuvor ein VfB-Spieler in der Champions League oder dem Europapokal der Landesmeister in einem Duell dreifach getroffen.
Stavanger nach der Pause deutlich besser
Nach dem Wechsel fand Stavanger besser in die Begegnung, verlagerte die ersten Minuten in die gegnerische Hälfte, ohne aber so richtig zwingend zu werden. Unter anderem traf Tripić aus elf Metern nur einen Stuttgarter Abwehrspieler (56.). Die beste Chance in der Phase hatte noch Chris Führich, der einen Freistoß knapp über das Tor setzte (61.). Auf der anderen Seite rettete wiederum Jeff Chabot in höchster Not (62.). Doch wie schon am Wochenende gegen Köln kam der VfB nach einer guten Stunde zurück, übernahm wieder zunehmend Kontrolle. Aber auch der Gast spielte weiter mit.
Sebastian Hoeneß brachte für die letzten 20 Minuten noch einmal frische Kräfte. Auch weiterhin waren es die Gäste, die eher in die gefährlichen Räume kamen, ohne dabei allerdings wirklich gefährlich zu werden. Der VfB verwaltete in dieser Phase die Führung, tat nicht mehr als nötig. Die Luft war weitestgehend raus. Erst in der Schlussminute setzte Deniz Undav den Ball noch einmal knapp neben das Tor (89.), Leo Sauer schoss deutlich drüber (90.+1).
In der Champions League geht es erst Mitte Oktober weiter. Dann ist der VfB zu Gast bei Slovan Bratislava. In der Liga heißt der Gegner TSG Hoffenheim.
