
Joker Chaïbi und Bahoya schießen Frankfurt zum Heimsieg gegen Freiburg
Die Eintracht setzt sich im Duell der Tabellennachbarn mit 2:0 (0:0) durch und überholt den SC Freiburg damit in der Tabelle. Nachdem die erste Halbzeit trotz Chancen auf beiden Seiten torlos blieb, brachte Einwechselspieler Farès Chaïbi (64.) die Gastgeber in Führung. Jean-Mattéo Bahoya machte mit einem gefühlvollen Heber den Deckel drauf.
Es war ein Duell der Tabellennachbarn mit Blick auf die europäischen Plätze. Eintracht Frankfurt empfing als Tabellenachter den siebtplatzierten Sport-Club Freiburg, wobei beide Mannschaften noch Chancen auf eine Teilnahme am internationalen Geschäft hatten.
Die Eintracht musste nach der ersten Niederlage unter dem neuen Trainer Albert Riera gegen den FC Bayern München Wiedergutmachung leisten. Frankfurt stellte Jonathan Burkardt in die Startelf, der erstmals seit seiner Verletzungspause wieder von Beginn an ran durfte und gegen Freiburg bereits viermal in seiner Karriere getroffen hatte.
Früher Schock für die Eintracht
Die Partie begann mit einem frühen Schockmoment für die Gastgeber. Bereits in der ersten Minute kollidierte Frankfurts Torhüter Kauã Santos bei einer Rettungsaktion mit Freiburgs Igor Matanović und verletzte sich dabei am Knie.
Nach kurzer Behandlung war klar: Santos konnte nicht weiterspielen. In der 5. Minute kam Michael Zetterer für den Brasilianer ins Spiel. Trotz des frühen Rückschlags übernahm Frankfurt zunehmend die Kontrolle. In der 24. Minute prüfte Nathaniel Brown mit einem satten Schuss Freiburgs Keeper Noah Atubolu, der auch Burkardts Nachschuss stark parierte.
Fünf Minuten später war es Arnaud Kalimuendo, der nach einem schönen Pass von Mario Götze am glänzend reagierenden Atubolu scheiterte.
Matanović trifft den Pfosten
Kurz vor der Pause hätten beinahe die Gäste zugeschlagen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit köpfte der ehemalige Frankfurter Matanović nach einer präzisen Flanke von Christian Günter an den Pfosten – Glück für die Eintracht.
Mit 0:0 ging es in die Kabinen, obwohl Frankfurt die deutlich besseren Chancen hatte. Die Statistik zeigte nach 45 Minuten drei Torschüsse der Gastgeber, während Freiburg bis auf Matanovićs Pfostentreffer kaum gefährlich wurde. Mit 60 Prozent Ballbesitz dominierten die Hessen das Spielgeschehen.
Chaïbi sticht als Joker
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. In der 50. Minute prüfte Vincenzo Grifo nach schöner Vorarbeit von Yuito Suzuki den aufmerksamen Zetterer. Frankfurt-Coach Riera reagierte in der 63. Minute mit einem Doppelwechsel: Ritsu Dōan und Farès Chaïbi kamen für Götze und Oscar Höjlund.
Eine goldrichtige Entscheidung: Nur 42 Sekunden nach seiner Einwechslung nutzte Chaïbi einen Fehlpass der Freiburger im Spielaufbau und traf nach einem Doppelpass mit Nnamdi Collins unhaltbar ins lange Eck zum 1:0 (64.).
Bahoya macht den Deckel drauf
Freiburg versuchte zu reagieren und brachte in der 72. Minute Derry Scherhant und Cyriaque Irié für Grifo und Lucas Höler. Doch die Eintracht blieb die gefährlichere Mannschaft. In der 74. Minute scheiterte Kalimuendo an Atubolu.
Sieben Minuten später fiel dann die Entscheidung: Jean-Mattéo Bahoya nahm eine Vorlage von Chaïbi perfekt auf und lupfte den Ball aus halblinker Position über Atubolu hinweg ins lange Eck - ein Treffer von höchster technischer Qualität zum 2:0 (81.). In der Schlussphase hätte Frankfurt sogar noch erhöhen können, aber Kalimuendo fand erneut seinen Meister in Atubolu (88.).
Spieler des Spiels: Farès Chaïbi
Mit seiner Einwechslung veränderte Chaïbi das Spiel komplett. Der Algerier brauchte nur 42 Sekunden, um die Frankfurter Führung zu erzielen. Sein präziser Abschluss ins lange Eck nach einem Doppelpass mit Collins war unhaltbar für Atubolu.
Doch damit nicht genug: In der 81. Minute lieferte er auch noch die Vorlage zum entscheidenden 2:0 durch Bahoya. Chaïbi bewies damit eindrucksvoll seinen Wert für die Mannschaft und wurde verdient zum Spieler des Spiels gewählt. Die Freiburger Defensive bekam den flinken Mittelfeldspieler in seinen 27 Einsatzminuten nicht in den Griff.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Frankfurt 1,36 - Freiburg 0,53
Schnellster Spieler: Jean-Mattéo Bahoya (SGE), 34,05 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:0 von Jean-Mattéo Bahoya (SGE), 3,5 Prozent
Most Pressed Player: Jean-Mattéo Bahoya (SGE), 24 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Aurèle Amenda (SGE), +4,27
Fantasy Heroes: Jean-Mattéo Bahoya (366 Punkte), Aurèle Amenda (300), Nathaniel Brown (260)

