Zusammenfassung

  • 1899 Hoffenheim ist seit acht Bundesliga-Spielen ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis). Für die Kraichgauer ist das die längste Serie dieser Saison.

  • Serge Gnabry hat nun zehn Tore auf seinem Konto und traf somit auch in seiner zweiten Bundesliga-Saison zweistellig.

  • RB Leipzig verlor erstmals zwei Bundesliga-Heimspiele in Folge (zuvor hatte es das 1:4 gegen Leverkusen gegeben).

Leipzig - Die TSG 1899 Hoffenheim hat das richtungweisenden Verfolgerduell der Europapokal-Anwärter gegen RB Leipzig gewonnen und dem Gegner beim 5:2 (3:0)-Sieg keine Chance gelassen. In der Tabelle hat sich die TSG damit vor Leipzig geschoben, das auf Platz sechs abgerutscht ist.

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FANTASY HEROES: Mark Uth (19 Punkte) / Nadim Amiri (10) / Pavel Kaderabek (10)

Die formschwachen Leipziger, deren erste Europapokal-Saison zuletzt im Viertelfinale der Europa League endete und die schon das Hinspiel 0:4 verloren hatten, müssen nach der herben Pleite ihrerseits um den neuerlichen Champions-League-Einzug bangen. RB ist drei Spieltage vor Saisonende Sechster, hat allerdings ein vermeintlich einfaches Restprogramm.

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Mark Uth (14.) brachte Hoffenheim nach einem groben Schnitzer von RB-Schlussmann Peter Gulacsi in Führung. Dem Ungarn war der Ball nach einem Schuss von Nico Schulz aus der Hand gerutscht. Serge Gnabry (35.) und Pavel Kaderabek (45.) sorgten früh für die Vorentscheidung, nach der Pause erhöhten erneut Uth (60.) und Lukas Rupp (64.). Naby Keita (59.) und Dayot Upamecano (88.) trafen für RB, das nach der Roten Karte für Spielmacher Emil Forsberg (47./Tätlichkeit) das Spiel in Unterzahl beendete.

Peter Gulacsi hat vor dem 1:0 für Hoffenheim Probleme, Uth hat dann leichtes Spiel
Peter Gulacsi hat vor dem 1:0 für Hoffenheim Probleme, Uth hat dann leichtes Spiel © imago / Contrast

Die Offensivkraft und Spielstärke beider Mannschaften hatte die 41.780 Zuschauer in der RB-Arena auf ein Spektakel hoffen lassen. Sie wurden nicht enttäuscht, der Spielverlauf sorgte jedoch für Entsetzen statt Begeisterung.

In den Anfangsminuten hatte sich dies noch nicht abgezeichnet. Die von Coach Julian Nagelsmann offensiv eingestellten Hoffenheimer traten nach den Erfolgen der vergangenen Wochen zwar äußerst selbstbewusst auf, bemühten sich um Spielkontrolle und kombinierten gefällig durch das Mittelfeld. Spätestens am Leipziger Strafraum wurden die Angriffe aber zunächst unterbunden.

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"Ein gebrauchter Tag. Wir hatten die Chancen zur Führung, haben diese nicht genutzt. Dann haben wir uns die ersten Gegentore quasi selbst reingehauen." Diege Demme (RB Leipzig)

Mit der ersten Leipziger Halbchance durch Klostermann (11.) nahm das Spiel Fahrt auf. RB fand erste Lücken, musste dann aber umgehend einen Rückschlag einstecken. Der Gegentreffer zeigte aber kaum Wirkung. Leipzig suchte den Weg nach vorne, allen voran Forsberg überzeugte mit klugen Pässen. Mehrfach stellte RB den mitunter unsicher wirkenden TSG-Torhüter Oliver Baumann vor Probleme.

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Leipzig kontrollierte das Spiel, schadete sich aber immer wieder durch individuelle Fehler. Vor dem zweiten Gegentreffer vertändelte Kapitän Willi Orban den Ball, Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) entschied auch nach Videobeweis nicht auf Foul. Eine Leipziger Reaktion blieb dieses Mal aus, RB wirkte verunsichert und wurde nach dem dritten Treffer mit Pfiffen in die Pause verabschiedet. 

"Das Spiel war sehr intensiv, aber natürlich auch sehr gut. Es läuft – bei mir und der Mannschaft. Egal wer spielt, wir sind alle gut drauf." Mark Uth (TSG 1899 Hoffenheim)

Hasenhüttl brachte nach dem Seitenwechsel Keita und Jean-Kevin Augustin für mehr Durchschlagskraft. Das Konzept war nach Forsbergs Platzverweis, der im Laufduell mit Florian Grillitsch ausgeholt und diesen geschlagen hatte, aber schnell über den Haufen geworfen. Die leisen Leipziger Hoffnungen auf eine erfolgreiche Aufholjagd vernichtete Hoffenheim mit dem vierten Treffer gnadenlos, am Ende ging es für RB nur noch um Schadenbegrenzung. 1899 spielte dagegen befreit auf und hätte sogar höher gewinnen können.

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Spieler des Spiels: Mark Uth

Mark Uth schnürte seinen  dritten Doppelpack dieser Saison, kommt nun auf 14 Saisontreffer (nur Lewandowski auf mehr) und war gegen RB Leipzig an sechs Torschüssen beteiligt, darunter auch die Torvorlage zum 3:0 durch Kaderabek.

Bilder des Spiels

Timo Werner war nur selten vor dem Hoffenheier Tor zu sehen
Timo Werner war nur selten vor dem Hoffenheier Tor zu sehen © imago / Eibner
Kaderabek legte mit dem 3:0 noch vor der Pause nach
Kaderabek legte mit dem 3:0 noch vor der Pause nach © gettyimages / ROBERT MICHAEL/AFP
Leipzigs Willi Orban (r.) hatte keinen guten Tag
Leipzigs Willi Orban (r.) hatte keinen guten Tag © gettyimages / Matthias Kern/Bongarts