Leipzig - Weltmeister Deutschland hat sich das Ticket für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich gesichert. Die zwölfte EM-Teilnahme in Folge und den Sieg in der Gruppe D machte das DFB-Team durch ein knappes, aber absolut verdientes 2:1 (0:0) gegen Georgien perfekt.

Nach vielen vergebenen Großchancen in der ersten Hälfte ging Deutschland durch einen souverän verwandelten Foulelfmeter von Thomas Müller in Führung (50.), kassierte aber nur drei Minuten später den Ausgleich durch Georgiens Kapitän Jaba Kankawa. Am Ende beseitigte der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Max Kruse letzte Zweifel auf dem Weg zur EM-Endrunde (79.).

Deutschland von Beginn an überlegen

Löw hatte seine Startelf im Gegensatz zum Irland-Spiel nur auf einer Position verändert. Für den verletzten Mario Götze rückte André Schürrle auf die Position in der Spitze. Bastian Schweinsteiger, der bereits in Irland wegen einer Muskelverhärtung gefehlt hatte, saß zwar wieder auf der Ersatzbank, kam aber nicht zum Einsatz. So agierten im defensiven Mittelfeld erneut Ilkay Gündogan und Toni Kroos.

Gegen die Kreuzritter, die das Hinspiel 0:2 verloren hatten, wirkten die Gastgeber von Beginn an wild entschlossen, drückten aufs Tempo und setzten Georgien permanent unter Druck.

Die erste Möglichkeit hatte Müller bereits in der dritten Minute, aber der überragende Gäste-Torwart Nukri Rewischwili war auf dem Posten. Fünf Minuten später verpasste erneut Müller nach einem raffinierten Freistoß von Kroos die mögliche Führung. Ilkay Gündogan und vor allem Marco Reus, der nach einer Traumkombination in der 13. Minute aus sechs Metern über das Tor zielte und anschließend noch drei gute Gelegenheiten hatte, vergaben die klarsten Gelegenheiten.

Neuer glänzt, Müller trifft

Deutschland beherrschte den Gegner zwar nach Belieben, aber das Kurzpassspiel im georgischen Strafraum brachte nicht den erhofften Erfolg. In der 27. Minute verhinderte Manuel Neuer gegen Tornike Okriaschwili mit einer Glanztat das 0:1. Anschließend hatte Reus erneut eine gute Chance, die einmal mehr der Gäste-Torwart zunichte machte. Zur Pause blieb es deshalb beim 0:0.

Nur zwei Minuten nach der Pause bescherte Deutschland ein Elfmeter die Führung: Thomas Müller verwandelte sicher zu seinem 31. Tor im 67. Länderspiel, dem bereits neunten in dieser Qualifikation.

Doch statt der großen Befreiung folgte die schnelle Antwort: Jonas Hector köpfte den Ball nach einer georgischen Ecke mittig aus dem Strafraum, Kankawa nahm das Leder volley und ließ Neuer keine Chance. Eine Viertelstunde vor dem Ende brachte Löw Kruse für Schürrle - und keine drei Minuten später zahlte sich das aus. Nach einem schönen Pass von Mesut Özil gelang dem Wolfsburger mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze sein viertes Länderspieltor und der Siegtreffer.

SID

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