
"Der Junge macht Spaß": Pejčinović ballert sich in die VfB-Herzen
Einen besseren Einstand hätte sich Dženan Pejčinović beim VfB Stuttgart kaum wünschen können: Mit einem Dreierpack schoss der Neuzugang vom VfL Wolfsburg das Hoeneß-Team bei Hansa Rostock zum Auftakterfolg im DFB-Pokal – und sich direkt in die Herzen der schwäbischen Fans. Auch sein Coach ist voll des Lobes über den Hattrick-Helden im Brustring-Dress.
Deniz Undav und Ermedin Demirović: Das sind die Platzhirsche im Angriff des VfB Stuttgart. Doch im Sommer haben sich die Schwaben auch auf dieser Position hochkarätig verstärkt, lockten vom Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg den umworbenen U21-Nationalstürmer Dženan Pejčinović an den Neckar. Und wie gut der neue Knipser im Brustring-Dress ist, das bewies der 21-Jährige direkt im allerersten Einsatz.
Mit einem Dreierpack ballerte Pejčinović seinen neuen Club bei Hansa Rostock zum Auftakterfolg im DFB-Pokal – ein Einstand nach Maß für den gebürtigen Münchner, der in der vergangenen Saison bei den "Wölfen" trotz des erstmaligen Abstiegs aus der Bundesliga seinen Durchbruch gefeiert hatte. Mit der Empfehlung von zwölf Saisontoren in 34 Pflichtspielen für die Niedersachsen wechselte der 1,88 Meter große Modellathlet ins Schwabenland – und schrieb mit seinem Debüt-Hattrick direkt VfB-Geschichte.
Pejčinović hat "immensen Impact"
"Ich freue mich extrem, so einen Start hinzulegen", betonte der 21 Jahre alte Angreifer nach der perfekten Premiere im Stuttgarter Trikot und stapelte nach seiner Gala-Vorstellung tief: "Man zahlt das Vertrauen als Stürmer am besten mit Toren zurück - das ist mir heute ganz gut gelungen. Wichtig war, dass wir weitergekommen sind", so Pejčinović, der bei seinem allerersten Pflichtspiel-Auftritt für die Schwaben die in ihn gesetzten Hoffnungen wohl mehr als nur "ganz gut" erfüllte.
Erst narrte er am gegnerischen Strafraum drei Rostocker Gegenspieler auf engstem Raum und schoss mit links präzise zur Gäste-Führung ein, danach nutzte er einen Stellungsfehler in der Hansa-Defensive eiskalt zum 2:0 für den VfB. Kurz vor Schluss veredelte Pejčinović einen Vorlage von Nationalspieler Josha Vagnoman und schob zum 4:0-Endstand ein – der Dreierpack war unter Dach und Fach. Einen "immensen Impact" habe der neue Stuttgarter Knipser gehabt, lobte auch Gäste-Coach Sebastian Hoeneß.

Hoeneß: "Das ist natürlich ein super Start"
Der Verein habe sich um Pejčinović "sehr, sehr bemüht", der 21 Jahre alte Angreifer sei der „Wunschspieler“ des VfB gewesen, so der Stuttgarter Trainer. "Er und wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir das machen wollen. Das heute dazu ist natürlich ein super Start. Der Junge macht Spaß", schwärmte Hoeneß, schob aber auch direkt hinterher: "Es ist unsere Aufgabe als Verein, den Hype, der jetzt hier wahrscheinlich sofort entstehen soll, richtig einzuordnen. Gerade jetzt ist es wichtig, die Füße auf den Boden zu lassen."
Wenn der neue Stuttgarter Torjäger allerdings so weitermacht, dann wird sich der Hype um ihn vermutlich nicht mehr aufhalten lassen. Wobei Sebastian Hoeneß vermutlich auch nichts dagegen hätte, wenn Pejčinović derart treffsicher bleibt. Mit dem ersten Dreierpack-Debüt seit Adhemar 2001 schrieb der U21-Nationalspieler VfB-Geschichte – und schoss sich direkt in die Herzen der schwäbischen Fans, die weiter vom dritten Pokalfinale in Serie träumen dürfen. Mit einem Dženan Pejčinović in dieser Verfassung müssen sich auch Deniz Undav und Ermedin Demirović warm anziehen.