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Starke Schlussphase: Borussia Dortmund dreht die Partie beim SC Freiburg und siegt mit 3:1

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Borussia Dortmund hat das Spiel beim SC Freiburg gedreht und dank einer Energieleistung noch mit 3:1 (0:1) gewonnen. Nach dem SC-Führungstor von Michael Gregoritsch (35.), glich Jamie Bynoe-Gittens für die Schwarz-Gelben aus (77.). Youssoufa Moukoko (84.) und Marius Wolf (88.) brachten dem BVB kurz vor Schluss sogar den Sieg.

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Im Freitagabend-Spiel vertraute Cheftrainer Christian Streich, dem unter der Woche die Trophäe "Trainer des Jahres" verliehen wurde, auf dieselbe Startelf wie am Auftaktspieltag beim 4:0 in Augsburg. Aufseiten Borussia Dortmunds wechselte Chefcoach Edin Terzic im Vergleich zum 1:0 gegen Leverkusen doppelt: Ganz vorne stürmte der gerade erst eingetütete Neuzugang Anthony Modeste für Youssoufa Moukoko, der erstmal auf der Bank Platz nahm. Zudem spielte Thorgan Hazard für den verletzten Karim Adeyemi.

In den Anfangsminuten waren beide Teams auf einen ruhigen Spielaufbau und Fehlervermeidung bedacht. Donyell Malen hatte indes den ersten Abschlussversuch von der linken Strafraumkante. Mark Flekken hielt den Ball im SC-Tor sicher fest (4.). Ähnliches probierte Maximilian Eggestein von der rechten Strafraumkante für die Freiburger - für Gäste-Keeper Gregor Kobel ebenfalls kein Problem (11.). Modeste setzte sein erstes Ausrufezeichen nach einer Steil-Klatsch-Co-Produktion mit Marco Reus, scheiterte aus halblinker Position jedoch an Flekken (23.). Im direkten Gegenzug zischte ein Schuss von Roland Sallai knapp rechts am Kasten vorbei (24.).

Fantasy Heroes: Michael Gregoritsch, Gregor Kobel  & Marius Wolf (alle elf Punkte)

Das Führungstor per Kopf durch Michael Gregoritsch - Gregor Kobel kann dem Ball im BVB-Tor nur hinterherschauen - IMAGO/Blatterspiel/IMAGO/Jan Huebner

Gregoritsch hat die Lufthoheit

In der 34. Spielminute bekamen die Breisgauer nach einem Foul von Thomas Meunier einen Freistoß zugesprochen: Standardexperte Vincenzo Grifo zog den Ball fast oben ins Netz - Kobel lenkte ihn gerade so über die Latte (34.). Unmittelbar danach klingelte es im BVB-Kasten: Nach einer Halbfeldflanke von Christian Günter setzte sich Matthias Ginter gegen drei Borussen durch und leitete den Ball links vor den Fünfer weiter. Dort kam auch Mats Hummels nicht mehr gegen Michael Gregoritsch ins Luftduell. Der Österreicher nickte per Bogenlampe oben rechts ein - starke Aktion des Mittelstürmers (1:0, 35.). Wenige Minuten vor der Pause hätte Grifo beinahe auf 2:0 gestellt, schoss mit der Innenseite allerdings Mitspieler Gregoritsch ab (42.).

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Nach der Pause hatten die Schwarz-Gelben weiter Mühe, glasklare Torchancen gegen eine gut organisierte SC-Abwehr herauszuspielen. Mahmoud Dahoud probierte es nach einer Einzelaktion gegen Eggestein, den er einfach abschüttelte, deshalb aus der Distanz - knapp vorbei (55.). Ansonsten waren es die Hausherren, die zunächst weiter für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgten. Nach einem Einwurf von der rechten Seite verlängerte Gregoritsch per Kopf zu Sallai, der die Kugel mit der Brust mitnahm und aus zentraler Lage mit links abschloss - Kobel griff im Nachfassen zu (65.).

Nach dem Patzer von Flekken: Dortmund dreht das Spiel

Freiburgs auffälligster Akteur Gregoritsch blieb indes weiter gierig auf den Doppelpack, geriet aber bei der Flanke von Ritsu Doan etwas in Rücklage und wurde kurz darauf mit Applaus ausgewechselt (74.). In der Schlussviertelstunde war die Zeit der Gäste angebrochen: Youngster Jamie Bynoe-Gittens spielte den Doppelpass mit Moukoko und hielt aus zentraler Position 27 Meter vor dem Tor einfach mal drauf. Flekken wollte den Ball fangen, ließ ihn dabei durch die Finger flutschen. Das Spielgerät tropfte hinter dem Niederländer im Kasten herunter - bitter (1:1, 77.)!

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Die Dortmunder witterten Morgenluft: Wieder war es Bynoe-Gittens, der gegen zwei Freiburger nach innen zog und dort zu Julian Brandt durchsteckte. Dieser spitzelte den Ball prompt mit der Fußspitze zu Moukoko, der aus kurzer Distanz unten links einschoss - eiskalt vom 17-Jährigen (84.). Der Sport-Club schien fortan von der Rolle und kassierte sogar noch das 1:3 durch Marius Wolf. Nach dem starken Gegenpressing von Moukoko drang Wolf mit dem Ball nach innen und schlenzte diesen links ins lange Eck - Deckel drauf (88.). Der BVB wachte spät auf, hatte aber etwas Glück, durch den Flekken-Patzer wieder ins Spiel zu kommen. Die individuelle Klasse der Gäste entschied danach das Spiel.

Jamie Bynoe-Gittens gleicht per Fernschuss für den BVB aus - Alex Grimm/Getty Images

Spieler des Spiels: Jamie Bynoe-Gittens

Joker Jamie Bynoe-Gittens sorgte mit einem Weitschuss für die Wende in Freiburg und erzielte mit seinem ersten Torschuss der Saison sein erstes Bundesliga-Tor – mit 15 Ballaktionen belebte der Youngster das Dortmunder Offensivspiel sichtlich und bestätigte seinen Trainer, ihn vor einem Moukoko oder Brandt einzuwechseln.