Belek - Eine kurze Pause gönnte Trainer Andre Breitenreiter seinen Spielern am sechsten Tag im türkischen Belek. Nach einem morgendlichen Lauf durch den Pinienwald trainierten die Kicker des SC Paderborn am Vormittag in zwei Gruppen. Anschließend konnten sie einen freien Nachmittag genießen. Breitenreiter zog derweil eine Zwischenbilanz zum Trainingslager und formulierte eindeutige Aufgaben in punkto Personal und Mentalität.

Die Vormittagseinheit war geprägt von einem sowie mehreren Spielformen. Nach intensiven Trainingszeiten und dem ersten Testspiel gegen Erzgebirge Aue (1:0) nahm der Coach dann wie geplant am Nachmittag das Tempo raus.

"Wir müssen gierig bleiben"

Zur Halbzeit des Trainingslagers gab Breitenreiter eine Vorschau auf die Rückrunde: "Wir müssen weiter hart arbeiten und gierig bleiben. Weil der Überraschungseffekt nun weg ist, brauchen wir mindestens die gleiche Einstellung wie in der Hinrunde. Wenn wir alles abrufen und uns voll auf unsere Stärken konzentrieren, haben wir eine realistische Chance auf den Klassenerhalt". Dabei sieht der Chef-Trainer durchaus Raum für Verbesserungen: "Wir verzeichnen vergleichsweise viele Flanken und Torschüsse, müssen aber den Ertrag aus diesen Situation steigern".

"Personelle Situation ist unbefriedigen"

In Sachen Personal gab es positive Neuigkeiten: Je nach weiterem Heilungsverlauf könnten Uwe Hünemeier, Rafa Lopez und Alban Meha am morgigen Montag wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Noch etwas Geduld braucht dagegen Mario Vrancic, dessen Verletzung an der Achillessehne zunächst ausheilen muss. Marvin Ducksch, der sich im Spiel gegen Aue eine Fraktur des Mittelfußknochens zugezogen hatte, wird in Belek bleiben und die Zeit im Kreise des Teams verbringen.

Aufgrund der Ausfälle und mehrerer Spieler, die nur reduziert trainieren können, wird der SCP zeitnah auf dem Transfermarkt aktiv werden. "Wir müssen schauen, wie wir uns verstärken. Die personelle Situation ist durch unglückliche Verletzungen aktuell leider unbefriedigend", betonte der Coach.