Alphonso Davies ist der schnellste Spieler der Bundesliga - © Alexander Hassenstein/Getty Images
Alphonso Davies ist der schnellste Spieler der Bundesliga - © Alexander Hassenstein/Getty Images
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Zwischenbilanz: Die Top-5 Sprinter der Saison

Die Saison 2020/21 hat den Zuschauern bereits viele spektakuläre Auftritte geboten. Dabei ragten einige Spieler besonders heraus. Während sich die Bundesliga in der Weihnachtspause befindet, wirft bundesliga.de einen Blick auf die besten Spieler in verschiedenen Kategorien. Diesmal: Die Top-5 Sprinter.

Das Fußball wird an der Spitze immer schneller. Das sind die schnellsten Spieler der bisherigen Bundesliga-Saison.

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Platz 5: Dayot Upamecano (35,39 km/h)

RB Leipzig verfügt aktuell über die beste Defensive der Bundesliga: Die Sachsen haben bis zur Weihnachtspause erst neun Gegentreffer zugelassen! Einer der Hauptverantwortlichen dafür ist Dayot Upamecano. Das "Biest", wie Coach Julian Nagelsmann ihn mal genannt hat, in der Leipziger Innenverteidigung ist nicht nur im Zweikampf (63,78 Prozent gewonnene Duelle) ein Wucht: 35,39 km/h hat der 22 Jahre alte Franzose in dieser Saison bereits auf den Rasen gebracht.

In den meisten Fällen muss der Franzose nicht mal ins Tackling gehen: Aufgrund seines Tempos und seiner Physis läuft er gegnerischen Stürmern oft einfach ab und schnappt sich dann den Ball. Upamecano ist der Abwehrchef der Leipziger, lief in zwölf der 13 möglichen Bundesligaspiele auf und erzielte am 5. Spieltag beim 2:1-Sieg gegen Hertha BSC ein Saisontor. Ralf Rangnick holte das 1,86 Meter große Abwehrtalent im Januar 2017 einst von Salzburg nach Sachsen und bringt es gut auf den Punkt: "Weglaufen tut ihm keiner."

Platz 4: Silas Wamangituka (35,42 km/h)

Etwas flotter als Upamecano ist Silas Wamangituka vom VfB Stuttgart: Der Rookie des Monats November, der für Dezember erneut nominiert wurde, bringt es auf 35,42 km/h. "Er ist schnell, wird immer sicherer am Ball, der erste, der zweite Ballkontakt passen immer mehr, er verliert weniger Bälle, hat ein immer besseres Timing für die Tiefe - er ist auf einem sehr guten Weg", schwärmt sein Trainer Pellegrino Matarazzo vom 1,89-Meter-Schlaks. Mit 362 Sprints ist die Nummer 14 des Aufsteigers der sprintstärkste Akteur des VfB.

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Mit zehn Torbeteiligungen (sieben Treffer und drei Assists) ist der Kongolese der auffälligste Akteur in der Offensive der Schwaben. Alleine im Dezember traf Wamangituka vier Mal - nur Weltfußballer Robert Lewandowski traf öfter (fünf Tore). Gegen Bremen und den BVB schnürte der 21-Jährige seine ersten beiden Doppelpacks in der Bundesliga. Die Entwicklung des variabel einsetzbaren Flitzers, er kann rechts, links oder gar in der Spitze agieren, sei noch lange nicht erreicht, er wolle laut Matarazzo "weiterkommen und ist lernwillig. Der Junge verfügt über ein unfassbares Talent."

Platz 3: Rabbi Matondo (35,66 km/h)

Der FC Schalke 04 erlebt bislang eine bittere Saison, steht mit vier Zählern auf dem letzten Platz in der Tabelle. Seit 29 Spielen warten die königsblauen auf einen Sieg. Ein möglicher Lichtblick für die Knappen könnte Rabbi Matondo sein. Der walisische Flügelflitzer hat in dieser Saison mit Knieproblemen zu kämpfen und stand unter anderem deshalb erst drei Mal auf dem Feld. Zu was der 20-Jährige fähig ist, zeigte er am 12. Spieltag gegen den SC Freiburg, als er 35,66 km/h auf den Rasen brannte. Er ist Schalkes schnellster Spieler in dieser Bundesliga-Saison. Auch auf ihn wird es im Abstiegskampf der Gelsenkirchener ankommen.

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Platz 2: Kingsley Coman (35,68 km/h)

Seit dem Sieg im Champions League Finale gegen Paris Saint-Germain, als Kingsley Coman per Kopf den Siegtreffer für den FC Bayern München gegen seinen Jugend-Club erzielte, blüht der Franzose so richtig auf: Bereits sieben Tore legte Coman in dieser Bundesliga-Saison auf und ist zusammen mit Thomas Müller der beste Vorbereiter 2020/21.

Schnell war Coman ja schon immer, in der laufenden Bundesliga-Saison kam er bislang auf 35,68 km/h. Da "Coco" seit längerer Zeit von Verletzungen verschont bleibt, wird sein Gesamtpaket immer größer: Für einen Offensivspieler gewann er sehr gute  55 Prozent seiner vielen Zweikämpfe. Im Abschluss hat sich der 24 Jahre alte Franzose zudem auch verbessert, erzielte  bereits zwei Saisontore.

Platz 1: Alphonso Davies (35,94 km/h)

Schneller als "Coco" war in der laufenden Saison nur einer: "Phonzie", der Roadrunner der Bayern. Alphonso Davies, der schon 2019/20 der schnellste Akteur der Bundesliga war, ist auch nach den ersten 13 Spieltagen ganz oben: Zwar brachte es der Kanadier verletzungsbedingt in dieser Saison erst auf sechs Einsätze. Doch der 20-Jährige zeigte sich spritzig wie eh und je. Mit 35,94 km/h war er bislang schnellster Spieler dieser Bundesliga-Saison. Darüber hinaus wurde Davies von der FIFA in die FIFPRO World XI, der Weltauswahl der besten elf Spieler, 2020 gewählt.

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"Alphonso spielt mit einer unglaublichen Power. Er steht zwar manchmal nicht ganz richtig auf dem Platz, aber wenn sein Gegenspieler denkt, er habe etwas Zeit, kommt der FC-Bayern-Roadrunner und klaut ihm einfach den Ball", fasst Thomas Müller das Spiel des Linksverteidigers des FCB amüsant zusammen und vergleicht ihm mit einer unfassbar schnellen Zeichentrick-Figur der Looney Tunes. Auch in dieser Saison hecheln dem Roadrunner einige flinke "Kojoten" in der Bundesliga hinterher - einfangen oder gar überholen werden sie ihn wohl aber ebenso wenig wie im Cartoon der Warner Bros.

Wurde von der FIFA in die World XI 2020 gewählt: Alphonso Davies - Pool/Marco Donato-FC Bayern/Pool via