
Königlich und heldenhaft: RB Leipzigs perfekter Abend
RB Leipzig hat im Topspiel gegen die TSG Hoffenheim ein eindrucksvolles Statement im Kampf um die Champions-League-Plätze gesetzt. Beim souveränen 5:0-Erfolg feierten sie neben ihrem königlichen Fußball vor allem ihre drei Helden.
Fünf Tore, hinten die Null gehalten, einen Champions-League-Platz gesichert: RB Leipzig erlebte gegen die TSG Hoffenheim einen perfekten Abend beim 5:0-Sieg. Oder wie es Coach Ole Werner mit all seiner sympathischen Zurückhaltung formulierte: "Heute kann ich nicht meckern."
Und das, obwohl der Leipziger Tor-Express erst 17 Minuten benötigte, um sich gegen zunächst sehr starke Hoffenheimer warmzufahren. "In der Anfangsviertelstunde hat man gesehen, dass eine Topmannschaft zu Gast war. Wir haben uns über eine gute Aggressivität freigeschwommen."
Mit umso höherer Geschwindigkeit rollte besagter Express dann los – und ließ dem Champions-League-Konkurrenten letztlich nicht den Hauch einer Chance ...

"Tore schießen ist wunderschön"
Sowohl Brajan Gruda als auch Christoph Baumgartner trafen doppelt und zauberten RB Leipzig eine denkwürdige erste Hälfte auf den Rasen: Nur einmal führten die Sachsen in der Bundesliga zur Pause höher – beim 8:0-Kantersieg gegen Mainz im November 2019 stand es zur Halbzeit bereits 5:0.
"Tore schießen ist wunderschön, keine Frage. Beim 3:0 war ich in Rücklage und konnte gar nicht anders abschließen", milderte Baumgartner seinen herrlichen Treffer fast schon ab, bei dem er den Ball mit der Brust aus der Luft pflückte, um ihn dann volley aus knapp zwölf Metern in die Maschen zu jagen.
Für den ehemaligen Hoffenheimer war es der vierte Doppelpack in dieser Saison – einzig einem gewissen Harry Kane gelang das öfter. Und Gruda? Der leitete neben seinen beiden Treffern Baumgartners Traumtor mit einem "super Ball", wie der Österreicher befand, ein und war somit erstmals in einem Bundesliga-Spiel an drei Toren beteiligt.
Henrichs wird zum dritten Leipziger Helden
Als wäre all das nicht schon perfekt genug, war sich der von seinem Achillessehnenriss genesene Benjamin Henrichs nicht zu schade, diesem Abend noch die Krone aufzusetzen: Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung sorgte er für den 5:0-Endstand und traf damit erstmals nach über zweieinhalb Jahren und 55 torlosen Bundesliga-Spielen wieder.
Kein Wunder, dass Ole Werner nur lobende Worte für ihn übrig hatte: "Benny hat einen ganz langen Weg hinter sich und man hat beim Jubel gesehen, was das für ihn bedeutet, aber auch, was es für die ganze Mannschaft bedeutet. Wir freuen uns alle für ihn. Er ist ein ganz wichtiger Spieler auf dem Platz und daneben."
Nicht nur die Mannschaft, auch die Fans freuten sich mit Henrichs, der von David Raum mit einem kleinen Schubser förmlich dazu gezwungen wurde, sich alleine vor die Leipziger Kurve zu stellen und mit "Benjamin Henrichs"-Sprechchören gebührend huldigen zu lassen – an einem Abend, der perfekter kaum hätte sein können.

