2019/20 gab es für Mainz gegen Leipzig nichts zu holen - © rené vigneron/rscp-photo/rené vigneron/rscp-photo
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Es gibt noch ein Hühnchen zu rupfen: RB Leipzig empfängt am 1. Spieltag den 1. FSV Mainz 05

RB Leipzig gegen den 1. FSV Mainz 05 - das war 2019/20 alles andere als ein Duell auf Augenhöhe. Mit 8:0 und 5:0 ließen die Sachsen den Rheinhessen nicht den Hauch einer Chance. Doch es gibt gleich mehrere Gründe, warum die Partie am 1. Spieltag nun deutlich spannender verlaufen dürfte.

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Obwohl RB Leipzig als Tabellendritter der Bundesliga und Halbfinalist der Champions League eine richtig starke Saison gespielt hat, sieht der ehrgeizige Trainer Julian Nagelsmann noch großes Potenzial nach oben: "Mit allem Drum und Dran war es eine solide 3+", so die überraschend durchschnittliche Schulnote des Übungsleiters über die vergangenen zwölf Monate.

Während die Sachsen in den Partien wie gegen Mainz (13:0 Tore aus den beiden direkten Begegnungen) Fußball auf höchstem Niveau zelebrierten, fand sich nach der Corona-Pause dann aber doch etwas Sand im Getriebe wieder, so dass Leipzig letztlich bis zum 33. Spieltag um den erneuten Einzug in die Champions League bangen musste.

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Zu Beginn der neuen Spielzeit drohen weitere Schwierigkeiten. Nach dem hervorragenden Champions-League-Turnier in Lissabon, bei dem die Mannschaft nach dem Einzug ins Halbfinale viel Selbstvertrauen gewinnen konnte, gerät die Vorbereitung aktuell etwas durcheinander. Denn während die Leipziger Spieler ihren wohl verdienten Urlaub genießen, sind andere Clubs wie der 1. FSV Mainz 05 bereits in voller Vorbereitung auf die neue Saison. Bis zum 1. Spieltag am 20. September (Anstoß: 15.30 Uhr) wird Leipzig weder ein Trainingslager noch ein Testspiel absolvieren. Auf welchem Stand die Spieler von Julian Nagelsmann also in die Partie gegen Mainz gehen werden, ist deshalb schwer vorherzusehen. Die DFB-Pokal-Partie beim 1. FC Nürnberg am 12. September wird dazu erste Erkenntnisse.

Rein personell ist Leipzig zwar nach wie vor gut aufgestellt, doch die größte Herausforderung dürfte es sein, die 28 Saisontore des nach Chelsea abgewanderten Timo Werner zu ersetzen. Nagelsmann sagt: "Wir haben ja bereits Hee-chan Hwang aus Salzburg geholt, können Timo aber natürlich nicht eins zu eins ersetzen, seine Scorerpunkte müssen wir auf mehrer Schultern verteilen." Nicht ganz unwichtig zu erwähnen: Werner erzielte letzte Saison gegen Mainz gleich sechs Treffer.

>>> Der 1. Spieltag im Überblick

Mainz hingegen will die möglicherweise bessere Physis zum Start der neuen Saison ausnutzen. Die Mannschaft von Achim Beierlorzer hat ein fünftägiges Trainingslager hinter sich und bereits vier Testspiele absolviert. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht ganz zufriedenstellend waren (zwei Niederlagen gegen Hoffenheim, eine Niederlage gegen Sandhausen, ein Sieg gegen Würzburg) dürfte Beierlorzer bereits einige Erkenntnisse mehr gesammelt haben als sein Trainerkollege gegenüber. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung", sagte Beierlorzer nach dem Doppeltest gegen Hoffenheim und schob hinterher: "Wir müssen aber noch effizienter beim Torabschluss werden."

Zum Wohle der Mainzer konnten die Nullfünfer ihren Kader - Stand jetzt - zum größten Teil zusammen halten. Um die in der letzten Saison durchaus anfällige Defensive (63 Gegentore) zu stärken, wurden mit Luca Kilian vom SC Paderborn und Dimitri Lavalee (Standard Lüttich) zwei große Talente für die Innenverteidigung geholt.

Gegen Leipzig gibt es nach den beiden hohen Niederlagen aus 2019/20 also noch ein Hühnchen zu rupfen. Die Mainzer wollen diesmal ein Duell auf Augenhöhe. Die Vorzeichen dafür stehen zumindest deutlich besser als in der Vorsaison.