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Ozan Kabak, Marko Grujic oder Almamy Toure - wer wird der Rookie des Monats März?

Frankfurt am Main - Europas Top-Liga mit dem jüngsten Altersdurchschnitt zeichnet auch in der Saison 2018/19 die besten Nachwuchsstars mit dem Bundesliga Rookie Award by TAG Heuer aus. Das sind die Kandidaten im März:

Ozan Kabak (VfB Stuttgart)

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Erst im Winter wechselte Ozan Kabak vom türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul zum VfB Stuttgart – und wurde als 19-Jähriger sofort zum unumstrittenen Stammspieler. Zwei Tage nach seiner Ankunft hatte er beim Rückrundenauftakt noch im Kader gefehlt, seit dem folgenden Spieltag verpasste Kabak keine Pflichtspielminute. Der Innenverteidiger überzeugt durch Zweikampfstärke – am Boden wie in der Luft – und sicheres Passspiel. Im März entschied Kabak rund 61 Prozent seiner Duelle für sich, brachte 78 Prozent seiner Zuspiele an den Mitspieler. Zudem glänzte er in ungewohnter Rolle: Am 24. Spieltag schnürte Kabak in der enorm wichtigen Partie gegen Klassenerhalt-Konkurrent Hannover einen Doppelpack – als jüngster Abwehrspieler der Bundesliga-Geschichte und drittjüngster Akteur der VfB-Historie. "Wahnsinn", konstatierte Thomas Hitzlsperger, Stuttgarter Vorstand Sport, damals. "Der Junge ist so abgeklärt für sein Alter. Das ist schon brutal."

"Wahnsinn, der Junge ist so abgeklärt für sein Alter." Thomas Hitzlsperger (Vorstand Sport VfB Stuttgart)

Kabaks starke Leistungen bei den Schwaben blieben auch in seiner Heimat nicht unbemerkt: Im März wurde er erstmals für die A-Nationalmannschaft der Türkei nominiert. Zum Einsatz kam der Youngster in der EM-Qualifikation zwar nicht – geht es bei dem Defensivmann aber so weiter wie bisher, sollte sein Debüt im Nationalteam nur noch eine Frage der Zeit sein. Bei der "Sportler des Jahres"-Auszeichnung der türkischen Tageszeitung Milliyet wurde Kabak Ende März zudem als bester Newcomer prämiert. "Ich bin sehr glücklich und stolz, eine der prestigeträchtigsten Auszeichnungen der türkischen Sportwelt bekommen zu haben", freute sich das Talent im Anschluss. Vor dieser Saison stand für Kabak noch gerade einmal eine Einsatzminute im Profifußball zu Buche, jetzt gehört er als Bundesliga-Stammspieler und einer der besten Akteure der Türkei zu den vielversprechendsten Abwehrmännern der Welt.

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Marko Grujic (Hertha BSC)

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Ist Marko Grujic fit, spielt er eigentlich immer. Der Leihspieler des englischen Spitzenclubs FC Liverpool gehört bei Hertha BSC zu den zentralen Bausteinen im Spiel, nur Verletzungsprobleme warfen ihn immer mal wieder zurück. Grujic ist ein Berliner Erfolgsgarant: Spielt er, holen die Hauptstädter im Durchschnitt 1,6 Punkte pro Partie (28 Zähler in 17 Spielen) – spielt er nicht, sind es nur 0,7 (sieben in zehn). Im März verpasste der 22-Jährige keine Minute, bewies im Mittelfeld als zuspiel- und kopfballstarker Ballmagnet seine Qualität. 183 Pässe spielte Grujic, leistete sich dabei nur 14,8 Prozent Fehlpässe. Am 24. Spieltag gegen Mainz zeigte der achtmalige Nationalspieler Serbiens auch seine Abschlussfähigkeit, erzielte beim 2:1-Sieg den wichtigen 1:1-Ausgleich.

