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Michael Olise war Frankreichs "Lichtgestalt" im Spiel gegen Belgien
Michael Olise war Frankreichs "Lichtgestalt" im Spiel gegen Belgien - © Dean Mouhtaropoulos
Michael Olise war Frankreichs "Lichtgestalt" im Spiel gegen Belgien - © Dean Mouhtaropoulos
bundesliga

"Olise ist ein Skandal"

Die französische Nationalmannschaft gewinnt auch ihr zweites Gruppenspiel in der Nations League, hat den 1:0-Erfolg in Belgien vor allem Michael Olise zu verdanken. Der Münchner Offensivspieler ließ einmal mehr seine Weltklasse aufblitzen, seinen Trainer durchdrehen und die Weltpresse schwärmen.

Es lief gerade die 88. Minute im Nations-League-Spiel zwischen Belgien und Frankreich, als die Zuschauer im gut besuchten Brüsseler Stadion Roi Baudouin an der Seitenlinie eine bemerkenswerte Verwandlung zu sehen bekamen.

Dort machte sich der einstige Weltklasse-Techniker Zinédine Zidane - mittlerweile Nationaltrainer der Èquipe Tricolore - im Vollsprint auf den Weg in Richtung Eckfahne und schlug einen im Weg liegenden Ball mit der Pike ins Nirgendwo, als habe er selbst zeitlebens nie etwas anderes gelernt als Verteidiger in der Kreisliga. 

Die internationale Presse kommt aus dem Staunen nicht heraus

Doch was hatte den mittlerweile 54-Jährigen, immerhin dreimaliger Weltfußballer, so ausrasten lassen? Die Antwort darauf hört auf den Namen Michael Olise und spielt beim FC Bayern München. Der Offensivspieler war erst kurze Zeit zuvor beim Stand von 0:0 von Zidane eingewechselt worden, zeigte in jener 88. Minute ein Weltklasse-Solo über das halbe Feld und vollstreckte schließlich von der Strafraumkante flach ins linke untere Eck zum 1:0-Sieg für die Franzosen.

Eine Einzelleistung, die so nur wenige Fußballspieler wie eben Olises jetziger Nationaltrainer zu seinen besten Zeiten hätte abrufen können und durch die Frankreich nach zwei Spielen in der Nations League ohne Punktverlust nun die Tabellenführung in der Gruppe einnimmt. Das Solo des 24-jährigen Offensivspielers der Münchner hat dabei aber auch über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt.

"Olise ist ein Skandal" titelte beispielsweise die spanische Zeitung "AS" und lobte den Treffer als "Kunstwerk", während die "Marca" von "Olises Wahnsinn" schrieb. In Frankreich selbst feierte die "L'Èquipe" natürlich ebenfalls ihren Ausnahmekünstler, nannte das Tor einen "Blitzschlag" und sprach von einem "großartigen Auftritt zum perfekten Zeitpunkt". 

"Ich liebe Spieler wie ihn. Er fühlt Fußball"

Und "Mr Nonchalant"? Der nahm sein Tor nach außen hin selbst sehr gefasst auf und verzichtete auf große Jubel-Arien. Die bekamen die Zuschauer dafür von Zidane zu sehen, der seinen Matchwinner später auch noch ordentlich loben sollte.

"Er ist ein reines Talent. Ich liebe Spieler wie ihn. Wenn er auf dem Platz steht, will er unterhalten. Er fühlt Fußball. Ich freue mich, an seiner Seite zu sein und zuzusehen, wie er so spielt", so Frankreichs Nationaltrainer, der vielleicht auch ein wenig neidisch auf die Bundesliga schau, wo Olise beinahe schon regelmäßig seine großartigen Fußballkünste zur Schau stellt.  

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