
Gruda rettet Leipzig in dramatischem Schlagabtausch gegen Wolfsburg
RB Leipzig und der VfL Wolfsburg trennen sich mit einem 2:2 (0:0). Mohamed Amoura (52.) und Mattias Svanberg (78.) brachten die Wölfe zweimal in Führung, Yan Diomande (70.) und Brajan Gruda (89.) retteten den Gastgebern einen Punkt.
Der Rahmen für dieses Bundesliga-Duell zwischen Champions-League-Aspirant und Abstiegskandidat war perfekt. Vor dem Anpfiff verabschiedeten die Leipziger Fans Timo Werner mit einer emotionalen Zeremonie vor dessen Wechsel in die USA.
Sportlich standen die Vorzeichen klar: RB Leipzig hatte am vorherigen Spieltag mit einem 2:1-Sieg in Köln Champions-League-Platz vier zurückerobert, während der VfL Wolfsburg nach drei Liga-Niederlagen in Folge als Tabellen-15. angereist war – punktgleich mit dem Relegationsplatz.
Leipzig dominant, aber ohne Treffer
Von Beginn an dominierte Xaver Schlager, der als Kapitän sein 100. Pflichtspiel für RB bestritt, mit seinen Kollegen das Geschehen. Bereits in der fünften Minute verzeichnete Conrad Harder die erste gute Gelegenheit, als er nach einem Freistoß von Brajan Gruda volley über das Tor schoss.
Die Wölfe wurden nur selten gefährlich, ein Distanzschuss von Christian Eriksen in der achten Minute zischte knapp über das Leipziger Gehäuse.
Grabara hält die Wölfe im Spiel
Während die Gastgeber das Spiel kontrollierten (65% Ballbesitz), avancierte Kamil Grabara zum Rückhalt der Wolfsburger. Der polnische Schlussmann entschärfte erst einen gefährlichen Abschluss von Yan Diomande (10.) und parierte später spektakulär einen Fallrückzieher von Harder (19.).
Ein personeller Rückschlag traf die Leipziger in der 29. Minute, als sich Péter Gulácsi verletzte und durch Maarten Vandevoordt ersetzt werden musste.
Amoura schockt die Gastgeber
Nach der torlosen ersten Halbzeit erlebten die 42.000 Zuschauer in der Red Bull Arena einen völlig anderen zweiten Durchgang. In der 52. Minute nutzte Wolfsburg einen Konter eiskalt: Adam Daghim setzte sich auf rechts gegen mehrere Leipziger durch und legte zurück auf Mohamed Amoura, der den Ball aus 16 Metern über Vandevoordt hinweg ins Netz lupfte. Ein Schock für die Hausherren, die bis dahin klar überlegen waren.
Leipzig schlägt zurück, Wolfsburg kontert
Die Leipziger erhöhten den Druck und wurden in der 70. Minute belohnt: Nach einem missglückten Abschlag von Grabara gelangte der Ball zu Gruda, der auf Diomande querlegte – der Ivorer musste nur noch zum verdienten 1:1 einschieben.
Doch die Freude währte nur kurz. In der 78. Minute stellte der eingewechselte Mattias Svanberg nach Vorarbeit von Jeanuël Belocian mit einem präzisen Schuss ins lange Eck die erneute Wolfsburger Führung her.
Geniestreich von Gruda rettet Leipzig
Als alles nach einem Auswärtssieg für die Wölfe aussah, schlug der Leipziger Winter-Neuzugang zu: In der 89. Minute fasste sich Brajan Gruda nach Vorarbeit von Johan Bakayoko ein Herz und schlenzte den Ball aus 16 Metern sehenswert ins lange Eck.
Mit diesem späten Ausgleich sicherte die Brighton-Leihgabe den Sachsen zumindest einen Punkt. In der siebenminütigen Nachspielzeit gelang keinem Team mehr der Siegtreffer.
Man of the Match: Yan Diomande
Diomande war einer der Aktivposten im Leipziger Spiel. Dabei war er nicht nur vor dank seines Treffers zum zwischenzeitlichen 1:1 wichtig. Er gewann außerdem 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Darüber hinaus gab er drei Schüsse ab und legte zwei weitere Abschlüsse direkt auf.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Leipzig 2,97 - Wolfsburg 0,59
Schnellster Spieler: Adam Daghim (WOB), 34,26 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Mohamed Amoura (WOB), 3 Prozent
Most Pressed Player: Antonio Nusa (RBL), 33 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Max Finkgräfe (RBL), +5,67
Fantasy Heroes: Brajan Gruda (RB Leipzig, 419 Punkte), Yan Diomande (RB Leipzig, 350 Punkte), Max Finkgräfe (RB Leipzig, 230 Punkte)

