
Teamcheck TSG Hoffenheim: Mit breiten Schultern!
Am 28. August geht es endlich wieder los! Vor dem Auftakt nimmt bundesliga.de alle Vereine im Teamcheck unter die Lupe, diesmal: die TSG Hoffenheim. Die TSG tritt nach einer starken Saison mit einem noch vielseitigeren Kader an – sowohl quanti- als auch qualitativ.
Nachdem sich Hoffenheim in der vorletzten Spielzeit noch mitten im Abstiegskampf befunden hatte, konnte Trainer Christian Ilzer in der vergangenen erfolgreich die Trendwende einleiten, und die TSG – nur einen Punkt hinter den Champions-League-Plätzen – wieder in die Europa League führen.
Nun gehen die Kraichgauer stark besetzt in diese Saison. Mit Bazoumana Traoré und Grischa Prömel verließen zwei Leistungsträger die Mannschaft zwar, Hoffenheim konnte sich aber mehrere vielversprechende Zugänge sichern. Während es lange so aussah, als ob mit dem noch fehlenden Fisnik Asllani ein weiterer Starakteur wechseln würde, blieb der Torjäger der TSG schließlich sogar ebenfalls noch erhalten.

Sinnvolle Verstärkungen – stabiles Gerüst
Mit Youngster Nathan De Cat reagierten die Blau-Weißen auf den Prömel-Transfer, mit den beim VfL Wolfsburg Bundesliga-erprobten Adam Daghim und Patrick Wimmer auf den von Touré. Auch Mats Rots zeigte in der Vorbereitung, dass er hinten links eine Sofortverstärkung sein kann. Die talentierten Cajetan Lenz und Alessandro Vogt bringen derweil Potenzial für die Zukunft mit. Einige Langzeitverletzte wie Adam Hložek, Koki Machida und Valentin Gendrey fühlten sich im Sommer außerdem wie Neuzugänge an.
So weist Hoffenheim auf fast jeder Position mindestens eine Doppelbesetzung auf, die leistungstechnisch einiges verspricht. Dabei verfügt Ilzer zudem über Spielermaterial, das ihm verschiedene Herangehensweisen an Partien ermöglicht.
Der wichtigste Neuzugang: Nathan De Cat
Erst 18 Jahre alt, dürfte De Cat direkt als unbestrittener Stammspieler gefragt sein. Neben Wouter Burger soll der Belgier, der auch schon für die Nationalmannschaft debütierte, das TSG-Spiel lenken.
So nimmt De Cat bereits sehr früh eine sehr verantwortungsvolle Rolle ein. Neben Burgers Souveränität im Mittelfeldzentrum könnte ebenso Routinier Andrej Kramarić den 1,92-Meter-Mann jedoch spielerisch entlasten.

Der Schlüsselspieler: Wouter Burger
Weil Kramarić wegen einer Leisten-OP noch keine Option darstellt, geht Burger zunächst voran. Dem 25 Jahre alten Niederländer kommt – neben De Cat – erstmal klar die Aufgabe des Spielmachers zu, außerdem vor dem tendenziell defensiv agierenden Leon Avdullahu die Verbindungsrolle zwischen Angriff und Verteidigung.
Im Vergleich zu Abwehr und Sturm kommt die Mitte des Felds beim Ilzer-Team desweiteren am wenigsten breit daher, zumindest solange Kramarić noch ausfällt. Mit Burger steht und fällt das Hoffenheimer Spiel.
Die mögliche Startelf
Das Anfangspersonal der TSG scheint vor dem 1. Spieltag in Deutschlands höchster Fußballliga beim 1. FC Köln fast festzustehen. Nur in der Offensive liefern sich Daghim, Max Moerstedt und Bambasé Conté ein enges Rennen.
In den kommenden Wochen dürfte es nach der Rückkehr von Asllani, Kramarić und dem erstmal Gelb-Rot-gesperrten Tim Lemperle mehrere Änderungen geben.
Voraussichtliche Aufstellung am 1. Spieltag:
Baumann - Coufal, Kabak, Hajdari, Rots - De Cat, Avdullahu, Burger - Daghim, Hložek, Wimmer