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Nach Abpfiff spendet Nico Schlotterbeck Trost für Joshua Kimmich, dessen Vater plötzlich und unerwartet verstorben ist
Nach Abpfiff spendet Nico Schlotterbeck Trost für Joshua Kimmich, dessen Vater plötzlich und unerwartet verstorben ist - © Bundesliga/Getty Images/Sebastian Widmann
Nach Abpfiff spendet Nico Schlotterbeck Trost für Joshua Kimmich, dessen Vater plötzlich und unerwartet verstorben ist - © Bundesliga/Getty Images/Sebastian Widmann
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Mehr als nur Fußball: Emotionale Unterstützung für Joshua Kimmich im Klassiker

Joshua Kimmich erlebt nach dem Tod seines Vaters eine emotionale Rückkehr im Klassiker zwischen Bayern und Dortmund. Umarmungen mit Niko Kovač und Nico Schlotterbeck sorgen für bewegende Bilder. Der Bayern-Kapitän spricht offen über seinen persönlichen Verlust und die sportliche Bedeutung seiner Rückkehr.

Manchmal ist Fußball eben doch nur die größte Nebensache. Während sich der FC Bayern München und Borussia Dortmund beim 2:2 im Klassiker ein packendes Duell lieferten, spielten sich abseits des sportlichen Geschehens besonders emotionale Momente ab. Im Mittelpunkt stand Joshua Kimmich, der nach dem Tod seines Vaters erstmals wieder für den Rekordmeister auflief.

Bereits in der ersten Halbzeit kam es an der Seitenlinie zu einer besonderen Begegnung. BVB-Trainer Niko Kovač, der Kimmich aus seiner Zeit beim FC Bayern bestens kennt, nahm seinen ehemaligen Schützling in den Arm. Eine Geste, die dem 31-Jährigen viel bedeutete. "Er hatte mir auch unter der Woche geschrieben. Das fand ich sehr, sehr besonders, sehr speziell", erklärte Kimmich nach dem Spiel. "Deswegen habe ich mich dafür bedankt."

Auch nach dem Schlusspfiff zeigte sich, dass die sportliche Rivalität zwischen Bayern und Dortmund in solchen Momenten nur eine untergeordnete Rolle spielt. BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck suchte den Kontakt zu Kimmich und nahm seinen DFB-Teamkollegen tröstend in den Arm.

"Manchmal wünscht man sich, dass die Welt stehen bleibt"

Wie schwer die vergangenen Tage für ihn waren, machte Kimmich anschließend deutlich. "Die letzte Woche war schon sehr hart für meine Familie, auch für mich. Mein Vater hat mich immer begleitet, stand immer an meiner Seite, hat mich immer unterstützt", sagte der Bayern-Kapitän. Besonders auf dem Fußballplatz seien die Erinnerungen an seinen Vater allgegenwärtig: "Er hat in Phasen an mich geglaubt, in denen ich es selber nicht getan habe."

Dennoch wollte Kimmich wieder auf dem Rasen stehen und ein Stück Normalität zurückgewinnen. "Auch wenn man sich manchmal wünscht, dass die Welt ein bisschen stehen bleibt. Aber sie dreht sich leider und zum Glück weiter. Deswegen bin ich froh, dass ich wieder da bin."

Vieles bleibt in Erinnerung

Trotz der emotionalen Belastung führte Kimmich die Münchner als Kapitän über die gesamte Spielzeit an. Sportlich blieb die Rückkehr allerdings ohne den erhofften Sieg. "Es sind gemischte Gefühle. Wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden, vor allem in der zweiten Halbzeit", erklärte Bayerns Interimstrainer Aaron Danks. Zwar sei die Enttäuschung über das Unentschieden groß, dennoch betonte der Engländer: "Aber ich muss den Spielern auch vermitteln, dass die Leistung gestimmt hat. Wir haben vieles richtig gemacht und uns die richtigen Momente erarbeitet."

Und so blieb von diesem Klassiker nicht nur ein spektakuläres 2:2 in Erinnerung. Sondern vor allem auch Gesten, die zeigen, dass es im Fußball manchmal um weit mehr geht als um Tore und Punkte.

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