Zusammenfassung

  • Wagner greift beim FC Bayern an.

  • Der Neuzugang freut sich über die Zusammenarbeit mit Heynckes.

  • "Ich versuche immer, der Mannschaft zu helfen."

Doha - Als der FC Bayern München am Dienstag im Katar den Trainingsbetrieb wieder aufnahm, stand auch die verpflichtete Verstärkung auf dem Platz. Für Sandro Wagner war es seit seiner Rückkehr die erste Übungseinheit überhaupt. "Es hat richtig Spaß gemacht", sagte er im Anschluss. "Ich finde es gut, wenn man gleich Vollgas gibt."

>>> Mit Video: Wagner, Gomez und Co. - stürmische Rückkehr in die Bundesliga-Heimat

Auch am Mittwoch stellte sich der 30-Jährige den Fragen der Journalisten. Er sei beim FC Bayern sehr gut aufgenommen worden. Kein Wunder, könnten die Bedingungen doch kaum besser sein. Zwischen 1995 und 2008 hatte Wagner bereits das Trikot des Rekordmeisters getragen, 2007/08 seine erste Saison als Profi bei den Münchnern absolviert. Mats Hummels und Franck Ribery kennt er aus dieser Spielzeit noch, mit Niklas Süle und Sebastian Rudy lief er später gemeinsam für Hoffenheim auf. Der siebenmalige Nationalspieler ist zurück bei seinem Heimatclub: "Für mich war zu 100 Prozent klar, dass ich wieder nach Hause wollte - zu meinem Verein."

Spaß - und harte Arbeit

Sandro Wagner will sich unter Jupp Heynckes beweisen © imago

Die Freude, zurück bei den Bayern zu sein, war ihm im ersten Training anzusehen. Anstrengend sei es aber auch gewesen, die erste Einheit nur wenige Stunden nach der Ankunft im Emirat ging gleich über die volle Distanz. Wagner störte das nicht. "Ich versuche, meine Leistung zu bringen", äußerte er. "Alles andere kommt von allein."

>>> Mit Video: Goal of the Year 2017 - jetzt für das Tor des Jahres abstimmen!

Alles andere, das sind die Spielminuten. Bei der TSG ist der Mittelstürmer gesetzt gewesen, beim FCB muss er sich - in einem System mit einer Spitze - hinter Robert Lewandowski anstellen. Am Dienstag fehlte der viermalige Bundesliga-Torschützenkönig allerdings noch, ihn plagen Probleme an der Patellasehne. Wagner hätte lieber mit seinem neuen Teamkollegen auf dem Platz gestanden. Eine Formation mit zwei Angreifern sei schließlich auch möglich, außerdem hebe der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft die Qualität. Jupp Heynckes stellte beiden Torjägern bereits Minuten in Aussicht.

"Ich bin ein Teamplayer"

Sandro Wagner will dem FC Bayern helfen © gettyimages / Alex Grimm/Bongarts

Die Qualität, um beim Herbstmeister seine nächsten Treffer zu erzielen, bringt der gebürtige Münchner auf jeden Fall mit. Lob gab es schon von einigen Seiten. Gegenüber der Sport Bild freute sich kürzlich Javi Martinez auf seinen neuen Mitspieler. "Wann immer ich gegen Sandro spielen musste, wusste ich: Mann, heute wird es unangenehm!", erklärte der Defensivspezialist. "Er ist einer der Spieler, den du nicht als Gegner, sondern lieber in der eigenen Mannschaft haben willst."

>>> Winterfahrplan-Liveblog: So bereiten sich die Clubs auf die Rückrunde vor

In den Dienst seines Teams will sich Wagner ab jetzt vollauf stellen. "Ich bin ein Teamplayer und versuche immer, der Mannschaft zu helfen." Kein Zweifel, dass er das tun wird, vielleicht schon beim Rückrundenauftakt am nächsten Freitag in Leverkusen - als Ersatz für den angeschlagenen Lewandowski oder an dessen Seite.

Felix Tschon

Das waren die Kandidaten für das Tor des Jahres 2017!