
TSG Hoffenheim auf dem Weg Richtung Champions League
Die Kraichgauer spielen eine bärenstarke Saison und wollen nach dem Sieg gegen Leverkusen jetzt in Frankfurt nachlegen, um einen weiteren Konkurrenten im Kampf ums internationale Geschäft zu distanzieren.
Hast du Andrej Kramarić in deinem Fantasy-Team?
Der jüngste 1:0-Erfolg der TSG Hoffenheim gegen Bayer 04 Leverkusen hat es deutlich bestätigt: Neben den weit enteilten Bayern ist die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer das Team der Stunde in der Bundesliga. Aus den letzten elf Bundesliga-Partien ging nur eine verloren. Mit einer Ausbeute von 26 Punkten aus diesen elf Spielen wird Hoffenheim in dieser Phase nur von einem Team übertroffen: Dem FC Bayern.
Durch den Heimsieg gegen Leverkusen steht Hoffenheim erstmals seit vier Jahren wieder in den Top drei der Tabelle und hat zudem noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Damit sind die Kraichgauer ein ernsthafter Anwärter auf einen Platz in der Champions League.

Champions-League-Träume nach Abstiegssorgen?
Mit weitem Abstand hat sich Hoffenheim im Vergleich zur letzten Spielzeit am meisten verbessert, ist aktuell zwölf Ränge besser platziert als am Ende der vergangenen Saison. Und das hat vor allem mit der in dieser Spielzeit stabilen Defensive der Kraichgauer zu tun. Vor allem durch die löchrige Defensive war Hoffenheim in der letzten Saison oft ein dankbarer Gegner, die 68 Gegentreffer wurden nur von Absteiger Kiel überboten.
Auch in dieser Spielzeit gab es hinten zunächst Probleme, in den ersten sechs Partien gab es zwölf Gegentreffer und kein Zu-Null-Spiel. Im Oktober in der Länderspielpause fand das TSG-Trainerteam dann hier einen Schlüssel: Kein anderes Team kassierte an den letzten zwölf Spieltagen so wenige Gegentore wie die TSG (neun), die in diesem Zeitraum vier Mal zu null spielte – das sind schon genauso viele Zu-Null-Spiele wie in der kompletten Vorsaison.

Und auch in Sachen Personal hat die TSG viele richtige Entscheidungen getroffen. Dabei vertraut Cheftrainer Ilzer auf einen relativ kleinen Kreis an Stammspielern, wobei die Neuzugänge aus dem Sommer 2025 eine besonders große Rolle spielen. Sieben von ihnen haben sich inzwischen fest in der Startelf etabliert – Vladimir Coufal, Leon Avdullahu, Wouter Burger, Bernardo, Fisnik Asllani, Tim Lemperle und Albian Hajdari – eine bemerkenswert starke Quote.
Burger ist dabei so etwas wie die Überraschung des Transfersommers aus Sicht der TSG. Der Mittelfeldspieler ist nicht nur enorm laufstark (im Schnitt 12,5 Kilometer pro Spiel), sondern auch offensiv brandgefährlich. Der Niederländer erzielte gegen Leverkusen sein viertes Saisontor und gab zudem bereits vier Torvorlagen. Und dann wäre da ja auch noch Andrej Kramarić. Der Altmeister traf zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach dreifach und steht ebenfalls schon bei sechs Saisontoren und drei Vorlagen.

Am Samstag geht's nach Frankfurt
Am Samstag gastiert Hoffenheim zum nächsten direkten Duell um die begehrten Champions-League-Plätze bei Eintracht Frankfurt. Dann soll im Deutsche-Bank-Park der nächste Schritt Richtung internationales Geschäft folgen. Es wäre der siebte Auswärtserfolg in dieser Saison.
