Anzeige
Mario Götze gastiert mit Eintracht Frankfurt zum Topspiel des 7. Spieltags bei Borussia Dortmund
Mario Götze gastiert mit Eintracht Frankfurt zum Topspiel des 7. Spieltags bei Borussia Dortmund - © Lukas Schulze/Bundesliga
Mario Götze gastiert mit Eintracht Frankfurt zum Topspiel des 7. Spieltags bei Borussia Dortmund - © Lukas Schulze/Bundesliga
bundesliga

Mario Götzes Rückkehr

Immer noch super, immer noch Mario! Am 7. Spieltag kehrt Götze mit Eintracht Frankfurt zum Topspiel nach Dortmund zurück. Kann der Weltmeister an alter Wirkungsstätte einmal mehr seine ganze Klasse zeigen?

Manchmal vergisst man fast ein bisschen, dass Mario Götze immer noch in der Bundesliga spielt. Sein Debüt liegt mittlerweile 17 Jahre zurück – und was ist in dieser Zeit nicht alles passiert! Der steile Aufstieg bei Borussia Dortmund, der heiß diskutierte Wechsel zum FC Bayern München, die Rückkehr zum BVB, zwei Jahre in Eindhoven. Und natürlich dieser eine Moment in Rio de Janeiro.

Und doch ist er immer noch da. Erst im Sommer verlängerte der Mittelfeldspieler seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt um zwei weitere Jahre. Auch wenn er (fast) noch so jugendlich aussieht: Götze ist natürlich nicht mehr der 18-jährige Unterschiedsspieler von einst. Die große Bühne überlässt er inzwischen anderen – doch im Schatten arbeitet er unermüdlich weiter für den Erfolg seiner Mannschaft. Ohne große Schlagzeilen, aber als Teamplayer und Vorbild.

Götzes wichtige Rolle in Frankfurt

In dieser Saison kam der Routinier in vier Einsätzen bislang auf insgesamt 172 Minuten, gab dabei wie immer alles und spulte 12,6 Kilometer pro 90 Minuten ab. Unter Albert Riera hatte er einen schweren Stand, unter Adi Hütter könnte er nun wieder an Bedeutung gewinnen. Am vergangenen Spieltag durfte er beim Sieg gegen Köln zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn an ran.

Dabei zeigte der Weltmeister vor allem in der ersten Hälfte seine Qualitäten als Taktgeber und Ballverteiler. Kein Spieler brachte mehr Pässe an den Mann, starke 92 Prozent seiner Zuspiele kamen an. Götzes Erfahrung und Ruhe taten der Eintracht sichtlich gut. Als Joker bereitete er in dieser Saison gegen Mainz mit seinem ersten Scorerpunkt seit März 2025 auch bereits einen Treffer von Can Uzun vor.

Schon im Sommer hatte Hütter von dem guten Verhältnis zu seinem Schützling geschwärmt: "Ich bin froh, dass er in unseren Reihen ist." Zugleich betonte er, dass man sich immer darüber austauschen werde, welches Spiel am besten zu Götze passe. Die Partie am kommenden Samstag könnte nun auf vielen Ebenen besonders gut passen – denn für den 34-Jährigen geht es zurück, wo alles begann.

Zurück im alten Wohnzimmer

Wenn es für den 34-Jährigen am Samstagabend bei Flutlicht raus in den vollen SIGNAL IDUNA PARK geht, wird es ganz sicher emotional werden. Für ihn – und alle Schwarz-Gelben. Sein Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2013 erfreute die BVB-Fans damals zwar nicht gerade, doch was Götze mit 35 Treffern und 47 Torvorlagen in 158 Bundesliga-Spielen für Borussia Dortmund geleistet hat, bleibt unvergessen.

Er kam aus der BVB-Jugend, debütierte 2009 in der Bundesliga und kehrte 2016 nach drei Jahren in München für weitere vier Jahre nach Dortmund zurück. Hier wurde er 2010 Nationalspieler, hier feierte er zwei Deutsche Meisterschaften (2011 und 2012) sowie zwei DFB-Pokalsiege (2012 und 2017), hier bereitete er 2010/11 als 18-Jähriger in noch offensiverer Rolle unter Jürgen Klopp überragende 16 Tore vor. 

Eine Klasse für sich

"Von all den Erinnerungen, die ich habe – das erste Jahr in Dortmund Meister zu werden, das war schon besonders", schwärmte Götze bei einem seiner letzten Gastspiele als Frankfurter in Dortmund.

Und doch hat sich sein Blick auf den Fußball verändert. "Früher waren es die großen Ziele, denen ich nachgejagt bin: Deutscher Meister zu werden, Titel zu gewinnen. Heute kann ich mich auch über kleinere Dinge freuen, zum Beispiel über ein richtig gutes Training oder gelungene Aktionen im Spiel", sagte er nach seiner Vertragsverlängerung bei der Eintracht.

Die Rückkehr nach Dortmund ist für Götze ganz sicher kein kleiner Moment. Bei aller schwarz-gelben Wiedersehensfreude wird er im schwarz-roten Eintracht-Trikot aber alles für seine jetzigen Farben geben – ob von Beginn an oder als Joker. Mario Götze ist nicht mehr der junge Wunderknabe von einst. Er ist Weltmeister, Anführer und Teamplayer. Und einer, dessen Klasse ganz sicher nie vergeht.

Weitere Videos