Freiburg jubelt ein letztes Mal im Dreisamstadion - © Sebastian Widmann/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
Freiburg jubelt ein letztes Mal im Dreisamstadion - © Sebastian Widmann/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
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SC Freiburg: Ungeschlagen auf der Erfolgswelle

Der SC Freiburg ist das Team der Stunde, denn nach sieben Spieltagen haben die Mannen von Christian Streich noch keine Partie verloren – und spielen überraschenderweise ganz oben mit.

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Bei einem kurzen Blick auf die aktuelle Tabelle der Bundesliga finden sich eher gewohnte Mannschaften auf den oberen Rängen wieder. Der FC Bayern München belegt Platz eins, gefolgt von Bayer 04 Leverkusen, das punktgleich mit dem Rekordmeister ist und dahinter lauert Borussia Dortmund auf Rang drei. Klar war, dass diese drei Teams auch in dieser Saison oben mitspielen werden und um die internationalen Plätze kämpfen. Eine Mannschaft lauert aber hinter den "Großen" und sorgte bereits in dieser Spielzeit für einige Überraschungen: der SC Freiburg. Die Breisgauer stehen auf dem vierten Tabellenplatz und haben als einziges Team noch kein Spiel in dieser Saison verloren (vier Siege, drei Remis). 15 Punkte nach sieben Spieltagen sind zudem eine neue Bestmarke für den SC.

Schaut man sich die Statistiken etwas genauer an, erkennt man, worauf Cheftrainer Christian Streich besonderen Wert legt: eine stabile Abwehr. Freiburg stellt mit nur fünf Gegentoren die beste Defensive der Bundesliga (gemeinsam mit Mainz) - so wenige Gegentreffer hatten die Breisgauer nach sieben Spieltagen noch nie hinnehmen müssen.

Starke Abwehr und Kontinuität

Ein wichtiger Faktor für diese interne Stabilität ist die jahrelange Kontinuität innerhalb der Mannschaft, denn alleine Nico Schlotterbeck, Philipp Lienhart und Manuel Gulde, die das Abwehrzentrum bilden, sind schon lange Teil des Vereins (Schlotterbeck mit einem Jahr Leih-Unterbrechung) und ein eingespielter Verbund. SC-Kapitän und Rekordspieler Christian Günter kennt das Erfolgsgeheimnis, wenn das Team mal spielerisch nicht so überzeugen kann: "Jeder wirft sich in jeden Zweikampf, jeder schaltet um, es gibt niemanden, der lamentiert. Dann kann man in der Bundesliga auch mal punkten, wenn man nicht so gut spielt. Und wenn wir gut spielen und das alles zusätzlich einbringen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir gewinnen."

Diese Einstellungen hat Freiburg in dieser Saison schon wichtige Punkte eingebracht, unter anderem einen 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund am 2. Spieltag. Auch wenn Streich von "Spielglück" in gewissen Situationen spricht, hat er in schwierigen Phasen immer wieder Spieler in seinen Reihen, auf die er sich verlassen kann. So auch Nils Petersen, der gegen Hertha BSC mal wieder spielentscheidend war und den Siegtreffer in der Schlussphase erzielte. In seinem 250. Bundesliga-Spiel machte der Stürmer das 30. Jokertor seiner Bundesliga-Karriere und baute damit seinen Rekord weiter aus. "Nils ist ein großartiger Sportler und Mensch. Als Trainer wünschst du dir so einen Spieler. Oft habe ich ihn nicht von Anfang an gebracht, aber er hat sich immer mit 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft gestellt. Wir sind sehr, sehr eng verbunden, und er ist ein Vorbild für diese Mannschaft", schwärmt Streich.

Im neuen Stadion zu den nächsten Erfolgen

Klar ist, dass der Sport-Club schon lange nicht mehr zu den "gallischen Dörfern" gehört, dennoch ist nicht sicher, wie lange die Mannschaft diesen Höhenflug durchhalten kann und wo sie am Ende landet. Deshalb warnt Streich trotz des Erfolgs: "Jetzt läuft es gerade gut, und ich bereite mich darauf vor, wenn es wieder nicht so gut läuft. Dann brauchen sie mich. Wenn es gut läuft, brauchen sie mich nicht so."

Am 8. Spieltag wird der SC Freiburg sein erstes Spiel im neuen Europa-Park-Stadion austragen und könnte direkt ein Vereinsjubiläum feiern: Im Dreisamstadion fielen exakt 999 Bundesliga-Tore (531:468 aus SC-Sicht). Der erste Treffer im neuen Stadion wird folglich das 1000. Tor in einem Freiburger Bundesliga-Heimspiel sein. Ein weiterer Meilenstein, den man in dieser bisher erfolgreichen Saison gerne mitnimmt.