Gregor Kobel und Manuel Neuer sind die Schlussmänner im Klassiker - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Torwart-Duell beim Klassiker Borussia Dortmund gegen FC Bayern München: Gregor Kobel vs. Manuel Neuer

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Der Klassiker Borussia Dortmund gegen FC Bayern München am Samstagabend um 18.30 Uhr wirft seine Schatten voraus. bundesliga.de präsentiert dir in der Woche vor dem Topspiel jeden Tag ein Schlüsselduell. Heute: Die beiden Torhüter Gregor Kobel und Manuel Neuer.

Wer steht bei deinem Fantasy-Team im Tor?

Jedes Topteam braucht auch einen Topspieler zwischen den Pfosten. Und den hat Borussia Dortmund im Sommer 2021 in Person von Gregor Kobel gefunden, der aus Stuttgart an die Strobelallee wechselte. Der 24-Jährige hat sich in Windeseile zu einem wichtigen Rückhalt für den BVB aufgeschwungen, glänzt mit starken Paraden und lautstarken Kommandos an seine Vorderleute. Kobel hat das Potenzial zum Führungsspieler.

In dieser Saison kassierten die Schwarz-Gelben an den ersten fünf Spieltagen, als Kobel jeweils zwischen den Pfosten gestanden hatte, vier Gegentore. Dabei wehrte er starke 82 Prozent der Bälle ab, die auf sein Tor kamen (sein bisheriger Karriere-Wert lag bei 65 Prozent). An den letzten drei Spieltagen, die er aufgrund muskulärer Probleme verpasst hat, landete der Ball dann gleich sechsmal im Netz des Dortmunder Tores. Das lag zwar nicht allein am Ausfall des Schlussmannes, trotzdem hat sich Kobel bei den BVB-Fans bereits den Ruf erworben, dass er in der Lage ist, auch den einen oder anderen vermeintlich unhaltbaren Abschluss zu parieren.

Mit Kobel "kann man was gewinnen"

Ein großes Lob erhielt Kobel jüngst von einem berühmtem Vorgänger: Roman Weidenfeller, der mit Dortmund zweimal Deutscher Meister und zweimal DFB-Pokalsieger geworden war, adelte Kobel als "Gewinner-Torwart". Auch Sportdirektor Sebastian Kehl ist sich sicher: "Mit ihm kann man was gewinnen." Kobel selbst bleibt bescheiden, wenn er auf seine Fähigkeiten angesprochen wird. "Ein moderner Torwart muss viel mitspielen, auch mal rauslaufen und Bälle abfangen", ist er sich bewusst, weiß aber auch: "Am wichtigsten ist, dass Du mehr Bälle hältst als du reinlässt." Und das schafft Kobel eindrucksvoll.

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An Neuer "ist alles Weltklasse"

Der Mann, der beim FC Bayern München das Tor hütet, benötigt keiner großen Vorstellung mehr: Manuel Neuer ist seit vielen Jahren der beste Torwart Deutschlands und einer der besten der Welt. 2020 wurde er sogar von der FIFA als Welttorhüter ausgezeichnet. Auch mit 36 Jahren gehört er weiter zu den Stärksten seiner Zunft. Mit Neuer wurden die Bayern zehnmal im Serie Deutscher Meister, fünfmal DFB-Pokalsieger und zweimal Champions-League-Sieger.

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In der aktuellen Saison musste Neuer in acht Bundesliga-Spielen erst sechsmal hinter sich greifen. Gute 79 Prozent der Torschüsse wehrte er ab. Kein anderer Verein kassierte bisher weniger Gegentore als die Bayern, nur Freiburg und Union Berlin haben ebenfalls erst sechs Treffer hinnehmen müssen. Die starke Quote ist nicht zuletzt Neuer zu verdanken. "An ihm ist alles Weltklasse", sagte Christian Früchtl, der bei den Bayern mit Neuer zusammen trainierte und inzwischen für Austria Wien spielt, über den deutschen Nationaltorwart.

Neuer bricht Rekorde

Neuer hat seit seinem Debüt im August 2006 für Schalke in Aachen 474 Bundesliga-Spiele bestritten. Das sind unter den aktiven Spielern die meisten (historisch Platz 17, Dieter Burdenski als Nächster hat 478) – 2022/23 ist seine 17. Bundesliga-Saison. Der 36-Jährige ist der einzige Torhüter der Bundesliga-Geschichte mit über 100 Spielen, der weniger Gegentore kassierte (389) als er Spiele bestritt (im Schnitt 0,82 pro Spiel). Neuer blieb in 217 Bundesliga-Spielen ohne Gegentor – historischer Rekord (Oliver Kahn kommt auf 204). Seit 2017 ist Neuer zudem der Kapitän des FC Bayern.

Der Schlussmann gewann elf seiner 19 Bundesliga-Klassiker, darunter die letzten sieben. Eine längere Siegesserie im Klassiker gab es in der Bundesliga-Historie nur für Kingsley Coman, der bislang alle seine neun Klassiker gewann. Kein Zweifel: Mit Neuer im Kasten wird das Toreschießen auch in diesem Klassiker eine Herkulesaufgabe für den BVB.