
Später Ausgleich: Silva sichert dem BVB einen Punkt in Leipzig
RB Leipzig und Borussia Dortmund haben sich mit einem 2:2 (2:0) getrennt. Christoph Baumgartner (20., 39.) traf doppelt für die Hausherren, ein Eigentor von Rômulo (50.) und Fabio Silva (90.+5) sicherten den Gästen einen späten Punktgewinn. Ein dramatisches Topspiel mit Wendepunkten und einem packenden Finale.
Das Spiel begann intensiv mit Chancen auf beiden Seiten. Bereits in der 8. Minute prüfte Rômulo Gregor Kobel mit einem Abschluss, während im Gegenzug Maximilian Beier an Maarten Vandevoordt scheiterte. RB Leipzig übernahm zunehmend die Kontrolle und griff besonders über die linke Seite an. In der 20. Minute führte ein solcher Angriff zum Erfolg: Yan Diomande nahm einen langen Ball stark an, zog zur Grundlinie und legte perfekt für Christoph Baumgartner auf, der mit einem kunstvollen Außenristschuss zur 1:0-Führung traf.
Leipzig blieb am Drücker und erhöhte in der 39. Minute auf 2:0. Wieder kam die Flanke von der linken Seite durch David Raum, und erneut war Baumgartner zur Stelle, der diesmal mit der Innenseite vollendete. Marcel Sabitzer hätte kurz vor der Pause fast verkürzt, doch Vandevoordt parierte seinen Freistoß glänzend.
Dortmunds Aufholjagd mit Eigentor-Hilfe
Die zweite Halbzeit begann gut für Borussia Dortmund. Bereits in der 50. Minute köpfte Rômulo eine Julian Ryerson-Ecke unglücklich ins eigene Tor. Plötzlich war der BVB zurück im Spiel. Für die Dortmunder war es bereits das siebte Tor nach einer Ryerson-Ecke in dieser Saison.
Niko Kovač reagierte in der 64. Minute mit einem Dreifachwechsel und brachte Julian Brandt, Yan Couto und Carney Chukwuemeka ins Spiel. Leipzig hatte in der 73. Minute die große Chance zum 3:1, als Ridle Baku nach einem Steilpass von Diomande den herauseilenden Kobel umspielte, aber Ramy Bensebaini rettete in höchster Not.

Dramatisches Finale mit spätem Ausgleich
Je länger das Spiel dauerte, desto mehr drückte Dortmund auf den Ausgleich. Kovač brachte mit Fabio Silva (72.) und Karim Adeyemi (76.) weitere offensive Kräfte. Die Leipziger konzentrierten sich zunehmend auf die Verteidigung ihrer Führung und wechselten ebenfalls mehrfach. Als die sieben Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden, schien Leipzig den Sieg über die Zeit zu bringen.
Doch in der 95. Minute schlug der BVB doch noch zu: Die Einwechselspieler kombinierten perfekt, Julian Brandt spielte zu Adeyemi, der den Ball quer auf Silva legte - der Portugiese schob zum umjubelten 2:2-Ausgleich ein. Es war sein erstes Bundesliga-Tor der Saison. In der Nachspielzeit hatte Brandt sogar noch die Chance zum Siegtreffer, scheiterte aber an Vandevoordt.
Spieler des Spiels: Christoph Baumgartner
Der österreichische Mittelfeldspieler war der überragende Akteur auf dem Platz. Mit seinen beiden Treffern in der 20. und 39. Minute stellte er seine Torgefährlichkeit eindrucksvoll unter Beweis. Besonders sehenswert war sein erster Treffer mit dem Außenrist. Mit nun zehn Saisontreffern in der Bundesliga erreichte Baumgartner erstmals eine zweistellige Torausbeute und feierte bereits seinen dritten Doppelpack in dieser Saison. Neben seinen Toren überzeugte er mit intelligenten Laufwegen, einer Passquote von über 80 Prozent und legte auch die meiste Laufdistanz aller Leipziger Spieler zurück (12,3 km). Seine 365 Fantasy-Manager-Punkte unterstreichen seine herausragende Leistung.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Leipzig 3,08 - Dortmund 1,14
Schnellster Spieler: Yan Diomande (RBL), 34,49 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:2 von Fabio Silva (BVB), 24,79 Prozent
Most Pressed Player: Brajan Gruda (RBL), 24 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Yan Diomande (RBL), +4,45
Fantasy Heroes: Christoph Baumgartner (RB Leipzig, 365 Punkte), Yan Diomande (RB Leipzig, 286 Punkte), Julian Ryerson (Borussia Dortmund, 208 Punkte)
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