Anzeige
Großer Jubel: Die Schweiz steht im Viertelfinale
Großer Jubel: Die Schweiz steht im Viertelfinale - © David Ramos
Großer Jubel: Die Schweiz steht im Viertelfinale - © David Ramos
bundesliga

Drama im Elfmeterschießen: Schweiz bezwingt Kolumbien

Die Schweiz hat sich im WM-Achtelfinale gegen Kolumbien mit 4:3 im Elfmeterschießen durchgesetzt (0:0 n.V.). Granit Xhaka, Zeki Amdouni, Cedric Itten und Rubén Vargas trafen für die Eidgenossen. Für Kolumbien verwandelten Juan Fernando Quintero, Jaminton Campaz und Luis Díaz. Davinson Sánchez scheiterte an der Latte, Manuel Akanji schoss über das Tor, Cucho Hernández' Schuss wurde von Gregor Kobel gehalten.

Das letzte Achtelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 in Vancouver versprach ein spannendes Duell: Die Schweiz, Gruppensieger und nach einem souveränen 2:0 gegen Algerien in der Runde der letzten 32 im Aufwind, traf auf das technisch starke Kolumbien, das Ghana mit 1:0 bezwungen hatte.

Für die Eidgenossen gab es jedoch Hiobsbotschaften vor dem Anpfiff: Topscorer Johan Manzambi fiel mit einer Knieverletzung aus dem Abschlusstraining aus, auch Michel Aebischer und Luca Jaquez fehlten verletzungsbedingt. Für sie rückten Ardon Jashari und Fabian Rieder in die Startelf. Bei Kolumbien ersetzte Luis Suárez den verletzten Jhon Córdoba. Beide Teams liefen in einem 4-2-3-1 auf.

Gregor Kobel rettet das 0:0 mit einer spektakulären Parade gegen Gustavo Puerta. - Carl Recine

Zähes Duell ohne Tore

Die erste Halbzeit entwickelte sich zu einem taktisch geprägten Duell, in dem beide Mannschaften auf Sicherheit setzten. Kolumbien übernahm früh die Initiative und kam in der fünften Minute über rechts zur ersten Ecke. In der 21. Minute hatte Gustavo Puerta die erste große Chance: Sein Schuss aus dem Strafraum zwang Gregor Kobel zu einer starken Parade.

Die Schweiz antwortete in der 30. Minute durch Rieder, dessen Schuss von Kolumbiens Keeper Camilo Vargas gehalten wurde, und kurz darauf durch Dan Ndoye (32.), der ebenfalls an Vargas scheiterte. Luis Díaz versuchte es in der 33. Minute, sein Schuss wurde jedoch geblockt. Zur Pause stand es 0:0 – ein Ergebnis, das dem Spielverlauf gerecht wurde.

Fans von Kolumbien und der Schweiz feiern 🥳

Zweiter Durchgang mit mehr Tempo

Sow verpasste in der 48. Minute nach einem Zuspiel von Ndoye eine gute Gelegenheit, als er im Strafraum wegrutschte. Rieder zirkelte in der 53. Minute einen Freistoß knapp am Pfosten vorbei. Kolumbien wurde nach der Stunde aktiver: Díaz prüfte Kobel (60.), Suárez schoss in der 63. Minute weit am Tor vorbei.

In der 66. Minute wechselte Kolumbien doppelt: James Rodríguez und Jhon Arias wurden durch Juan Fernando Quintero und Jaminton Campaz ersetzt. Die Schweiz reagierte mit weiteren Wechseln: Miro Muheim kam für Ricardo Rodríguez (71.), Silvan Widmer und Cedric Itten für Zakaria und Breel Embolo (87.). Trotz Drucks auf beiden Seiten fiel kein Tor – es ging in die Verlängerung.

Kobel hält einen entscheidenden Elfmeter - David Ramos

Verlängerung: Chancen auf beiden Seiten

In der Verlängerung übernahm zunächst Kolumbien das Kommando. In der 99. Minute köpfte Jhon Lucumí nach einer Ecke von Quintero an die Latte – die größte Chance des Spiels bis dahin. Kobel wäre wohl dennoch zur Stelle gewesen. Campaz prüfte Kobel in der 101. Minute mit einem Fernschuss.

Auf der anderen Seite kam der eingewechselte Zeki Amdouni kurz nach seiner Einwechslung zu einer guten Chance, die Vargas jedoch parierte. In der zweiten Hälfte der Verlängerung vergab Campaz in der 115. Minute allein vor Kobel die größte Möglichkeit des Spiels, als er den Ball über das Tor schoss. Auch Xhaka (114.) und Quintero (112.) blieben ohne Erfolg. Nach 120 torlosen Minuten musste das Elfmeterschießen entscheiden.

Rubén Vargas verwandelt den entscheidenden Elfmeter und schickt die Schweiz ins Viertelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026. - David Ramos

Elfmeterschießen: Kobel und Vargas als Helden

Im Elfmeterschießen legte Kolumbien durch Quintero vor (0:1). Xhaka glich für die Schweiz aus (1:1), obwohl Vargas den Ball noch berührte. Davinson Sánchez scheiterte an der Latte (1:1). Amdouni verwandelte eiskalt zum 2:1. Campaz traf zum 2:2. Manuel Akanji schoss über die Querlatte (2:2). Kobel rettete gegen Cucho Hernández (2:2). Itten traf zur 3:2-Führung. Díaz glich zum 3:3 aus. Den entscheidenden, fünften Elfmeter verwandelte Vargas sicher zum 4:3 – die Schweiz steht im Viertelfinale der WM 2026 und trifft dort auf Titelverteidiger Argentinien.

Weitere Videos