
Alle Trainerwechsel der Bundesliga-Saison 2025/26
Am Sonntag hat der 1. FC Köln die Trennung von Cheftrainer Lukas Kwasniok bekannt gegeben. Es ist der neunte Trainerwechsel der laufenden Spielzeit. bundesliga.de zählt alle Veränderungen auf.
Erik ten Hag (Leverkusen, nach dem 2. Spieltag)
Es waren große Fußstapfen, in die der Niederländer nach dem Abschied von Meisterttrainer Xabi Alonso im vergangenen Sommer treten sollte. Doch rund wollte es für ten Hag bei Bayer 04 Leverkusen nicht laufen. Der Vizemeister startete mit nur einem Punkt aus den Begegnungen gegen die TSG Hoffenheim und SV Werder Bremen.
Auch zwischen Trainer und Mannschaft soll es nicht immer gefunkt haben. Nach dem zweiten Spieltag endete die Zusammenarbeit am 1. September 2025. Mit Kasper Hjulmand wurde eine Woche nach der Trennung der neue Coach präsentiert. Ten Hag ist derweil technischer Direktor bei Twente Enschede.
Gerardo Seoane (Mönchengladbach, nach dem 3. Spieltag)
Zwei Jahre war Gerardo Seoane bei Borussia Mönchengladbach als Cheftrainer im Dienst. Der 47-Jährige hatte die "Fohlen" im Sommer 2023 übernommen. Im September 2025 wurde die Zusammenarbeit beendet. Gladbach war mit nur einem Punkt aus drei Spielen in die Spielzeit gestartet, saisonübergreifend blieb die Borussia beim 0:4 gegen Werder Bremen aber zum zehnten Mal in Serie ohne Sieg.
Zu wenig für Seoane, der nur einen Punkteschnitt von 1,22 in seiner Amtszeit am Niederrhein erzielte. Auf den Schweizer folgte Eugen Polanski, zunächst als Interims-, später als Chefcoach. Seoane ist mittlerweile bereits zum zweiten Mal in der Schweiz bei den Young Boys in Bern tätig.
Paul Simonis (Wolfsburg, nach dem 10. Spieltag)
Der Niederländer wurde im Sommer als neuer Trainer bei den "Wölfen" vorgestellt – er kam mit der Empfehlung, die Go Ahead Eagles Deventer mit dem Pokalsieg zum ersten Titel seit 92 Jahren geführt zu haben. Doch der Saisonstart verlief nicht so wie erhofft. Nach zehn Spieltagen standen gerade einmal zwei Saisonsiege auf dem Konto, dazu kam noch das Zweitrunden-Aus im Pokal.
Simonis musste gehen und Daniel Bauer übernahm zunächst kommissarisch. Tatsächlich kehrte der Erfolg zunächst zurück. Sieben Punkte sammelte der VfL in den folgenden vier Spielen. Kurz vor Weihnachten folgte die Entscheidung, Bauer das Vertrauen als Cheftrainer auszusprechen.
Sandro Wagner (Augsburg, nach dem 12. Spieltag)
Die Verpflichtung des ehemaligen Mittelstürmers wurde als Transfer-Coup gefeiert. Doch so richtig wollten Wagner und der FC Augsburg nicht zusammen passen. Mit drei Siegen aus zwölf Spielen lagen die Fuggerstädter Anfang Dezember auf Rang 14, zwei Zähler vor dem Relegationsplatz. Im Pokal gab es zudem das frühe Aus gegen den VfL Bochum 1848.
Am 1. Dezember einigten sich beide Parteien auf eine Trennung. Wagner hatte zu diesem Zeitpunkt einen Punkteschnitt von 0,93 erreicht. Mit Manuel Baum wurde eine interne und eine alt bekannte Lösung gefunden. Baum war schon von 2016 bis 2019 Cheftrainer beim FCA.
