Klaus Gjasula, Robin Quaison, Jhon Cordoba, Milot Rashica und Rouwen Hennings sind die Hoffnungsträger ihrer Teams - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Das macht Köln, Mainz, Düsseldorf, Bremen und Paderborn Hoffnung im Abstiegskampf

Den Tabellenletzten SC Paderborn und den 1. FC Köln auf Rang 14 trennen nur sieben Punkte. Und Fortuna Düsseldorf sowie Werder Bremen liegen gerade einmal einen Zähler vor den Ostwestfalen. Nach 22 Spieltagen in der Saison 2019/20 bleibt es im Kampf um den Klassenerhalt also weiterhin spannend. Diese Fakten sprechen im Abstiegskampf für Köln, Mainz, Düsseldorf, Bremen und Paderborn.

14. Platz: 1. FC Köln (23 Punkte, -14 Tore)

Auch nach der Niederlage gegen den FC Bayern ist die Kölner Bilanz seit dem Trainerwechsel positiv: Mit Markus Gisdol gab es fünf Siege, ein Remis und vier Niederlagen - also gute 16 Punkte aus zehn Spielen. Als Gisdol kam, war der FC Vorletzter, jetzt haben die Kölner sechs Punkte Vorsprung auf die Plätze 16 und 17. Ein Trumpf der "Geißböcke": Zwei Niederlagen in Folge gab es unter dem neuen Coach noch nicht. Die Mannschaft zeigt immer eine Reaktion nach Rückschlägen. Ein weiterer Joker für den FC im Abstiegskampf heißt Sabine. Das Sturmtief wirbelte Anfang Februar nicht nur das Rheinland durcheinander, sondern machte auch die Austragung des rheinischen Derbys mit Mönchengladbach unmöglich. Köln hat also im Gegensatz zur direkten Konkurrenz ein Spiel mehr vor der Brust.

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Sturmtiefs gab es beim 1. FC Köln allerdings zuletzt nur aus meteorologischer Sicht: Jhon Cordoba, der in seinen ersten 26 Bundesliga-Spielen für den FC nie traf, erzielte in seinen letzten zehn Bundesliga-Spielen nun sieben Treffer. FC-Heimkehrer Mark Uth, der für Schalke in der Hinrunde an keinem Treffer beteiligt war, bringt es für den FC in seinen vier Rückrunden-Spielen zudem auf eine Torbeteiligung pro Partie (zwei Tore, zwei Vorlagen).

15. Platz: 1. FSV Mainz 05 (22 Punkte, -17 Tore)

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Als letztes Team 2019/20 teilte sich der 1. FSV Mainz 05 am vergangenen Wochenende erstmals die Punkte. Die Mainzer blieben damit erst zum zweiten Mal in der laufenden Saison zwei Spiele in Folge ungeschlagen. Gut für Mainz: Da die drei Mannschaften auf den letzten drei Rängen allesamt am letzten Wochenende verloren, vergrößerte die Elf von Trainer Achim Beierlorzer durch das Remis gegen Schalke den Abstand zu den Plätzen 16 und 17 auf jeweils fünf Punkte – als einziges Team aus den unteren fünf Tabellenplätzen holten die Mainzer am letzten Spieltag Punkte. Und weitere "Big Points" sind bald möglich: Vom 24. bis 26. Spieltag spielen die Rheinhessen hintereinanderweg gegen Paderborn, Düsseldorf und Köln.

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Offensiv haben sich die Mainzer ohnehin nichts vorzuwerfen und können mit breiter Brust in die direkten Duelle gehen: 31 Tore sind Bestwert im Tabellenkeller. Die gleiche Anzahl an Toren reicht beispielsweise aktuell dem SC Freiburg für einen Europapokalplatz. Gleich sieben Teams waren bislang im Angriff weniger gefährlich als die Mainzer. Eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf.

