
Vorne Party, hinten Business: Bayern marschiert weiter
Bayern feiert das Spektakel seiner Offensivmänner, doch die Schlüsselszene ereignete sich in der 72. Minute – dort zeigte sich die ganze Routine eines Bayernspielers, der am 18. Spieltag mit dem "Kaiser" gleichzog.
Bayern kommt in Leipzig eindrucksvoll zurück
Das muss man erstmal schaffen als Torwart: Da gewinnt das eigene Team mit fünf Toren – und trotzdem steht nicht die Offensive, sondern man selbst im Mittelpunkt. Manuel Neuer absolvierte beim 5:1-Sieg in Leipzig sein 584. Pflichtspiel für den FC Bayern und zog damit mit Franz Beckenbauer gleich. Nur Thomas Müller, Sepp Maier, Oliver Kahn und Gerd Müller kamen häufiger für den deutschen Rekordmeister zum Einsatz.
Welchen Wert Neuer sportlich immer noch hat, zeigte sich vor allem in der 72. Minute. Leipzigs Yan Diomande tauchte frei vor dem Bayern-Kapitän auf, ein Treffer hätte das 2:2 bedeutet. Neuer blieb im Eins-gegen-Eins Sieger und entschärfte die große Ausgleichschance. "Das war natürlich wichtig", räumte der Keeper nach dem Spiel ein. "Da war das das Spiel noch nicht entschieden".

"Wir profitieren von der Präsenz"
Trainer Vincent Kompany hob nach der Partie hervor, wie wichtig Neuer für die Mannschaft auch abseits seiner Paraden ist: "Manuel bringt Energie in die Kabine. Wie er sich vorbereitet, ist einzigartig. Er ist immer im richtigen Moment da und hilft uns sehr. Manuel hat einen Ruf, den er sich verdient hat. Wir profitieren von der Präsenz, die er hat und man kann ihn nicht genug loben."
Neben dem Jubiläum im Tor schrieb auch die Offensive ihre Geschichten. Serge Gnabry erzielte sein 100. Tor für den FC Bayern und zog damit mit Lothar Matthäus gleich. Und dann feierte auch noch Jamal Musiala nach langer Verletzung sein Comeback.

Musiala mit Traum-Comeback
Der Offensivspieler war nach einer Ausrenkung des Sprunggelenks mit einem Bruch des linken Wadenbeins seit der Club-WM im letzten Sommer ausgefallen. Gegen Leipzig wurde er in der 87. Minute erstmals in dieser Saison wieder eingewechslet und lieferte nur eine Minute später: In der 88. Minute legte Musiala für Michael Olise auf, der zum 1:5-Endstand traf.
Viele schöne Geschichten also. Zumindest für jeden, der es mit den Bayern hält. Alle anderen werden sich fragen, wohin diese Dominanz noch führen soll. Schließlich spielte der Rekordmeister schon vor dem Comeback von Musiala eine Rekordsaison und ist auch nach dem 18. Spieltag weiter ungeschlagen – mit einem Torverhältnis von +57 Toren.
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