
Nürnbergs doppelter Sieg: Spitzenreiter und Zoma bleibt
Neun Punkte, Tabellenführung und die nächste gute Nachricht: Der 1. FC Nürnberg schlägt Arminia Bielefeld mit 4:1 und erklärt Mohamed Ali Zoma anschließend für unverkäuflich. Der Topstürmer trifft erneut – jubelt nach seinem Tor allerdings überhaupt nicht.
Besser hätte der Samstagabend für den 1. FC Nürnberg kaum laufen können. Erst fertigte der Club DSC Arminia Bielefeld mit 4:1 ab und stürmte mit dem dritten Sieg im dritten Spiel an die Tabellenspitze. Rund um die Partie folgte die mindestens genauso wichtige Nachricht: Mohamed Alì Zoma bleibt beim FCN. Der umworbene Topstürmer wird in diesem Transfersommer nicht mehr abgegeben.
Dass sich an diesem Abend vieles um Zoma drehen würde, deutete sich bereits auf der Tribüne an. Ein Fan hatte eine Italien-Flagge mit der Aufschrift "Ramba Zamba Zoma“ mitgebracht. Auf dem Rasen sorgte der 22-Jährige dann selbst für Ramba Zamba: In der elften Minute setzte er zu einem Solo über den halben Platz an und vollendete zum 1:0. Es war bereits sein vierter Saisontreffer.

Sportvorstand gibt klares Signal
Bemerkenswert war allerdings, was danach passierte: praktisch nichts. Zoma verzichtete komplett auf einen ausgelassenen Jubel und bot damit angesichts der Wechselgerüchte Raum für Spekulationen. Trainer Miroslav Klose wollte daraus jedoch "nichts hineininterpretieren“. Für Klarheit sorgte Sportvorstand Joti Chatzialexiou noch während der Partie: "Wir werden ihn nicht weggeben, diese Entscheidung haben wir getroffen.“
Zoma selbst bestätigte seinen Verbleib nach dem Abpfiff. Es habe "viele Angebote“ gegeben, doch der Verein habe entschieden, "dass es besser ist, ein weiteres Jahr hierzubleiben“. Damit könne er gut leben. Schließlich habe Nürnberg eine "gute Mannschaft und eine tolle Kabine“. Auch sportlich läuft es für ihn hervorragend: Nach 14 Treffern in der vergangenen Saison steht Zoma nach drei Spieltagen bereits wieder bei vier Toren. Zudem bestätigte er, dass es Kontakt hinsichtlich der italienischen Nationalmannschaft gegeben habe.

Nicht nur Zoma glänzt
Der Nürnberger Traumstart ist allerdings längst keine One-Man-Show. Gegen Bielefeld trafen neben Zoma auch Tim Janisch und zweimal Adam Markhiyev. Bereits zur Pause führte der FCN mit 3:0 und präsentierte sich vor dem gegnerischen Tor erneut eiskalt. Klose sieht seine Mannschaft aktuell "im Flow“ und erkennt ein neues Selbstverständnis, warnte aber zugleich davor, aus dem starken Start bereits zu große Schlüsse zu ziehen.
Die Zahlen sprechen dennoch eine deutliche Sprache: neun Punkte aus drei Spielen und Platz eins. Damit stellt Nürnberg seinen vereinseigenen Zweitliga-Startrekord aus der Saison 1999/2000 ein. Und während die Mannschaft nach dem 4:1 die Tabellenführung feiern durfte, steht nun auch fest, dass ihr gefährlichster Angreifer weiter dabei sein wird. Der Club feierte am Samstagabend damit gleich doppelt – auf dem Platz und auf dem Transfermarkt.
