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Zwei, die maßgeblich am Sieg in Kiel beteiligt sind: Edin Džeko und Hasan Kuruçay
Zwei, die maßgeblich am Sieg in Kiel beteiligt sind: Edin Džeko und Hasan Kuruçay - © IMAGO/Susanne Hübner, Susanne Huebner
Zwei, die maßgeblich am Sieg in Kiel beteiligt sind: Edin Džeko und Hasan Kuruçay - © IMAGO/Susanne Hübner, Susanne Huebner
2. Bundesliga

Wenn es bei Schalke nach Toren statt Lahmacun riecht…

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Wenn es bei Schalke nach Toren statt Lahmacun riecht, Muslić seine "Abis" lobt, Džeko weiter "Weltklasse" spielt und Karius sich von der Sonne nicht blenden lässt – dann ist die Spitze zurück.

Fünf Spiele lang warteten die Königsblauen auf einen Dreier (drei Remis, zwei Niederlagen), doch in Kiel meldete sich der FC Schalke 04 eindrucksvoll zurück – mit einer ersten Hälfte, die laut Trainer Miron Muslić "mit das Beste war, was wir in den vergangenen Wochen und Monaten gespielt haben".

Der S04-Coach fügte hinzu: "Beide Tore nach Ecken waren einstudiert und kein Zufall." Tatsächlich nicht: 2:0-Torschütze Hasan Kuruçay hatte schon im Training angekündigt: "Trainer, ich kann ein Tor riechen." Muslić konterte trocken: "Das Einzige, was du riechen kannst, ist ein Lahmacun." 

"Ein Weltklasse-Spieler"

Auf dem Platz belehrte Kuruçay seinen Coach eines Besseren, mit seinem vierten Saisontor – jetzt schon genauso viele wie in der gesamten Vorsaison bei Braunschweig. Zur Halbzeit folgte die Entschuldigung des Trainers – mit einem Schmunzeln, das bis nach Spielende anhielt: "Heute war es nicht Edin Brate, sondern Hasan Abi und Kenan Abi."

Der Hintergrund: In der Schalker Mannschaft, zu der neben Trainer Muslić einige Spieler mit bosnischen Wurzeln gehören, fällt gelegentlich das bosnische Wort "Brate" (Bruder). Diesmal trafen die beiden Spieler mit türkischen Wurzeln – "Abi" bedeutet ebenfalls Bruder. Neben Kuruçay traf Kenan Karaman zu seinem achten Saisontor und seiner elften direkten Torbeteiligungen an den 28 Schalker Treffern.

Es war aber eben doch einmal mehr "Brate" Edin Džeko, der mit zwei Assists und 26 gewonnenen Zweikämpfen glänzte und somit seinen ersten Ligasieg in dieser Spielzeit feiern durfte. Fünf Scorerpunkte in vier Zweitliga-Partien (drei Tore, zwei Vorlagen) brachten auch Karaman zum Schwärmen: "Wir wissen, dass er ein Weltklasse-Spieler ist. Er tut uns gut mit seiner Erfahrung, und wir sind einfach froh, dass er da ist."

Der Sonne hinterher

Während vorne der Riecher stimmte, musste hinten Loris Karius seinen Augen vertrauen und der tiefstehenden Sonne mit Kappe trotzen. "Hatte ich bisher noch nicht", sagte er und hielt den knappen Vorsprung fest. "Es ist toll zu sehen, wie gut sich die Neuzugänge einbringen", lobte der Keeper die schnelle Integration.

"Das war wichtig für uns alle. Das war wichtig für Schalke", sagte Muslić – und richtete den Blick sofort nach vorn. "Jetzt gilt es, gut zu regenerieren, um am kommenden Samstagabend gegen Magdeburg erneut anzugreifen."

Riecher stimmt, Abi trifft, Brate liefert – Schalke ist zurück, der Sonne hinterher!