16. Platz: Fortuna Düsseldorf (17 Punkte, -25 Tore)

Fortuna Düsseldorf blieb in den ersten drei Pflichtspielen unter Uwe Rösler ungeschlagen; das war als letztem Fortuna-Trainer Oliver Reck im April 2014 in der 2. Bundesliga gelungen. Zuletzt setzte es im rheinischen Derby für die Fortuna gegen Borussia Mönchengladbach allerdings eine deutliche 1:4-Niederlage. In den ersten drei Bundesliga-Partien unter Rösler ging es für die Fortuna also gegen Europacup-Starter. Angesichts dessen sind die zwei Punkte als Ausbeute nicht zu verachten.

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Nun geht es gegen den SC Freiburg - und damit erstmals nicht gegen ein eindeutigen Favoriten. Dass man in oder gegen Freiburg gewinnen kann, zeigte in den vergangenen Wochen die direkte Konkurrenz aus Köln und Paderborn. Danach beginnen für die Düsseldorfer die Wochen der Wahrheit: Vom 24. bis 27. Spieltag geht es für die Fortuna hintereinander gegen die direkten Konkurrenten Hertha BSC, Mainz, Paderborn und Köln, Düsseldorf hat also einiges in der eigenen Hand.

17. Platz: SV Werder Bremen (17 Punkte, -26 Tore)

Die Bremer Misere lässt sich im Prinzip auf einen einfachen Satz herunterbrechen: Bremen ist Letzter der Heimtabelle. Auswärts ist Werder diese Saison deutlich erfolgreicher (zwölf Punkte) als im Weserstadion (fünf Punkte). Nur die Bremer holten auswärts sieben Punkte mehr als daheim sowie 71 Prozent seiner Punkte in der Ferne. Das spiegelt sich auch in individuellen Leistungen wider: Werders Top-Torschütze Milot Rashica erzielte sechs seiner sieben Saisontore auswärts, Davy Klaassen verbuchte alle seine sechs Scorer-Punkte ebenfalls auf fremden Geläuf.

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Positiv ausgedrückt: Werder müsste eigentlich nur zu alter Heimstärke zurückfinden und wäre im Nullkommanix raus aus dem Tabellenkeller. Wir erinnern uns: In der Vorsaison verlor Werder im Weserstadion nur drei Spiele, belegte in der Heimtabelle Rang vier. Dazu haben die Bremer nun amtliche Gelegenheiten: Die nächsten beiden Bundesliga-Spiele der Norddeutschen sind Heimspiele. Bremen empfängt zunächst Dortmund (die man jüngst aus dem DFB-Pokal kegelte) und dann Frankfurt (die in der Auswärtstabelle nur auf Rang 16 liegen). Gute Gelegenheiten für eine Trendwende.

Gnabry und Collins im Laufduell: In der Hinrunde setzte sich der FC Bayern mit 3:2 gegen den SCP durch - imago images/Pressefoto Baumann

18. Platz: SC Paderborn (16 Punkte, -20 Tore)

Der SC Paderborn holte aus den vergangenen neun Partien elf Punkte und damit mehr als doppelt so viele wie aus den ersten 13 Saisonspielen (fünf). Auswärts ist Paderborn 2020 noch ungeschlagen und verlor in der Fremde überhaupt nur eines der letzten fünf Spiele. In diesen Partien gab es beachtliche Siege in Bremen und Freiburg sowie überraschende Unentschieden gegen Dortmund (3:3) und auf Schalke (1:1). Warum sollte da also beim FC Bayern am kommenden Wochenende nicht auch was gehen?

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Sollten Bremen (gegen den BVB) und Düsseldorf (in Freiburg) am kommenden Wochenende verlieren, würde den Ostwestfalen aufgrund der besseren Tordifferenz schon ein Unentschieden genügen, um sich auf den Relegationsplatz vorzuschieben. Dann wäre Paderborn erstmals seit dem dritten Spieltag nicht mehr auf einem direkten Abstiegsplatz.