
Dritter Sieg in Serie festigt Rang drei: Hoffenheim auf Champions-League-Kurs
Die TSG Hoffenheim siegt auch in Frankfurt und spielt die zweitbeste Saison ihrer Bundesliga-Geschichte. Nach dem dritten Sieg in Serie nimmt die Mannschaft von Christian Ilzer Kurs auf die Champions League.
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Top-Start für Hoffenheim ins Jahr 2026! Durch das 3:1 in Frankfurt fuhr die TSG im dritten Spiel 2026 den dritten Sieg ein. Schaut man auf die vergangenen zehn Bundesliga-Spiele, hat kein Team mehr Punkte gesammelt als die Kraichgauer. 23 Punkte in diesem Zeitraum werden noch nicht einmal vom FC Bayern überboten. Seit dem siebten Spieltag hat Hoffenheim nur ein einziges Mal verloren (beim 0:2 in Dortmund).
Es könnte eine historisch starke Spielzeit werden. 36 Punkte hat das Ilzer-Team bereits auf dem Konto - nur in ihrer Premierensaison 2008/09 waren es nach 19 Spieltagen noch drei Punkte mehr. Die Bestmarke ist auch noch in Reichweite, denn die Kraichgauer haben noch das Nachholspiel am Dienstag in Bremen in der Hinterhand. Erst dann haben sie 19 Spiele absolviert.

Moral als Faustpfand
Hoffenheim überzeugt nicht nur mit der drittstärksten Offensive der Liga, inzwischen hat Christian Ilzer es auch geschafft, die Defensive der Kraichgauer nachhaltig zu stabilisieren. Neun Gegentore in den letzten zehn Spielen werden von keinem Team der Liga unterboten, vier Mal wahrte man die weiße Weste.
Und wenn die TSG dann doch mal einen Gegentreffer kassiert oder gar in Rückstand gerät, kämpft sich die Mannschaft immer wieder mustergültig zurück. Vier Spiele hat man in dieser Saison bereits gewonnen, nachdem man zurückgelegen hat, so auch beim 3:1 in Frankfurt.
Christian Ilzer wusste um die Bedeutung des Sieges gegen die Eintracht: "Hier gewinnen nicht viele Mannschaften. Ab dem Rückstand haben wir ein tolles Spiel gezeigt – und konnten in der zweiten Hälfte nochmal richtig zulegen, sind wir ins Rollen gekommen. Es ist eine Riesenfreude."
>>> Zum Spielbericht des Hoffenheimers Sieg in Frankfurt

Clevere Transfers, breite Offensivabteilung
Der Transfersommer in Hoffenheim verlief äußert erfolgreich, die neu hinzugewonnen Spieler funktionieren auf Anhieb und stabilisieren wie Bernardo, Albian Hajdari oder Vladimir Coufal die Defensive. Auch die Rückkehr von Ozan Kabak nach 16-monatiger Leidenszeit sorgt für weitere Optionen in der Defensive.
Wouter Burger war nicht nur ein echtes Schnäppchen, er hat sich inzwischen im zentralen Mittelfeld zum Dreh- und Angelpunkt bei den Hoffenheimern entwickelt. Zehn Scorerpunkte stehen für ihn zu Buche, gegen Frankfurt sammelte er zwei Vorlagen. Die offensiven Optionen bei Hoffenheim sind so vielfältig, dass Shootingstar Bazoumana Toure nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup regelmäßig auf der Bank sitzt.
Tim Lemperle und Fisnik Asllani treffen zuverlässig und auch Altmeister Andrej Kramarić ist eine stete Gefahr für das Tor des Gegners, wie er beim 5:1 gegen Mönchengladbach eindrucksvoll bewies. "Wir haben viel Potenzial in der Truppe", weiß der Kroate und schiebt hinterher: "Ich träume und es ist einfach so, unser Ziel muss die Champions League sein. Ich habe keine Angst, so etwas zu sagen."
In der Saison 2018/19 liefen die Kraichgauer schon einmal in der Königsklasse auf. Sollte Hoffenheim seine aktuelle Topform auch im Nachholspiel gegen Werder Bremen unter Beweis stellen, ist die TSG einer der heißesten Anwärter auf einen Platz in der Champions League und Andrej Kramarićs Traum könnte in Erfüllung gehen.

