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Jude Bellingham von Borussia Dortmund wird immer wichtiger

Jude Bellingham hat sich während des Saisonstarts von Borussia Dortmund als einer der auffälligsten Akteure präsentiert - am 3. Spieltag glänzte er beim 3:2 gegen Hoffenheim jetzt sogar als Torschütze!

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Wenn man Jude Bellingham so auf dem Platz beim Fußballspielen sieht, könnte man meinen, er wäre schon seit Jahren ein gestandener Bundesliga-Profi. Dabei durfte der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund vor zwei Monaten noch nicht einmal ein Auto fahren - altersbedingt!

Schon in seiner ersten Saison brachte es der Engländer, der im Sommer 2020 von Birmingham City gekommen war, auf sagenhafte 45 Pflichtspiele für den BVB. Doch die wenigen Eindrücke in der noch jungen Spielzeit machen deutlich: Bellingham hat sich noch einmal verbessert und ist mittlerweile zur Schaltzentrale der Schwarz-Gelben geworden.

Stärken gegen den Ball und in der Offensive

Bezeichnend dafür die 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg am 2. Spieltag: Bellingham agierte auf der im Rose-System für ihn so idealen Achterposition, wo sowohl seine Stärken gegen den Ball als auch sein Spiel nach vorne perfekt zur Geltung kam. Bellingham führte bei Dortmund mit Abstand die meisten Zweikämpfe (28) und gewann auch noch starke 68 Prozent davon.

In der Offensive, wo es durch die tief stehende wie äußerst diszipliniert verteidigende Freiburger Kette kaum Räume gab, war Bellingham mit seinen Vorstößen der auffälligste Dortmunder Akteur. Nach Erling Haaland gab er die meisten Torschüsse ab (vier), wurde am häufigsten gefoult (dreimal) und leistete sich dabei eine Fehlpassquote von gerade einmal neun Prozent. Nach 32 Minuten köpfte er den Ball an den Pfosten und den Anschlusstreffer zum 1:2, ein Eigentor von Yannik Keitel, wäre ohne seine Mithilfe nicht gefallen. Kurzum: Der Dortmunder Strippenzieher war der gefährlichste Mann seiner Elf.

Noch Effizienter war dann Bellinghams Auftritt beim 3:2-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim. Erst die Vorlage zum Tor von Giovanni Reyna und später noch sein zweites Bundesliga-Tor auf dem Weg zur wichtigen Wiedergutmachung aus BVB-Sicht.

Zorc: "Unser Motor im Mittelfeld"

"Wir haben unsere Chancen genutzt. Das war besser als zuletzt gegen Freiburg. Ich bin sehr glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben. Hoffenheim hat es sehr gut gemacht, sie haben uns vor einige Probleme gestellt. Nach dem Gegentreffer haben wir aber weitergemacht und sind wieder zurückgekommen. Donyell Malen hat mir heute Morgen im Training noch gesagt, wie schlecht mein linker Fuß ist. Um schöner ist es, heute ein Tor mit dem linken Fuß zu schießen", sagte Bellingham nach dem Sieg im Freitagsspiel.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc hatten seinen starken Youngster schon in der Vorwoche geadelt: "Er war er nicht nur in diesem Spiel unser Motor im Mittelfeld. Der Junge macht uns Freude."

Schon jetzt ist Bellingham dank seiner Spielweise, die ihn zu einer seltenen Mischung aus Malocher und Künstler macht, ein absoluter Publikumsliebling beim BVB. Und wenn diese Entwicklung so weitergeht, lässt sich nur erahnen, wo Bellingham steht, wenn er den Teenager-Status in zwei Jahren hinter sich gelassen hat.

Jude Bellingham ist beim BVB schon ein Publikumsliebling - Alexander Scheuber/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images