Zusammenfassung

  • Leipzig bleibt diese Bundesliga-Saison zu Hause weiter ungeschlagen, holte dabei 16 von 18 möglichen Punkten.

  • Werder konnte den Schwung des ersten Saisonsieges aus der Vorwoche nicht mitnehmen und ist nach sieben Gastspielen dieser Spielzeit weiter sieglos – so lange zu Beginn einer Saison wartete Werder zuletzt 1977/78 auf den ersten Auswärtssieg (damals sogar 15 Spiele).

  • Nach einem Doppelpack im letzten Heimspiel gegen Werder traf Naby Keita erneut gegen die Norddeutschen. Einzig gegen Bremen erzielte er 22-Jährige in der Bundesliga jetzt schon drei Tore.

Leipzig - RB Leipzig hat den Schwung aus der Champions League mitgenommen und ist wieder der erste Verfolger von Bayern München. Vier Tage nach dem famosen 4:1-Sieg bei AS Monaco gewann der Vizemeister sein Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen mit etwas Mühe 2:0 (1:0) und kletterte auf Tabellenplatz zwei.

FANTASY HEROES: Naby Keita (19) | Bernardo (15) | Dayou Upamecano (14)

Spielmacher Naby Keita (34.) brachte in der 34. Minute mit einem überlegten Linksschuss das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl in Führung. Bernardo (87.) machte dann kurz vor Schluss alles klar für die Sachsen, die diese Saison zu Hause weiter ungeschlagen sind.

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Die vor allem in der zweiten Halbzeit starken Bremer warten dagegen seit dem 22. April auf einen Auswärtssieg.

So viel Platz wie Kevin Kampl in dieser Szene hat RB Leipzig in der ersten Hälfte gegen Werder nur ganz selten
So viel Platz wie Kevin Kampl in dieser Szene hat RB Leipzig in der ersten Hälfte gegen Werder nur ganz selten © gettyimages / Adam Pretty/Bongarts

RB-Coach Hasenhüttl musste seine Startelf im Vergleich zum jüngsten Auftritt in Monaco auf einer Position umstellen: Für Marcel Sabitzer, der mit einer Schulterverletzung bis zur Rückrunde ausfällt, rückte Nationalspieler Diego Demme ins Team.

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"Es ist super, dass mein 50. Spiel für Leipzig mit einem Sieg endet. Werder war ein starker Gegner, aber wir haben es durchgebracht." Timo Werner (RB Leipzig)

Demme hatte auch die erste Chance, als er in der 18. Minute mit einem Kopfball knapp scheiterte. Doch insgesamt gelang es Leipzig nicht, an den beeindruckenden Auftritt von Monaco anzuknüpfen. Torjäger Timo Werner bekam nur selten verwertbare Bälle in den Lauf gespielt.

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"Wir sind auf einem guten Weg. Wer weiß was passiert wäre, wenn wir hier ein Tor machen. Leider stehen wir heute trotzdem mit leeren Händen da." Fin Bartels (Werder Bremen)

Dass sich Leipzig schwer tat, lag aber auch an Werder. Die Bremer standen in der Defensive nicht nur größtenteils sicher, sie spielten auch gefällig nach vorne. Das beim 4:0-Heimsieg eine Woche zuvor gegen Hannover 96 überragende Sturmduo Max Kruse/Fin Bartels ging auch in Leipzig lange Wege und war immer anspielbar. Nur im Abschluss waren beide zu ungenau und ließen einen möglichen Zähler liegen.

SID

Spieler des Spiels: Naby Keita

Naby Keita brachte sein Team nicht nur in Führung, der 22-Jährige war von allen Spielern auch am häufigsten am Ball (94 Mal), gewann die meisten Zweikämpfe (20) und war an den meisten Torschüssen beteiligt (sechs). Ein ganz starker Auftritt des Leipzigers!

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Bilder des Spiels

Yussuf Poulsen und RB Leipzig hat gegen Werder lange Probleme, setzt sich letztlich aber verdient durch
Yussuf Poulsen und RB Leipzig hat gegen Werder lange Probleme, setzt sich letztlich aber verdient durch © imago / nordphoto
Max Kruse hatte einige Möglichkeiten, aber dem Bremer fehlte es in Leipzig an Genauigkeit
Max Kruse hatte einige Möglichkeiten, aber dem Bremer fehlte es in Leipzig an Genauigkeit © imago / Jan Huebner
Emil Forsberg hatte gegen Werder nur wenige Aktionen und wurde in der Schlussphase ausgewechselt
Emil Forsberg hatte gegen Werder nur wenige Aktionen und wurde in der Schlussphase ausgewechselt © gettyimages / Adam Pretty/Bongarts
Jiri Pavlenka hält in Leipzig was zu halten ist, aber gegen die Schüsse von Keita und Bernardo ist der starke Bremer Schlussmann machtlos
Jiri Pavlenka hält in Leipzig was zu halten ist, aber gegen die Schüsse von Keita und Bernardo ist der starke Bremer Schlussmann machtlos © imago / nordphoto / Schmalfuss