
Hoffenheim dreht Spiel in Frankfurt und festigt Champions-League-Platz
Die TSG Hoffenheim hat am 19. Spieltag der Bundesliga 3:1 (0:1) bei Eintracht Frankfurt gewonnen. Arnaud Kalimuendo (18.) hatte Frankfurt zunächst in Führung gebracht. Max Moerstedt (52.), Ozan Kabak (60.) sowie ein Eigentor von Aurèle Amenda (65.) sorgten für den Auswärtssieg der TSG, die damit weiter auf Champions-League-Kurs bleibt.
Im ersten Bundesligaspiel nach der Entlassung von Trainer Dino Toppmöller wollte Eintracht Frankfurt mit Interimscoach Dennis Schmitt einen Neuanfang starten. Auf der anderen Seite reiste die TSG Hoffenheim mit viel Selbstvertrauen in die Mainmetropole.
Das Team von Christian Ilzer hatte nur eines der letzten elf Bundesligaspiele verloren und sich auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben. Mit einem Sieg wollten die Kraichgauer ihre Position in den Champions-League-Rängen festigen. Die Eintracht hingegen kämpfte mit massiven Defensivproblemen – kein Team hatte in dieser Saison mehr Gegentore kassiert als die Adlerträger (39).
Kalimuendo bringt Frankfurt in Führung
Die Partie begann zunächst verhalten, ohne große Torchancen auf beiden Seiten. In der 5. Minute hatte Arnaud Kalimuendo die erste gute Möglichkeit für Frankfurt, als er nach einem Zuspiel von Ritsu Dōan aus spitzem Winkel an Oliver Baumann scheiterte.
In der 18. Minute war es dann soweit: Nach einem Ballverlust von Andrej Kramarić im Mittelfeld ging es schnell. Can Uzun chippte den Ball über die Hoffenheimer Abwehrkette, Kabak tauchte unter dem Ball durch und Arnaud Kalimuendo nahm die Kugel mit dem Oberschenkel an und traf halbhoch ins lange Eck zum 1:0. Fast im direkten Gegenzug hatte die TSG die Chance zum Ausgleich, doch Kabaks Kopfball nach einer Ecke von Burger landete nur am Pfosten (21.). Burger und Asllani hatten vor dem Seitenwechsel noch zwei gute Gelegenheiten, scheiterten aber jeweils an Kauã Santos.

Hoffenheim dreht das Spiel nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel kam Frankfurt zunächst gut aus der Kabine. Chaïbi prüfte Baumann mit einem Distanzschuss (48.). Doch dann schlug die TSG eiskalt zu. In der 52. Minute flankte Wouter Burger von der linken Seite in den Strafraum, und Max Moerstedt köpfte präzise zum Ausgleich ein. Frankfurt wirkte geschockt und kassierte nur acht Minuten später den nächsten Treffer. Nach einer Ecke von links flog der erste Ball noch raus, doch Burger bekam eine zweite Chance und fand den völlig freistehenden Ozan Kabak, der per Kopf die 2:1-Führung für Hoffenheim erzielte (60.).
Eintracht-Coach Schmitt reagierte sofort und brachte Larsson und Knauff für Chaïbi und Uzun, doch es kam noch schlimmer. In der 65. Minute kombinierte sich Hoffenheim über die rechte Seite in den Frankfurter Strafraum. Von der Grundlinie flankte Vladimir Coufal in Richtung Zentrum, und Aurèle Amenda fälschte den Ball unglücklich ins eigene Tor ab. Das 1:3 war die Vorentscheidung.
Man of the Match: Ozan Kabak
Ozan Kabak war der entscheidende Mann beim Hoffenheimer Erfolg. Der türkische Verteidiger erzielte nicht nur den wichtigen Treffer zum 2:1, sondern überzeugte auch mit seiner Defensivleistung. Bereits in der ersten Halbzeit hatte er Pech, als sein Kopfball nur den Pfosten traf.
Mit insgesamt 22 gewonnenen Zweikämpfen war er der beste Defensivspieler auf dem Platz und gewann beeindruckende 73 Prozent seiner Duelle. Mit drei Torschüssen zeigte er auch offensive Qualitäten. Durch seine Übersicht und sein Stellungsspiel war er ein wichtiger Stabilisator in der Hoffenheimer Defensive und trug maßgeblich zum Auswärtssieg bei.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Frankfurt 0,56 - Hoffenheim 1,74
Schnellster Spieler: Nathaniel Brown (SGE), 35,08 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Arnaud Kalimuendo (SGE), 12 Prozent
Most Pressed Player: Arnaud Kalimuendo (SGE), 21 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Alexander Prass (TSG), +2,31
Fantasy Heroes: Ozan Kabak (TSG Hoffenheim, 487 Punkte), Arnaud Kalimuendo (Eintracht Frankfurt, 259 Punkte), Bernardo (TSG Hoffenheim, 258 Punkte)
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