Zusammenfassung

  • Leverkusens Paulinho gilt als eines der größten Talente in Brasilien.
  • Gladbachs Michael Lang bringt viel internationale Erfahrung mit.
  • Wolfsburgs Wout Weghorst hat sich in Holland in die Nationalmannschaft geschossen.

Köln – Im laufenden Transferfenster haben die Clubs der Bundesliga wieder zahlreiche Spieler verpflichtet, die hierzulande noch weitgehend unbekannt sein dürften, aber dennoch ein enormes Potenzial mitbringen. bundesliga.de stellt die neuen Gesichter vor, im ersten Teil mit Paulinho, Marcelo Saracchi, Frederik Rönnow, Michael Lang und Wout Weghorst.

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Paulinho (Bayer 04 Leverkusen)

Alter: 17

Nation: Brasilien

Position: offensive Außenbahn

letzter Verein: Vasco da Gama

© gettyimages / Pedro Vilela

Nicht zu verwechseln mit jenem Paulinho, der aktuell für die Brasilianische Selecao bei der WM die Fäden im Mittelfeld zieht, dafür aber nicht minder talentiert, ist dieser gerade einmal 17-jährige Außenbahnspieler eines der größten Versprechen in seinem Heimatland. Paulinho hat bereits im zarten Alter von 16 Jahren bei Vasco da Gama in der brasilianischen ersten Liga für Furore gesorgt. Er ist mit einer feinen Technik, einem enorm satten Schuss und einem hervorragenden Auge für seine Mitspieler ausgestattet und dürfte noch viel Spaß machen. Bei Leverkusen steht er in bester Tradition seiner Landsmänner Emerson, Lucio, Jorginho, Zé Roberto oder Juan, die ihre steile Karriere einst bei der Werkself starteten.

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Marcelo Saracchi (RB Leipzig)

Alter: 20

Nation: Uruguay

Position: Linksverteidiger

letzter Verein: River Plate

Nach nur einer Saison in Argentinien stand der Name Saracchi im Notizblock zahlreicher internationaler Scouts. Der einstige Mittelfeldspieler ist inzwischen zu einem äußerst vielversprechenden Außenverteidiger umgeschult worden. Saracchi hat mit seiner Schnelligkeit einen enormen Zug nach vorne, vereint das jedoch mit einem hoch soliden Defensivverhalten. Auch für eine satte Grätsche ist sich der durchaus feine Fußballspieler nicht zu schade. Für sein Heimatland Uruguay hat er weit über 50 Juniorennationalspiele bestritten und es würde nicht wundern, wenn er schon zeitnah in einer Elf mit Luis Suarez, Edinson Cavani und Co stünde.   

 

Frederik Rönnow (Eintracht Frankfurt)

Alter: 25

Nation: Dänemark

Position: Torwart

letzter Verein: Bröndby IF

© imago / Team2

Die Geschichte dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben: Immer wenn Lukas Hradecky einen Verein verlässt, wird Frederik Rönnow sein Nachfolger. So war es bei Esbjerg fB, bei Brönby IF und so ist es auch jetzt bei Eintracht Frankfurt. Soll aber auch heißen: Rönnow hat seinen Job in den letzten Jahren immer sehr gut gemacht. Die dänische Nummer zwei (aktuell bei der WM dabei) ist ein sehr reaktionsschneller Schlussmann, der seine Qualitäten vor allem auf der Linie und beim im Eins-gegen-eins hat, sich zeitgleich aber fast nie einen Fehler leistet.

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Michael Lang (Borussia Mönchengladbach)

Alter: 27

Nation: Schweiz

Position: Rechtsverteidiger

letzter Verein: FC Basel

© gettyimages / Joe Klamar

Dem aufmerksamen WM-Zuschauer dürfte der Mann mit der blonden Mähne schon aufgefallen sein, wurde er doch in den Gruppenspielen gegen Brasilien und Costa Rica zur Schlussphase für die Nati eingewechselt. Seit Jahren ist Lang eine absolute Bank in der Schweizer Super League, zuerst beim FC St. Gallen, dann bei den Grashopper Zürich und schließlich beim FC Basel. Lang bringt für sein Alter eine enorme Erfahrung mit, neben zehn Jahren Profifußball inklusive zahlreicher Champions- und Europa-League-Einsätzen hat er auch bei Welt- und Europameisterschaften gespielt. Gladbach bekommt mit ihm aber auch einen rechten Verteidiger, der jede Saison für mindestens fünf Tore gut ist.

 

Wout Weghorst (VfL Wolfsburg)

Alter: 25

Nation: Niederlande

Position: Mittelstürmer

letzter Verein: AZ Alkmaar

© imago / VI Images

Nachdem die Niederlande die WM verpasst hat, ist der hoch gewachsene (1,97 Meter) Stürmer einer jener Akteure, die den Umbruch einleiten sollen. Weghorst hat in den letzten Jahren in der Eredivisie stets zweistellig getroffen, in 124 Partien für Heracles Almelo und AZ Alkmaar waren es insgesamt 51 Tore, 18 davon alleine in der vergangenen Spielzeit. Der VfL Wolfsburg hat sich damit aber nicht nur einen Knipser ins Boot geholt, sondern auch einen Spieler, der als absoluter Musterprofi gilt und sich nach eigener Aussage "stets reinhaut".

 

Karol Herrmann

Video: die kuriosesten Tore 2017/18