Jonathan Burkardt glänzt gegen Augsburg mit zwei Toren und einem Assist - © Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de/imago images/Eibner
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Unter den Augen des Bundestrainers: Doppelpacker Jonathan Burkardt spielt sich in den Fokus

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Der überragende Mann beim 4:1 des 1. FSV Mainz 05 gegen den FC Augsburg war Jonathan Burkardt. Der aktuelle U21-Nationalspieler der 05er spielte sich unter den Augen von Bundestrainer Hansi Flick spektakulär in den Fokus - zwei Tore und eine Vorlage steuerte Burkardt zum Heimsieg der Rheinhessen bei.

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Im Sommer hatte er als Kapitän der U21 schon einen großen Anteil am Gewinn der Europameisterschaft. Gut möglich, dass bald die Einladung zur A-Nationalmannschaft folgt.

Dass Bundestrainer Hansi Flick beim 4:1 des 1. FSV Mainz 05 gegen den FC Augsburg zugegen war, strahlte FSV-Stürmer Jonathan Burkardt nach dem Abpfiff gekonnt weg. "Das ist eine schöne Nebensache, wichtiger ist mir, dass wir gewonnen haben", stellte der - noch - U21-Nationalspieler den Mainzer Sieg in den Vordergrund. Dabei kann sich Burkardt sicher sein, dass seine tadellose Leistung Flick natürlich nicht entgangen ist. An drei der vier 05er-Toren war Burkardt beteiligt. Nach seinem Assist zum 2:0, bei dem er den Ball stark abschirmte und im Fallen in den Lauf von Stefan Bell weiterleitete, trug sich der 21-Jährige doppelt in die Torschützenliste ein.

Flick wird Burkardts Gier nach Toren und seine generelle Leidenschaft registriert haben. Vor allem sein Kopfballtreffer zum 3:0, als der 1,81 Meter große Blondschopf nach Flanke von Karim Onisiwo die Chance am zweiten Pfosten witterte und dabei gegen FCA-Verteidiger Robert Gumny den Ball ins Tor wuchtete, war beeindruckend. Ein Treffer des Willens, den er auch in seinem anschließenden Torjubel angemessen zelebrierte.

Burkardt köpft mit purem Willen das 3:0 für die Rheinhessen - Frey-Pressebild/Deines via www.imago-images.de/imago images/Thomas Frey

Burkardt: "Bin zufrieden, aber es geht noch besser"

Nicht minder schön war das 4:1, mit dem Burkardt den Sack zumachte. In Mittelstürmer-Manier verzögerte er das Tempo an der Strafraumkante, setzte sich so von der FCA-Hintermannschaft ab und versenkte Onisiwos Querpass schließlich aus 14 Metern mit seinem schwächeren Linken per Direktabnahme trocken links im Tor. Burkardts Abschlussstärke, sein Auge für den Nebenmann und die generelle Leistungsbereitschaft dürfte ihn weit oben auf die Scouting-Blöcke von Flick und Co-Trainer Markus Sorg befördert haben.

"Es war ein sehr schöner Tag und ein toller Fußballabend für das ganze Team. Auch persönlich war ich zufrieden mit meiner Leistung, aber es geht noch besser. Ich möchte weiter an meiner Effektivität arbeiten, da ändert ein Spiel nichts dran. Auch über meinen Assist freue ich mich - ich denke, das war ganz gut, auch wenn er nicht einfach für Bello war, das hat er im Stile eines Topstürmers gemacht", analysierte "Johnny", wie sie ihn bei den 05ern rufen, bescheiden den Mainzer Sieg.

Zuletzt war Burkardt Kapitän der U21-Nationalmannschaft - Herbertz / Nico Herbertz via www.imago-images.de/imago images/Nico Herbertz

Schon bald eine Chance in der A-Nationalmannschaft?

Die Leistung gegen Augsburg bestätigte - nach den starken Auftritten beim Gewinn der U21-Europameisterschaft im vergangenen Sommer - wohl nur den Eindruck, dass Burkardt kurz- bis mittelfristig ein Kandidat für die A-Nationalmannschaft sein könnte. Angesprochen auf die Chance einer Einladung sagte er lächelnd: "Das wäre schön, aber ich glaube, das kann noch ein bisschen dauern."

Schon jetzt hat der 21-Jährige mehr Tore als in seinen ersten drei Bundesliga-Spielzeiten zusammen. Die Richtung stimmt also bei Burkardt. Nicht nur von Teamkollege Onisiwo holte sich der Kapitän der U21-National deshalb ein Kompliment ab: "Super. Der Junge macht es richtig gut. Es ist einer, auf den man in nächster Zeit ein Auge werfen sollte."

Vielleicht hat Burkardts Leistung Flick schneller auf den Plan gerufen als sich der Kapitän der U21-Nationalmannschaft vorstellen kann. Am 11.11. spielt Deutschland gegen Liechtenstein in der WM-Qualifikation. Eine gute Gelegenheit, dem sympathischen Offensivmann eine Möglichkeit zu geben, seinen Siegeswillen auch bei der A-Nationalmannschaft unter Beweis zu stellen.

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