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Tempo, Technik, Teamgeist: Wie Leipzigs Yan Diomande die Bundesliga verzaubert

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15 Scorerpunkte in 24 Spielen: Yan Diomande ist ein Shootingstar dieser Bundesliga-Saison. Mit Tempo, Technik und Teamgeist begeistert der Leipziger Flügelflitzer die ganze Liga – und stellt Gegner Woche für Woche vor kaum lösbare Aufgaben.

"Er ist ein linker Flügelspieler, der ein herausragendes Tempo mitbringt, dribbelstark, sehr athletisch und abschlussstark ist. Dazu gibt er keinen Ball verloren und spielt sehr mannschaftsdienlich." Mit diesen Worten stellte RB Leipzigs Geschäftsführer Sport, Marcel Schäfer, Yan Diomande im vergangenen Sommer vor.

Nicht einmal ein Jahr nach dieser Aussage zeigte der beidfüßige Flügelflitzer bereits, dass er sich nicht zu schade ist, all diese Erwartungen sofort in die Tat umzusetzen. Korrigiere, fast alle: "Bei aller Vorfreude sollten wir Yan genügend Zeit geben, um sich in Leipzig und in der Bundesliga einzuleben."

Den Ball am Fuß, den Plan im Kopf: Yan Diomande liebt es, ins Dribbling zu gehen - IMAGO/Oliver Mueller

Eingewöhnungszeit? Nicht mit Diomande!

Zehn Tore und fünf Vorlagen in 24 Bundesliga-Partien – der 19-jährige Rohdiamant musste wahrlich nicht geschliffen werden, um zu glänzen, und dribbelte sich postwendend in die Herzen der Bundesliga-Fans: Nach der Premiere im Dezember wurde der Ivorer im Februar erneut zum "Rookie of the Month" gewählt.

Und das hat seine Gründe. Diomande liebt es, mit seinem Topspeed von 36,30 km/h in Eins-gegen-eins-Duelle zu gehen und stellt die gegnerische Abwehr mit seinem spritzigen, trickreichen Spiel Woche für Woche vor große Probleme.

Egoismus ist ihm dabei jedoch wahrlich nicht vorzuwerfen, schließlich gehört er zu den Leipzigern mit den meisten gespielten Pässen, und ist in der Kategorie "Schwierige Pässe" mit einer Erfolgsquote von 58,7 Prozent sogar führend bei den Sachsen.

Diomandes Markenzeichen

Inzwischen ist es fast eine Art Markenzeichen von ihm, seinen Gegenspieler mit einer einfachen Körpertäuschung auszutanzen, mit Ball zur Grundlinie zu eilen, dort einen strammen Flachpass in den Fünfmeterraum zu spielen und sich anschließend mit seinen Teamkollegen über ein Tor zu freuen.

Dabei ist es ihm herzlich egal, ob der Torschütze Christoph Baumgartner heißt, wie am 23. Spieltag gegen Borussia Dortmund, oder doch Jeff Chabot, der bei der 1:3-Niederlage des VfB Stuttgart im Hinrundenduell in Leipzig von Diomande förmlich zum Eigentor gezwungen wurde.

Auch einen eigenen Treffer erzielte der Youngster an diesem Nachmittag – selbstverständlich nach einer Extraportion Dribbling. Am Sonntag (19:30 Uhr) kommt es nun zum erneuten Aufeinandertreffen zwischen den beiden Champions-League-Aspiranten. Die schwäbischen Knie dürften bei den Erfahrungen aus dem Hinspiel jedenfalls mächtig zittern…