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Leonardo Bittencourt: Ein Straßenfußballer beim SV Werder Bremen

Leonardo Bittencourt hat sich seinen Stammplatz beim SV Werder Bremen zurückerobert. Der 26-Jährige ist ein echter Straßenfußballer und seine Stärken sind am Wochenende im schweren Auswärtsspiel beim FC Bayern München gefragt.

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Es gibt ihn noch, den berühmten Typus des Straßenfußballers. In der Bundesliga gehört Leonardo Bittencourt zu den Paradebeispielen eines solchen leidenschaftlichen, fleißigen und zugleich technisch starken Fußballspielers. Der 26-Jährige hat sich beim SV Werder Bremen seinen Stammplatz zurückerobert, nachdem er in der Endphase der vergangenen Saison nur Einwechselspieler war. Auch im Auswärtsspiel beim FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr) kommt es nun auf Bittencourt an.

Seit dem 2. Spieltag stand Bittencourt stets in der Bremer Startelf. In den vergangenen Wochen verhalf er seinem Verein mit wichtigen Toren zu Punkten: Gegen Bielefeld erzielte er das Goldene Tor zum 1:0-Sieg und gegen Köln per Strafstoß den Treffer zum 1:1 Endstand. Mit zwei Treffern ist er nun hinter Niclas Füllkrug (vier) bereits zweitbester Bremer Torschütze 2020/21. Gleiches gilt auch für das Kalenderjahr 2020 (Füllkrug sechs Bundesliga-Treffer, Bittencourt vier – wie Yuya Osako).

In der Saison 2019/20 spielte Bittencourt noch auf Leihbasis in Bremen. Nach dem Klassenerhalt griff eine Klausel, die die Bremer verpflichtete, ihn von Hoffenheim zu kaufen. Bittencourt ist froh, dass es so gekommen ist, verriet er im Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Ich fühle mich sehr wohl in Bremen. Gerade ich habe gemerkt, wie schnell sich alles im Fußball ändern kann. Ich bin sehr froh, dass ich jetzt fest hier bin, weil wir die Klasse gehalten haben", sagte der Offensivmann.

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Bittencourt spielte meistens rechts offensiv, kam aber auch schon im Angriff und im zentralen Mittelfeld (als Achter oder Zehner, einmal sogar auf der Doppelsechs) zum Einsatz. Er agiert in der Regel enorm fleißig und führt viele Zweikämpfe, von denen er in dieser Saison ordentliche 49 Prozent für sich entschied.

Fleißig, trickreich, torgefährlich: Leonardo Bittencourt - Alexander Scheuber/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images

Der beidfüßige, schnelle und dribbelstarke Mittelfeldspieler ist der Sohn von Franklin Bittencourt, der 61 Bundesliga-Spiele für den VfB Leipzig und Energie Cottbus bestritt (sechs Tore, dazu 36 Tore in 127 Zweitliga-Spielen für den VfB und Energie). Sein Vater war in Cottbus jahrelang Publikumsliebling.

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Auch Bittencourt hat das Zeug zum Fan-Favoriten. Erst recht, wenn er weiter entscheidende Tore schießt, wie zuletzt gegen Bielefeld und Köln. Sollte ihm ein entscheidender Treffer auch in München gelingen, hätte der Straßenfußballer Bittencourt endgültig seinen Platz in den Herzen der Grün-Weißen Anhänger sicher.