Bo Henriksen (Mainz, nach dem 12. Spieltag)
Acht mal in Serie war der 1. FSV Mainz 05 nach dem 4:1-Triumph beim FC Augsburg in der Liga sieglos geblieben. Die Rheinhessen rutschten damit nach dem 12. Spieltag auf den letzten Tabellenplatz. Es folgte die Trennung von Bo Henriksen. Nach knapp zwei Jahren musste der Däne, der Mainz zuvor in den internationalen Wettbewerb geführt hatte, wieder gehen.
Für das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach übernahm Benjamin Hoffmann, eine Woche nach der Trennung von Henriksen wurde mit Urs Fischer der Nachfolger präsentiert. Der Schweizer führte die Nullfünfer mit ruhiger Hand aus dem Tabellenkeller.
Dino Toppmöller (Frankfurt, nach dem 18. Spieltag)
Zweieinhalb Jahre leitete der 45-Jährige die Geschicke bei Eintracht Frankfurt. Der ehemalige Stürmer führte die Hessen unter anderem in die Champions League. In dieser Spielzeit lief es bei der Eintracht dann aber nicht mehr rund. Auf den 4:3-Erfolg beim 1. FC Köln im November folgte nur ein weiterer Sieg. Nach dem 3:3-Unentschieden gegen Bremen und dem frühen Aus in der Champions League war für Toppmöller Schluss.
Zunächst wurde die Mannschaft von den Nachwuchstrainern Dennis Schmitt sowie Alex Meier betreut. Am 2. Februar übernahm der Spanier Albert Riera das Amt. Der 43-Jährige arbeitete zuletzt in Slowenien für NK Celje.
Horst Steffen (Bremen, nach dem 20. Spieltag)
Am Ende fehlte den Verantwortlichen von Werder Bremen die Überzeugung, dass Horst Steffen mit dem SV Werder Bremen noch die Wende schaffen würde. Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag trennte sich der Bundesligist von seinem Cheftrainer.
Steffen war im vergangenen Sommer von der SV Elversberg an den Osterdeich gewechselt. Zuletzt war Bremen zehn Mal in Folge ohne Sieg geblieben. Nach dem Interimsduo aus den bisherigen Co-Trainern Raphael Duarte und Christian Groß übernahm zum 20. Spieltag Daniel Thioune als neuer Chefcoach.
Daniel Bauer (Wolfsburg, nach dem 25. Spieltag)
Und nochmal der VfL Wolfsburg! Der anfängliche Aufschwung unter dem zur Dauerlösung ernannten Daniel Bauer war nicht nachhaltig. Der Simonis-Nachfolger gewann nur eins der ersten zehn Spiele nach dem Jahreswechsel, kassierte unter anderem eine 1:8-Packung in München. Nach nur zwei Punkten aus acht sieglosen Spielen war nach dem 1:2 gegen den HSV Schluss für Bauer.
Dritter Cheftrainer der Wölfe in dieser Saison wurde Vereinslegende Dieter Hecking. Der Vizemeister und Pokalsieger von 2015 übernahm den VfL Anfang März und punktete im ersten Spiel bei Champions-League-Anwärter Hoffenheim (1:1).
Lukas Kwasniok (Köln, nach dem 27. Spieltag)
Das denkwürdige 3:3 im 100. Bundesliga-Rheinderby bot so ziemlich alles - nur einmal mehr keine drei Punkte für den 1. FC Köln. Genau die hatte die sportliche Leitung nach zuvor nur zwei Siegen in 17 Spielen aber von Lukas Kwasniok und seiner Mannschaft gefordert. Weil der Dreier mal wieder ausblieb, musste der im Sommer installierte Bundesliga-Neuling vor der Länderspielpause gehen.
Kwasniok hatte sich bis zuletzt kämpferisch gezeigt und zurecht auf den stets erkennbaren Willen seiner Mannschaft verwiesen. Folgerichtig warfen die Domstädter nicht alles über den Haufen, sondern setzten Kwasnioks bisherigen Assistenten René Wagner als Interimstrainer ein. Der 37-Jährige soll den abstiegsbedrohten Aufsteiger zum Klassenerhalt führen.










