
Die Trainerstimmen zum 24. Spieltag
Das sagen die Coaches zum Bundesliga-Wochenende: Alle Stimmen in der Übersicht.
Merlin Polzin (Hamburg): "Wir waren heute im Großen und Ganzen zu weit weg von dem, was unser Limit ist. Wir sind gut ins Spiel reingekommen, erzielen dann auch ein super schönes Tor und waren dann nicht mehr ganz so scharf. Am Ende verliert ein Aufsteiger gegen einen Champions-League-Aspiranten."
Ole Werner (Leipzig): "Ich glaube wir haben die ganze Zeit über das Spiel kontrolliert. Wir haben nach dem 0:1 gut reagiert. Das spricht für die Moral und die Ruhe, die die Mannschaft heute ausgestrahlt hat. Wir sind bei unserem Plan geblieben und hätten das Spiel sicher früher entscheiden müssen."
Eintracht Frankfurt - SC Freiburg 2:0
Albert Riera (Frankfurt): "Wenn man gewinnt, spielt man nie perfekt, so war es auch heute. Defensiv wissen alle Spieler, was sie tun müssen. Nach vorn haben wir uns manchmal die Räume selber zugestellt. Fehler gehören aber dazu, wir sind keine Maschinen. Die Spieler und ich vertrauen aber dieser Spielweise."
Julian Schuster (Freiburg): "Wir hatten nicht viele enge Momente, die wir besser hätten nutzen können. Es waren einfach zu wenige. Wir haben uns mit Ball mehr vorgenommen, wir hatten eine gute Mischung aus Ball halten und tiefer abwarten. Es ist ärgerlich, dass erste Gegentor nach einer eigenen Spieleröffnung zu kassieren."
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 4:0
Sebastian Hoeneß (Stuttgart): "Die erste Halbzeit war stark und ich denke, das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung. Wir hätten am Ende vielleicht noch etwas konsequenter spielen können."
Daniel Bauer (Wolfsburg): "Wir haben in der ersten Halbzeit Fehler wiederholt, die wir in den letzten Wochen immer wieder angesprochen hatten. Wir haben klare Prinzipien, wie wir verteidigen wollen, und die haben wir heute über Bord geworfen. Wir müssen einfach ein anderes Mindset an den Tag legen."

Borussia Dortmund - FC Bayern München 2:3
Niko Kovač (Dortmund): "Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion auf die letzten Ergebnisse gezeigt und alles auf dem Platz gelassen. Nach der Führung in der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel eigentlich im Griff, aber gegen eine Qualität wie die der Bayern darfst du dir keine Unkonzentriertheiten erlauben. Das war für uns ein All-in-Spiel, um im Titelrennen dranzubleiben. Dass wir am Ende ohne Punkte dastehen, ist aufgrund des Aufwands extrem bitter.“
Vincent Kompany (Bayern): "Wir wussten um die Bedeutung dieses Klassikers und die Atmosphäre in Dortmund. In der ersten Halbzeit haben wir uns gegen die kompakte Defensive schwergetan, aber nach der Pause haben wir die Räume besser genutzt. Natürlich sind wir zufrieden mit diesem Sieg. Egal wo du stehst in der Liga, egal ob drei Punkte vorne oder zehn Punkte hinten, wenn du dieses Spiel gewinnst, ist es ein Mini-Titel. Alles andere fängt ab Montag wieder auf Null an und wir versuchen so weit wie möglich diese Grenze wieder höher zu bringen."
SV Werder Bremen - 1. FC Heidenheim 2:0
Daniel Thioune (Bremen): "Natürlich freue ich mir sehr darüber. Ich freue mich aber ein Stück mehr, dass diese Mannschaft dann doch nach dieser Achterbahnfahrt belohnt hat. Sie hat lange nicht mehr das Gefühl gehabt erfolgreich zu sein. Ich freue mich unfassbar für diese Mannschaft. Diese Mannschaft musste sehr viel aushalten. Es aber nur der Anfang."
Frank Schmidt (Heidenheim): "Die ersten 35 Minuten hatten wir eine hohe Fehlerquote. Wir hätten die Gunst der Stunde nutzen und nach den vergebenen Werder-Chancen in Führung gehen müssen. Es wäre schon mehr als ein Wunder, wenn wir da unten noch einmal rauskommen würden."
Borussia Mönchengladbach - 1. FC Union Berlin 1:0
Eugen Polanski (Gladbach): "Es war ein verdienter Sieg. Wir mussten heute sehr lange ein hartes Brett bohren, und das hieß Union Berlin. Am Ende haben wir es zum Glück durchgebohrt bekommen. Ich bin froh, dass die Mannschaft auch den spielerischen Ansatz gezeigt hat, ohne das Kämpferische zu vernachlässigen."
Steffen Baumgart (Union): "Am Ende hat der Gegner ein Tor gemacht, wenn auch glücklich. Fakt ist, dass Gladbach es heute eher verdient hat als wir. Ich bin schon jemand, der damit umgehen kann, eine Niederlage einzustecken. Aber heute war es ein wirklich enttäuschender Auftritt unserer Mannschaft."

TSG Hoffenheim - FC St. Pauli 0:1
Christian Ilzer (Hoffenheim): "In den Heimspielen sind wir oft mit der ersten Chance in Führung gegangen und das hat die Spiele leichter gemacht. Diesmal sind wir kurz vor dem Pausenpfiff in Rückstand gegangen In puncto Willen kann ich meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit keinen Vorwurf machen und es ist auch noch Pech dazugekommen mit Ozan Kabaks Lattentreffer."
Alexander Blessin (St. Pauli): "Ich bin wahnsinnig glücklich – nicht nur über die drei Punkte, sondern auch über unsere Leistung, die wir abgeliefert haben. Wir wussten, dass wir heute an unsere Grenzen gehen müssen. Wir sind sehr froh, aber wissen, dass wir noch viel zu tun haben."
Bayer 04 Leverkusen - 1. FSV Mainz 05 1:1
Kasper Hjulmand (Leverkusen): "Wir haben eigentlich alles verlust. Wir haben viele Spieler im Programm und das ist gerade auch ein Management mit den Spielern. Es ist eine Sache nicht zu gewinnen, aber so eine Verletzung für einen Spieler wie Arthur ist sehr hart."
Urs Fischer (Mainz): "Ich finde es schade, dass wir uns nicht mit drei Punkten für eine tolle Leistung belohnt haben. Es war besonders in der ersten Halbzeit top. Die Mannschaft hat eigentlich alles umgsetzt, wie wir es besprochen haben."
Manuel Baum (Augsburg): "Es ist schön zu sehen wie sich die Jungs von Spiel zu Spiel reinbeißen. Wir haben gute Spieler, die wir immer stärken und in gute Situationen bringen zu wollen. Am Ende ist es auch wichtig, sich als Trainer nicht zu wichtig zu nehmen. Aus meiner Sicht war es ein verdienter Sieg. Die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir immer wieder einfordern."
Lukas Kwasniok (Köln): "An dieser Niederlage haben wir zu knabbern. Es war ein zerfahrenes Spiel, wir hatten eine Kopfballchance nach einem Eckball. Das Spiel ging tendenziell in unsere Richtung und wir kassieren dann das Gegentor. Ohne die ganz klaren Chancen zu haben, laufen wir dem Rückstand hinterher. Das beschreibt unsere jetzige Situation ganz gut. Wir haben aber immer das Gefühl, ein Spiel gewinnen zu können."
