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Loris Karius ist glücklich auf Schalke
Loris Karius ist glücklich auf Schalke - © IMAGO/Michael Taeger
Loris Karius ist glücklich auf Schalke - © IMAGO/Michael Taeger
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Karius' neues Glück auf Schalke

Nach dem Champions-League-Finale 2018 geriet Loris Karius sportlich und mental in eine schwere Krise. Jahre später hat sich der Torhüter zurück in die Bundesliga gekämpft – und spricht nun offen über seinen langen Weg und das neue Glück auf Schalke.

Loris Karius stand mit dem FC Liverpool auf der größten Bühne des europäischen Vereinsfußballs. Doch das Champions-League-Finale 2018 gegen Real Madrid veränderte seine Karriere: Zwei folgenschwere Fehler bei der 1:3-Niederlage, die durch eine während des Spiels erlittene Gehirnerschütterung begünstigt wurden, machten den Torhüter über Jahre zur Zielscheibe. Heute spricht der 33-Jährige offen darüber, wie sehr ihn diese Zeit belastete – und wie er beim FC Schalke 04 neues sportliches Glück gefunden hat.

Karius' schwarzer Abend mit Liverpool - Michael Regan/Getty Images

"Bis zu diesem Zeitpunkt ging es in meiner Karriere nur steil bergauf, dann bin ich plötzlich krachend abgestürzt – bis ganz nach unten", erklärt Karius der Funke Mediengruppe. Der damalige Liverpool-Keeper verlor nicht nur seinen Stammplatz, sondern zunehmend auch die Freude an seinem Beruf: "Es war extrem hart, auch weil ich mit damals Mitte 20 als Persönlichkeit noch nicht so gefestigt war wie heute. Und ganz ehrlich: In dieser Phase habe ich den Spaß am Fußball verloren. Ich hatte keine Lust mehr zu trainieren, hatte keine Lust mehr zu spielen."

Karius hält den Elfer!

"Es waren schwierige Jahre"

Besonders schwer erlebte Karius seine Zeit bei Besiktas Istanbul. "Ich habe mich zum Teil gequält, zur Arbeit zu gehen und habe nur versucht, den Tag einigermaßen normal zu Ende zu bringen", sagte er. Selbst ein vorzeitiges Ende seiner Laufbahn beschäftigte ihn: "Auch heute weiß ich nicht, was ich hätte anders machen sollen. Ich fühlte mich einfach leer, habe sogar über ein Karriereende nachgedacht, aber ich war ja erst 25 Jahre alt und konnte nicht einfach zu Hause bleiben. In dieser Phase hatte ich das Gefühl, niemand würde mich verstehen. Mir ging es einfach dreckig und ich hatte gefühlt niemanden, der mir aus diesem Loch hinaushelfen konnte. Es waren schwierige Jahre."

Kein Vorbeikommen!

Karius suchte sich Unterstützung bei einem Mentaltrainer, fand jedoch zunächst keinen schnellen Ausweg. "Ich konnte den Schalter trotzdem nicht umlegen. Mit den Jahren habe ich es irgendwie geschafft, mich allein aus diesem Tief rauszukämpfen", erklärte er.

Nach Stationen beim 1. FC Union Berlin und bei Newcastle United war der frühere Mainzer zunächst ohne Verein. Im Januar 2025 gab ihm schließlich Schalke 04 eine neue Chance – und Karius zahlte das Vertrauen mit starken Leistungen zurück. Als Stammkeeper hatte er großen Anteil daran, dass die Königsblauen den Aufstieg in die Bundesliga schafften.

Endlich wieder Revierderby!

Neues Glück auf Schalke

Auf Schalke fand Karius genau das wieder, was er während seiner Zeit ohne Club vermisst hatte: den sportlichen Wettbewerb, die Gemeinschaft in der Kabine und die besondere Energie eines vollen Stadions. "Wer kann schon von sich behaupten, jede zweite Woche vor 60.000 Fans zu spielen? Das schaffen ansonsten nur absolute Superstars aus der Musikbranche – das muss man sich immer wieder vor Augen führen", sagte der Torhüter.

Seine Rückkehr auf die große Bühne erfüllt ihn mit besonderem Stolz: "Ich hätte nicht mehr damit gerechnet, dass ich so zurückkomme. Dass ich es nach all den Tiefs wieder in die Bundesliga geschafft habe, macht mich stolz. Ich kann gar nicht genug betonen, wie dankbar ich Schalke 04 für die Chance bin. Kein anderer Verein auf einem solchen Niveau hat sich noch getraut, auf mich zu setzen. In erster Linie wollte ich mir selbst beweisen, dass ich es noch kann. Dass ich zusätzlich noch die Leute im Verein und die Fans glücklich machen kann, ist umso schöner."

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