
RBL auf dem Weg in die Champions League
RB Leipzig hat 1. FC Union Berlin mit 3:1 (2:0) besiegt. Max Finkgräfe (22.), Rômulo (25.) und Ridle Baku (63.) trafen für die Gastgeber, Danilho Doekhi (78.) erzielte den Anschlusstreffer für Union. Mit dem fünften Bundesliga-Sieg in Folge festigt Leipzig den Champions-League-Platz.
RB Leipzig hatte sich bereits am vergangenen Spieltag mindestens Platz sechs und damit die Rückkehr ins internationale Geschäft nach einem Jahr Pause gesichert. Mit einem Polster von fünf Punkten auf den fünftplatzierten TSG Hoffenheim stand die Mannschaft von Ole Werner gut im Rennen um die Champions-League-Qualifikation. Die Form stimmte: Vier Bundesliga-Siege in Folge hatte Leipzig zuletzt gefeiert, eine längere Serie gelang in dieser Saison bislang nicht. Union Berlin kam mit der neuen Trainerin Marie-Louise Eta, die ihr Debüt gegen Wolfsburg trotz 27 Torschüssen mit 1:2 verlor. Die Eisernen waren seit vier Spielen sieglos, hatten aber noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Leipzig dominiert von Beginn an
Die Leipziger übernahmen von Beginn an die Kontrolle und erarbeiteten sich früh erste Chancen. In der 9. Minute hatte Rômulo die erste große Möglichkeit, als Yan Diomande den Ball flach in die Mitte brachte. Frederik Rønnow reagierte stark, doch András Schäfer musste auf der Linie klären. RB setzte die Gäste unter Druck und belohnte sich in der 22. Minute: Nach einer Flanke von Diomande klärte Rønnow den Ball nach vorne, Leopold Querfeld wollte per Kopf endgültig klären, doch das Leder landete genau vor den Füßen von Max Finkgräfe, der aus 17,69 Metern platziert zum 1:0 traf. Nur drei Minuten später erhöhte Rômulo auf 2:0, als er einen zu kurz geratenen Kopfball von Querfeld abfing und den Ball per Lupfer im Netz unterbrachte. Weitere Rückschläge für Union: Rønnow musste verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Carl Klaus zu seinem Bundesliga-Debüt (31.). Der Ersatzkeeper rettete kurz darauf gegen Baumgartner, dessen Kopfball er mit einer starken Reaktion an die Latte lenkte (34.). Kurz vor der Pause hatte Union Berlin die große Chance auf den Anschlusstreffer, aber Oliver Burke verpasste den Abschluss (45.+1).

Baku macht den Deckel drauf
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Union etwas aktiver, die erste nennenswerte Chance hatte jedoch Ouédraogo für Leipzig, dessen Schuss genau in den Armen von Klaus landete (49.). Die Gäste versuchten mit einem Dreifachwechsel um die 60. Minute neue Impulse zu setzen: Ilyas Ansah, Aljoscha Kemlein und Josip Juranovic kamen ins Spiel. Doch stattdessen erhöhten die Leipziger: Ridle Baku nahm auf der rechten Seite Diomande mit, der gegen mehrere Gegenspieler behauptete und im richtigen Moment wieder Baku im Strafraum bediente. Der nahm den Ball mit links mit und versenkte ihn mit dem rechten Fuß zum 3:0 (63.). Union gab nicht auf und wurde in der 78. Minute belohnt: Nach einer Ecke von Juranovic köpfte Danilho Doekhi wuchtig ein, Vandevoordt im Leipziger Tor war chancenlos. Zu mehr reichte es für die Gäste nicht mehr, auch weil Carl Klaus auf der Gegenseite einige gute Paraden zeigte, unter anderem gegen Johan Bakayoko, dessen Schuss er in der 83. Minute an den Pfosten lenkte.
Man of the Match: Yan Diomande
Yan Diomande war der überragende Akteur auf dem Platz und bereitete zwei der drei Leipziger Treffer vor. Beim 1:0 war seine Flanke der Ausgangspunkt für Finkgräfes Treffer, beim 3:0 lieferte er die direkte Vorlage für Baku. Der 19-jährige Ivorer beschäftigte die Berliner Abwehr über die gesamte Spielzeit und gewann wichtige Zweikämpfe. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 34,61 km/h gehörte er zu den schnellsten Spielern auf dem Platz und bestätigte einmal mehr seinen Status als eines der größten Talente der Bundesliga.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Leipzig 3,68 - Union Berlin 0,27
Schnellster Spieler: Oliver Burke (FCU), 35,09 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Max Finkgräfe (RBL), 11 Prozent
Most Pressed Player: Antonio Nusa (RBL), 22 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Danilho Doekhi (FCU), 3,09
Fantasy Heroes: Ridle Baku (RB Leipzig, 259 Punkte), Max Finkgräfe (RB Leipzig, 255 Punkte), Yan Diomande (RB Leipzig, 243 Punkte)
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