bundesliga

VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez ist der Rookie des Monats Januar

Köln - Ihr habt gewählt: Nicolas Gonzalez gewinnt den Bundesliga Rookie Award by Tag Heuer im Monat Januar. Der argentinische Angreifer vom VfB Stuttgart setzte sich gegen Aaron Martin (1. FSV Mainz 05) und Marko Grujic (Hertha BSC) durch.

Es hat eine gewisse Anlaufzeit gebraucht, bis Nicolas Gonzalez in der Bundesliga angekommen ist. Mit großen Vorschusslorbeeren war der 20-Jährige vom ehemaligen Maradona-Club Argentinos Juniors im vergangenen Sommer zum VfB Stuttgart gekommen. Doch trotz größter Bemühungen war das Glück nicht immer an der Seite des Argentiniers: Kein Spieler traf ligaweit öfter das Aluminium (drei Mal), kein Stuttgarter gab mehr Schüsse auf das gegnerische Tor ab (42). Und trotzdem dauerte es bis zum 17. Spieltag, ehe sich der Angreifer auch endlich in die Torschützenliste eintragen konnte. "Das technische Niveau der Spieler und das Passtempo in der Bundesliga haben mich schon überrascht“, sagte Gonzalez.

Gonzalez setzte sich im Januar gegen Mainz-Verteidiger Aaron Martin (l.) und Marko Grujic (r.) von Hertha BSC durch - DFL Digital Sports

Gegen Mainz wie aufgedreht

Dass es eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht, war auch dem damaligen VfB-Sportvorstand Michael Reschke klar, der aber schon gleich nach der Verpflichtung sagte: "Er wird uns noch sehr viel Freude bereiten." Die ersten Eindrücke der Rückrunde machen aber ziemlich deutlich, dass sich Gonzalez akklimatisiert hat. So agierte er am 18. Spieltag gegen Mainz als Joker wie aufgedreht und war in 45 Minuten an zwölf Torschüssen beteiligt und traf einmal sogar selbst per Kopf. Eine seiner Stärken übrigens, denn für einen verhältnismäßig kleinen Stürmer gewinnt er mit seinen 1,80 Metern starke 44 Prozent seiner offensiven Luftduelle.

Neben seiner Schnelligkeit ist der Angreifer aber vor allem auch ein sehr robuster Spieler, der im Januar 53 Prozent seiner Zweikämpfe gewann – ein starker Wert für einen Stürmer. Und auch seine Fehlpassquote hat Gonzalez im Januar um zehn Prozent reduziert. Diese Leistungen haben dann auch seinen Mitspieler Mario Gomez derart beeindruckt, dass der sich gegen Bayern freiwillig auf die Bank setzen ließ, um dem aufstrebenden Gonzalez den Vortritt zu lassen.