"Er ist mit Abstand der beste Hertha-Mittelfeldspieler der letzten 20 Jahre." Pal Dardai (Trainer Hertha BSC)

In seiner Heimat verdiente sich Grujic bei Rekordmeister Roter Stern Belgrad und als U20-Weltmeister 2015 bereits früh den Ruf als eines der größten Mittelfeldtalente der Fußballwelt, seit seinem Wechsel nach England wartet er auf den Durchbruch in einer der Top-Fünf-Ligen. Der scheint ihm jetzt zu gelingen. "Er ist mit Abstand der beste Hertha-Mittelfeldspieler der letzten 20 Jahre", sagte Trainer Pal Dardai schon Ende des letzten Jahres über Grujic und seine BSC-Positionsvorgänger. Gerne möchte Dardai seinen Schützling über den Sommer hinaus halten. Auch Grujic sieht seine Zukunft in der Bundesliga, im Interview mit der Berliner Tageszeitung B.Z. sagte er Ende März: "Ich fühle mich sehr wohl. Für mich war diese Zeit bisher brillant. Wenn ich wählen könnte, würde ich für ein weiteres Jahr oder vielleicht sogar zwei Jahre bei der Hertha bleiben. Ich würde es lieben, länger hier zu bleiben."

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Almamy Toure (Eintracht Frankfurt)

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Almamy Toure schreibt die Erfolgsgeschichte französischer Talente in der Bundesliga weiter. Erst am letzten Tag der Wintertransferperiode von der AS Monaco zu Eintracht Frankfurt gekommen, gab der 22-Jährige Ende Februar sein Bundesliga-Debüt, absolvierte dann im März die ersten drei Bundesliga-Spiele für Frankfurt. Der etatmäßige Rechtsverteidiger kam stets als rechter Part einer Dreierabwehrkette zum Einsatz. Toure entpuppte sich als echter SGE-Erfolgsgarant: Alle vier Spiele mit ihm gewannen die Hessen, dreimal behielten sie dabei eine Weiße Weste. "Mit meinen ersten Schritten und Einsätzen in der Bundesliga bin ich sehr zufrieden und freue mich über den reibungslosen Einstieg in einer Liga, die im Vergleich zur französischen Ligue 1 wesentlich temporeicher ist", erklärte Toure, der durch Zweikampfstärke, Stellungsspiel und Geschwindigkeit überzeugte. "Ich weiß, dass ich mich in mancher Hinsicht weiter verbessern kann und bin überzeugt, dass die Eintracht dafür der genau richtige Schritt ist."

"Ich möchte so viele Spiele wie möglich absolvieren."

Im März verdiente sich Toure seine erste Nominierung für die U21-Nationalmannschaft Frankreichs, gab ausgerechnet gegen die Nachwuchsauswahl Deutschlands in einem Freundschaftsspiel sein Debüt. Dabei wurde er für Leipzigs Nordi Mukiele eingewechselt und verteidigte rechts an der Seite von Mukiele-Teamkollege Ibrahima Konate und Dortmunds Abdou Diallo. Nur drei Tage später stand er gegen die dänische U21 dann in der ersten Elf. Champions- und Europa-League-Erfahrung weist Toure, der mit Monaco 2016/17 die französische Meisterschaft gewann, ebenfalls schon auf. In der nächsten Saison könnte es für ihn dann auch mit Frankfurt international zu Gange gehen, in dieser Spielzeit darf er in der Europa League wegen eines absolvierten Champions-League-Einsatzes nicht mehr auflaufen. Toure selbst will einfach nur spielen: "Ich möchte so viele Spiele wie möglich absolvieren und meinen Beitrag zur sportlichen Entwicklung beitragen. Dann hoffe ich auf ein spannendes Saisonfinale. Wir haben noch ein straffes Programm vor der Brust. Je mehr ich dabei mitwirken kann, desto besser."

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