Mögliche Bayern-Startelf 2022/23 - © DFL
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So passt Sadio Mane in die Offensive des FC Bayern München

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Königstransfer dieses Bundesliga-Sommers: Sadio Mane hat in den letzten Jahren die Champions League und den Afrika-Cup gewonnen, er ist englischer Meister, Pokalsieger und Torschützenkönig geworden. Aber: Auf welcher Position wird sich der 30-Jährige beim FC Bayern wiederfinden?

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Leroy Sane, Serge Gnabry, Kingsley Coman, Thomas Müller, Jamal Musiala und nicht zuletzt Robert Lewandowski: In der Offensive des FC Bayern München wimmelt es nur so von Superstars. In der Regel müssen mindestens zwei dieser Hochkaräter beim Rekordmeister auf der Bank Platz nehmen. Jetzt kommt mit Sadio Mane auch noch ein weiterer Star hinzu, der das Gedränge um die Stammplätze noch einmal verschärfen wird.

Fakt ist: Als einer der Top-Spieler der letzten Jahre in der Premier League kommt Mane mit einem Stammplatz-Anspruch zu den Bayern. Alles andere wäre eine Überraschung. Zuvorderst ist Mane ein Außenstürmer, er kann aber in der Offensive nahezu jede Position spielen. Dabei lässt sich der Senegalese einerseits mit allen, aber andererseits auch mit keinem seiner neuen Kollegen wirklich vergleichen.

So kommt er, obwohl er mit nunmehr 30 Jahren schon auf das letzte Drittel seiner Karriere zuläuft, trotzdem noch auf eine Höchstgeschwindigkeit von 35,5 km/h und ist dabei sowohl beim Antritt als auch bei der Endgeschwindigkeit ähnlich flink wie Kingsley Coman. Vor dem Tor ist er hingegen deutlich gefährlicher: Mit zuletzt 16 Saisontoren hat er hier eher eine Quote wie Serge Gnabry (zuletzt 14 Saisontore) vorzuweisen.

Der offizielle Transfermarkt

Und bei der Ballbehandlung steht Mane, der technisch enorm beschlagen, aber auch nicht zu verspielt ist, Leroy Sane in nichts nach. Gefährliche Pässe durch die Schnittstellen wie etwa Thomas Müller oder Jamala Musiala spielt Mane aber auch. Mit anderen Worten: Er vereint fast alle Stärken seiner künftigen Stammplatzkonkurrenten in einer Person.

In Liverpool spielte Mane fast ausschließlich im 4-3-3-System. Der Rechtsfuß, der aber praktisch beidfüßig ist, kam zu Beginn seiner Zeit in England meist als Rechtsaußen zum Einsatz, wechselte dann aber auf die linke Angriffsseite. Hier fühlt sich Mane am wohlsten, auf dieser Position hatte er ohne Zweifel seine besten Spiele. Mit der Verpflichtung von Luis Diaz wurde Mane aber vor allem zu Beginn des Jahres 2022 vermehrt als Mittelstürmer eingesetzt.

Mit 1,74 Metern ist er gewiss kein klassischer Stoßstürmer, doch Mane kann sich körperlich gut durchsetzen, erzielt sogar ab und zu mal ein Kopfballtor und ist vor allem sehr kompromisslos beim Torabschluss: In allen seiner acht Premier-League-Spielzeiten traf er zweistellig. 2018/19 wurde er mit 22 Toren sogar Torschützenkönig. Ein Einsatz als alleinige Spitze wäre also möglich, wenngleich ein Einsatz als zweite Spitze neben - oder um Robert Lewandowski herum wahrscheinlicher wäre.

Allein: die Position gab es bei den "Reds" in den letzten Jahren aber zumeist nicht. So wird Mane beim FC Bayern zunächst wohl als linker Außenstürmer in einem 4-2-3-1 oder einem 4-3-3 in die Spiele gehen.

Der Sommerfahrplan der Bundesliga

Doch eines ist sicher: Mane macht das Spiel der Bayern in der Offensive noch einmal deutlich flexibler und damit unberechenbarer. Gerade für Außenstürmer wie Serge Gnabry, Leroy Sane oder Kingsley Coman wird es in der nächsten Saison etwas schwieriger, zu regelmäßigen Einsatzzeiten zu kommen, denn Mane dürfte ohne jeden Zweifel gesetzt sein.