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RB Leipzig: Christopher Nkunku ist in Topform

Ein Tor geschossen, eins vorbereitet - und die Erinnerungen an einen Weltstar wieder aufleben lassen. Christopher Nkunku von RB Leipzig ist in der Form seines Lebens. Das unterstrich der Franzose beim 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund einmal mehr.

Der Lieblingsgegner war Borussia Dortmund für RB Leipzig nie. Acht sieglose Spiele in Serie hatten die Sachsen gegen den Revierclub absolviert. Der letzte Sieg war in Dortmund gelungen, damals hatte RBL mit 3:2 gewonnen. Im Top-Duell am Samstag aber endete die Serie, die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch feierte einen knappen, aber hochverdienten 2:1-Erfolg über den BVB. Garant des Erfolges war Christopher Nkunku. Der Franzose ließ dabei Erinnerungen an einen legendären Landsmann hochkommen.

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Wie sich Leipzigs Flügelspieler in der 63. mit nur einer Bewegung den Ball mit dem rechten Fuß zurücknahm, um ihn mit einer Piourette mit dem linken weiterzuschieben, erinnerte stark an Zinedine Zidane, nach dem dieser Trick sogar benannt ist. Auch wenn Nkunku in der beschriebenen Situation lediglich den Pfosten traf, blieb diese Szene nachhaltig in Erinnerung als einer der Höhepunkte des Abendspiels, in dem der 23-Jährige die prägende Figur war. Was auch daran lag, dass er die erfahrenen BVB-Verteidiger Thomas Meunier und Mats Hummels mit nur einer Aktion aussteigen ließ.

Nkunku lieferte aber nicht nur für die Galerie, sondern auch für das knappe Endergebnis. Zum 1:0 traf er selbst (29.), nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Marco Reus (52.) legte der Franzose formvollendet für seinen Kollegen Yussuf Poulsen vor, der das 2:1 erzielte (68.).

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Nkunku ließ Leipzig an diesem Abend besonders glanzvoll dastehen. Dass der Franzose zum Mann des Tages wurde, war kein Zufallsprodukt des Abends: Bereits seit Wochen ist er in glänzender Verfassung, spielt bisher seine stärkste Saison für Leipzig. Das 1:0 war bereits sein fünftes Saisontor, so gefährlich war er in einer Halbserie bei den Sachsen bisher noch nie. Ebenfalls kein Zufall war es, dass Nkunku in der eigenen Arena traf: Alle seine fünf Tore erzielte er vor heimischem Publikum.

Noch nie seit seinem Wechsel in die Bundesliga 2019 war Nkunku so stark wie er sich aktuell präsentiert. Der in der Jugend des französischen Top-Clubs Paris Saint-Germain ausgebildete Offensivmann schaffte in der Champions League bereits einen Hattrick gegen Manchester City und traf auch gegen seinen Jugendclub.

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Ein Grund für sein Erstarken unter Trainer Jesse Marsch ("Christo ist überragend jetzt") ist wohl die Neuausrichtung des 23-Jährigen. War Nkunku früher häufiger auf dem linken Flügel unterwegs, überzeugte er in dieser Spielzeit als Hängende Spitze oder - wie gegen den BVB - als Mittelstürmer. Im Zentrum fühlt er sich offenbar am wohlsten. Und so kann sich das Leipziger Spiel mehr und mehr um die zentrale Figur Christopher Nkunku drehen.