
Marokko und die Bayern in Sorge
Marokkos Ismael Saibari war bei dieser WM bisher der Star seines Teams und wird schon sehnlichst in München erwartet. Nun droht der Offensivkraft aber ein verletzungsbedingter Ausfall.
Vor wenigen Tagen erst hatte sich der FC Bayern München dafür gefeiert, mit Ismael Saibari "einen der spannendsten Offensivspieler dieser WM" (O-Ton von Sportvorstand Max Eberl) verpflichtet zu haben, da macht der Neuzugang von der PSV Eindhoven dem deutschen Rekordmeister schon richtig Sorgen. Im Achtelfinale zwischen Marokko und Kanada (Endstand 3:0) waren gerade einmal 20 Minuten gespielt, als sich der 25-jährige Stürmer plötzlich an den hinteren rechten Oberschenkel fasste und zu Boden ging.
Das Aus für Saibari in dieser Partie, die die Atlas-Löwen letztlich ohne ihn für sich entschieden. Der neuen Offensiv-Hoffnung des FCB droht nun allerdings auch das WM-Aus und womöglich ein verzögerter Start bei seinem neuen Arbeitgeber. Je nach Schwere der Verletzung, eine Diagnose steht noch aus.

Wann ist Saibari wieder fit?
Die ersten Bilder ließen aber nichts Gutes erahnen, so zog sich Saibari selbst das Trikot halb über sein verzweifelt wirkendes Gesicht und machte sich in Houston sichtlich betroffen auf den Weg in die Katakomben.
In Gedanken dürfte er vor allem bei der marokkanischen Nationalmannschaft gewesen sein, für die er in den drei Gruppenspielen jeweils einmal getroffen hatte und die er mit dem final verwandelten Elfmeter gegen die Niederlande überhaupt erst in das Achtelfinale gebracht hatte.
Doch auch seine Zeit bei den Bayern wirft bereits ihre Schatten voraus. Die Münchner feiern am 22. August mit dem Franz Beckenbauer Supercup in Dortmund gegen den BVB ihren Pflichtspielauftakt und bekommen es am 1. Spieltag der Bundesliga eine Woche später daheim mit dem VfB Stuttgart zu tun - wäre schön, wenn mit Saibiri.
