Die SpVgg Greuther Fürth ist nach acht Jahren zurück in der Bundesliga - © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink via www.imago-images.de/imago images/Zink
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Willkommen zurück in der Bundesliga, SpVgg Greuther Fürth!

Die SpVgg Greuther Fürth hat am 34. Spieltag durch einen 3:2-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf den Aufstieg perfekt gemacht und kehrt damit in die Bundesliga zurück. Der deutsche Meister von 1914, 1926 und 1929 spielte 2012/13 erstmals in der Beletage des deutschen Fußballs.

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Nachdem die SpVgg Greuther Fürth die Hinrunde noch auf Platz fünf beendet hatte, präsentierte sich die Mannschaft von Stefan Leitl in der Rückserie als stärkstes Team der 2. Bundesliga. Der 43-Jährige, seit nunmehr zwei Jahren im Amt, hat die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt, in seiner ersten Saison von Platz zehn auf den siebten Tabellenplatz geführt. Nun folgte als nächster Schritt der Aufstieg. "Wir sind sehr gelassen in allem, was wir tun, und auch überzeugt von dem, was wir tun", sagt Leitl in seiner entspannten, aber bestimmten Art.

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Leitl hat dabei eine Mannschaft geformt, die vor allem offensiv zu überzeugen wusste: Das Kleeblatt gab 2020/21 ligaweit die meisten Torschüsse ab, erzielte die zweitmeisten Tore und war vor allem auch im Umschaltspiel mit zehn Kontertoren Ligaspitze. Der Coach konnte dabei auf seine beiden Top-Angreifer Branimir Hrgota (16 Saisontore) und Havard Nielsen (elf Treffer) bauen, hatte mit dem überragenden David Raum, Paul Seguin und Marco Meyerhöfer aber auch drei der ligaweit besten Torvorbereiter in den eigenen Reihen. Auch in der Bundesliga wollen die Fürther auf diese Spielweise setzen, erklärt der Trainer. "Wir wollen auch in der Bundesliga grundsätzlich unsere Linie treu bleiben, immerhin sind wir mit dieser Art und Weise wie wir Fußball gespielt haben auch aufgestiegen."

Eigengewächs Raum, der auch der beste Flankengeber der 2. Bundesliga war und von dem in Zukunft sicher noch viel zu hören sein wird, hat sich inzwischen aber nicht nur in die U21 des DFB gespielt, sondern auch in die Notizbücher zahlreicher Scouts. Er verlässt das Kleeblatt als frisch gebackener U21-Europameister in Richtung Hoffenheim.

Aber auch in der Defensive präsentierten sich die Franken mit vielen jungen Spielern wie Anton Stach oder Maximilian Bauer äußerst stark: Kein Team ließ weniger gegnerische Torschüsse zu und keine andere Mannschaft kassierte weniger Gegentore nach Standards.

Es ist also ein vielversprechendes, entwicklungsfähiges Team, das es zumindest besser machen will, als ihre prominenten Vorgänger der Saison 2012/13 um Gerald Asamoah. Damals stieg Fürth mit 21 Punkten als Tabellenschlusslicht ab. Und während die Spielvereinigung inzwischen in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga Spitzenreiter ist, steht sie beim entsprechenden Pendant der Bundesliga noch auf den hinteren Rängen. Das gilt es 2021/22 zu verbessern. "Es wäre nach dem Aufstieg eine weitere Mega-Sensation, wenn wir im nächsten Jahr auch die Klasse halten könnten", weiß auch Leitl. "Die Chance dazu ist aber auf alle Fälle da."

Karol Herrmann